Mittwoch, 25. März 2026

BerlinSchneller dank ERNA

[15.07.2013] In Berlin ist jetzt ein neues IT-Verfahren gestartet, das Behörden künftig bei der Erteilung von verkehrsrechtlichen Anordnungen unterstützt. ERNA soll somit auch für kürzere Bearbeitungszeiten sorgen.
Dreieckiges Baustellenschild mit schaufelndem Männchen aus der Untersicht aufgenommen.

IT-Verfahren ERNA erleichtert Berliner Ordnungsämtern künftig die Bearbeitung von Anträgen auf Erteilung verkehrsrechtlicher Anordnungen.

(Bildquelle: Sebastian Göbel/pixelio.de)

Einen neuen Online-Zugang für die Erteilung von verkehrsrechtlichen Anordnungen haben der Berliner Staatssekretär für Verkehr und Umwelt, Christian Gaebler, und der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Ordnungsangelegenheiten des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, Marc Schulte, jetzt freigeschaltet. Das Software-Modul ERNA („Ereignisse im Nebennetz administrieren“) soll die Straßenverkehrsbehörden der Berliner Ordnungsämter künftig dabei unterstützen, die jährlich etwa 120.000 Anträge auf Erteilung straßenverkehrsrechtlicher Anordnungen zu bearbeiten. Zudem ermöglicht es das System zum Beispiel Umzugsunternehmen, die Einrichtung temporärer Parkverbote online zu beantragen. „Mit dem Verfahren geht Berlin einen weiteren Schritt auf dem Weg zur bürger- und wirtschaftsorientierten Service-Stadt“, erklärt dazu Staatssekretär Christian Gaebler. Bezirksstadtrat Marc Schulte ergänzt: „Nicht nur für die Berliner Unternehmen wird mit ERNA vieles leichter, auch die Verwaltungen sparen Ressourcen und können Arbeitsabläufe beschleunigen.“
Dank der Software könnten die Behörden etwa bezirksübergreifend den Überblick über die Baustellen behalten und bereits bei der Bearbeitung erkennen, ob weitere Anträge im Umfeld vorliegen oder bereits genehmigt sind. Darüber hinaus trage ERNA durch die automatische Übernahme von Daten ins System zu einer schnelleren und effektiveren Bearbeitung bei. Die Eingabe der Antragsdaten über ein assistentengestütztes Formular im Formular-Management-System der Senatsverwaltung, das auf dem Produkt cit intelliForm von Anbieter cit basiert, beinhaltet zudem eine automatisierte Benutzerführung mit Fehler- und Plausibilitätskontrolle. Dies sorgt dafür, dass die Anträge von vornherein vollständig und richtig ausgefüllt bei den Behörden eintreffen. cit-Geschäftsführer Thilo Schuster: „Verkehrsrechtliche Anordnungen gehören zu den Verfahren mit hohen Fallzahlen in Berlin. Der Nutzen für Verwaltung und betroffene Unternehmen ist immens. Darum freuen wir uns besonders, dass unser Produkt cit intelliForm die technologische Basis für diese Innovation bildet.“
Für die stadtweite Koordination von ERNA zeichnet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt verantwortlich, welche das IT-Verfahren zentral betreut. Die Anschaffungskosten betrugen nach Angaben der Senatsverwaltung rund 48.000 Euro.





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