Montag, 3. August 2026

Hamburg/BundesdruckereiPrüf-App für Meldedokumente

[04.06.2025] Die Elektronische Wohnsitzanmeldung (eWA) erlaubt es Bürgerinnen und Bürgern, ihren Wohnsitz komplett online umzumelden. Eine neue mobile App macht es nun unkompliziert möglich, die Echtheit von Meldebestätigungen und Adressaufklebern zu prüfen.
Person im Anschnitt abgebildet, mit Smartphone in der Hand.

Eine neue mobile App prüft Meldedokumente auf ihre Echtheit.

(Bildquelle: akhenatonimages/Fotolia.com)

Im Zuge der Elektronischen Wohnsitzanmeldung (eWA), die inzwischen in zahlreichen Kommunen in dreizehn Bundesländern verfügbar ist, geben die zuständigen Ämter verschiedene digitale und physische Verwaltungsdokumente aus. Dazu gehören unter anderem die digitale Meldebestätigung und der Adressaufkleber für den Personalausweis sowie der Wohnortaufkleber für den Reisepass. Nun gibt es eine neue App, mit deren Hilfe Unternehmen und Privatpersonen diese Dokumente schnell und sicher auf Echtheit prüfen können. Das teilt die Hamburger Senatskanzlei mit. Die Funktion nutzen können Bürgerinnen und Bürger, aber beispielsweise auch Vermieter und Wohnungsgeber, Unternehmen, Versicherungen, Fitnessstudios oder Telekommunikationsunternehmen.

Vertrauensbildende Maßnahme

Entwickelt wurde die ZeSI mobile Prüf-App von der Bundesdruckerei in enger Abstimmung mit der Freien und Hansestadt Hamburg. Sie ist kostenlos in den App-Stores für Android und Apple verfügbar. „Mit der Einführung der ZeSI mobile Prüf-App setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung und Sicherheit von Verwaltungsprozessen. Die Möglichkeit, Dokumente wie die digitale Meldebestätigung einfach und sicher zu verifizieren, stärkt das Vertrauen in digitale Services der Stadt“, sagt der Hamburger CDO Christian Pfromm. Der Onlinedienst eWA selbst wurde ebenfalls von Hamburg, in Zusammenarbeit mit dem Bundesinnenministerium, entwickelt.

eIDAs-konformer Herkunftsnachweis

Die neue App nutzt verfälschungssichere Barcodes – so genannte Visible Digital Seals (VDS) – um Dokumente optisch auf ihre Echtheit und Unverfälschtheit zu überprüfen, heißt es in der Hamburger Meldung. Dabei werden die VDS zunächst mithilfe der Smartphone-Kamera gescannt; anschließend stellt die App fest, ob eine berechtigte Stelle dieses VDS ausgegeben hat und ob es unverändert ist. Die wesentlichen Daten des Verwaltungsdokumentes sind codiert und mit einem Integritätsschutz in Form eines elektronischen Siegels versehen. Das elektronische Siegel der ausstellenden Behörde dient auch als Herkunftsnachweis entsprechend der eIDAS-Verordnung. Zeigt die App ein grünes Prüfergebnis an, handelt es sich um ein echtes und unverändertes VDS. Die im VDS enthaltenen Dokumentdaten werden dann in der App visualisiert. Die Nutzerinnen und Nutzer können die Angaben mit den Dokumentdaten abgleichen und so die Korrektheit prüfen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Bürgerservice
In Nordrhein-Westfalen soll der digitale Gang aufs Rathaus künftig zur Regel werden.

Leverkusen: Neue digitale Dienste

[03.08.2026] Leverkusen baut seinen digitalen Bürgerservice aus. Den neuen Online-Antrag auf Grundsicherung begleitet die Stadt mit gezielten Informationen für Betroffene und rechtliche Betreuende. Auch Feinstaubplakette und Fischereiabgabe lassen sich nun digital erledigen. mehr...

eine Reihe von Personen steht in einem Büro

Bad Berleburg: Entspannter Start für digitalen Bürgerservice

[30.07.2026] Die Einführung der neuen digitalen Lösungen für die Terminvereinbarung und die Besuchersteuerung wurde in der Stadt Bad Berleburg detailliert vorbereitet. Das machte sich bezahlt: Beim Go-Live im April dieses Jahres lief das neue System von Beginn an stabil. mehr...

Mann im Rollstuhl bedient ein Self-Service-System in einem Rathaus

Richtlinie: Interaktive Systeme barrierefrei gestalten

[29.07.2026] Eine aktuelle Richtlinie des Unternehmens Werkstation unterstützt unter anderem öffentliche Auftraggeber, Kommunen und Verkehrsbetriebe dabei, Kioskterminals, Informationsstelen und Self-Service-Systemen barrierefrei zu gestalten. mehr...

Eine Hand hält ein Smartphone aus dem rote Rechtsparagraphen fliegen

Lohmen: Einführung von digitaler Satzungsverwaltung

[29.07.2026] Die Gemeinde Lohmen digitalisiert als erste Kommune in Sachsen ihre Satzungsverwaltung mit einem zentralen System für kommunales Recht. Das Projekt soll Verwaltungsabläufe vereinfachen, Ortsrecht transparenter machen und neue Möglichkeiten für die digitale Bereitstellung kommunaler Vorschriften schaffen. mehr...

Die digitale Wohnsitzanmeldung erspart Bürgerinnen und Bürgern nach einem Umzug den Amtsbesuch – und entlastet die Bürgerämter. In Hessen startet jetzt der Roll-out.

Braunschweig: Wohnsitzanmeldung ab sofort digital

[23.07.2026] Braunschweig hat die elektronische Wohnsitzanmeldung freigeschaltet. Umzüge innerhalb der Stadt und Zuzüge lassen sich damit ohne Termin beim Amt erledigen. Die Authentifizierung erfolgt mit einem geeigneten Ausweis und der AusweisApp. mehr...

Screenshot Serviceportal Oldenburg

Oldenburg: Bürgerservice erweitert

[22.07.2026] Ihre digitalen Verwaltungsangebote baut die Stadt Oldenburg mit elektronischer Wohnsitzanmeldung und Meldebescheinigung weiter aus. Bei letzterer zählt Oldenburg zu den Vorreitern. mehr...

bericht

Springe / Burgwedel: Versprechen eingelöst

[17.07.2026] Die niedersächsischen Städte Burgwedel und Springe begreifen die Digitalisierung als kontinuierlichen Entwicklungsprozess. Das Ergebnis: Der Bürgerservice wird verbessert und die Verwaltungsabläufe werden beschleunigt. mehr...

Gruppenfoto mit vier Personen in einem kleinen Büro.

Gütersloh: Ohne Medienbrüche zum Schulbus-Ticket

[17.07.2026] Die Stadt Gütersloh hat für den Prozess von der Prüfung des Anspruchs auf ein Schülerticket bis hin zur Ticketbuchung ein durchgängig digitales Verfahren entwickelt. Die zugrunde liegende Datenbank enthält über 700.000 mögliche Routenberechnungen zwischen Wohnung und Schule. mehr...

Künftig soll es im Schweizer Kanton Zürich möglich sein

Potsdam: eWA-Potenziale noch nicht ausgeschöpft

[15.07.2026] Rund 2.000 Wohnsitzanmeldungen haben die Potsdamerinnen und Potsdamer innerhalb eines Jahres digital erledigt. Damit ist die Nutzung des Online-Dienstes hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dennoch zieht die Stadt ein positives Zwischenfazit. mehr...

Person schaut auf Smartphone_Neuer Webauftritt_Jobcenter_münster

Münster: Jobcenter strukturiert Webauftritt neu

[15.07.2026] Die neu strukturierte Webseite des Jobcenters Münster bündelt Informationen, Online-Anträge und Services und will den Zugang zu den Angeboten erleichtern. mehr...

Wolfgang Rossenbach (1.v.l.), Abteilungsleitung Zentrale Steuerung, Service, Digitalisierung, IT und Digitalisierungsbeauftragter (CDO) der Stadt Hennef, erläutert die neue Stadt-App.

Hennef: Stadt-App löst Citykey ab

[10.07.2026] Über eine neue Stadt-App verfügt jetzt die Stadt Hennef. Die Eigenentwicklung des städtischen IT-Teams ersetzt die bislang genutzte Telekom-Anwendung Citykey. mehr...

Dunkelhäutige Frau mit einem Smartphone in Händen vor den Kulissen einer Großstadt
bericht

Umfrage: Bürger bewerten Nutzerklima

[09.07.2026] Wie empfinden die Bürger die Nutzerfreundlichkeit von digitalen Verwaltungsangeboten? Erste Erkenntnisse hierzu liefert der Nutzerklima-Test 2026. Für eine positive Bewertung müssen Services demnach vollständig digital nutzbar und leicht auffindbar sein. mehr...

Eine Hand hält ein Smartphone aus dem rote Rechtsparagraphen fliegen

Querfurt: Vollständig digitale Satzungsverwaltung

[08.07.2026] Kommunale Satzungen und Satzungsänderungen werden in Querfurt künftig vollständig digital erarbeitet und bekannt gemacht. Zum Einsatz kommt dafür eine Lösung von TSA. mehr...

Aus Code-Bausteinen neue Anwendungen zusammensetzen.

IT-Planungsrat: Ein Designsystem für Bund und Länder

[03.07.2026] Der IT-Planungsrat nimmt den offenen Standard KERN UX in sein Portfolio auf. Das von Hamburg und Schleswig-Holstein initiierte Projekt soll digitale Verwaltungsdienste nutzerfreundlicher, konsistenter und – zusammen mit der Digitalen Dachmarke – wiedererkennbarer machen. mehr...

Hände die einen Brief in einen gelben Briefkasten schieben

Gütersloh: Digitaler Briefkasten für Unterlagen

[26.06.2026] Einen neuen Service für bestimmte Sozialleistungen bietet jetzt die Stadt Gütersloh an: Dokumente können über einen digitalen Briefkasten eingereicht werden. mehr...