Dienstag, 10. Februar 2026

Kreis LeerSchneller surfen in 11.000 Haushalten

[10.11.2016] Der niedersächsische Kreis Leer hofft auf Fördergelder in Höhe von knapp 17 Millionen Euro für den Breitband-Ausbau. Damit sollen 11.000 unterversorgte Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen werden.
Ein wichtiger Schritt

Ein wichtiger Schritt, für den Breitband-Ausbau: Der Landrat und alle Bürgermeister des Kreises Leer unterzeichneten den für die Zusammenarbeit erforderlichen Vertrag.

(Bildquelle: Landkreis Leer)

Anfang November 2016 hat der Kreis Leer die Förderanträge für den Breitband-Ausbau beim Bund und beim Land Niedersachsen eingereicht. Damit würden Zuschüsse in Höhe von knapp 17 Millionen Euro beantragt, informiert Matthias Groote, Landrat des Kreises Leer. Die Anträge beziehen sich laut einer Pressemitteilung des Kreises auf 136 Ausbaugebiete, die unter technisch wirtschaftlichen Gesichtspunkten für einen FTTH/FTTB-Ausbau sinnvoll erschienen. Das heißt, dass ein Glasfaserkabelnetz bis ins Haus gelegt wird. Dieser Ausbau sei zwar teurer als der sonst von Telekommunikationsunternehmen erbrachte FTTC-Ausbau, bringe aber mehr Vorteile. Beim FTTC-Ausbau wird die Glasfaser nur bis zum Kabelverzweiger gezogen, die weitere Anbindung bis zum Haus erfolgt mit dem Kupferdraht der Telefonleitung. Wegen des Kupferdrahts sei der Durchsatz begrenzt und nehme mit zunehmender Entfernung zum Kabelverzweiger stark ab. Dagegen sei der FTTB-Ausbau mit Glasfaser bis ins Haus nachhaltiger, weil er wesentlich höhere Datenmengen leiste. Das Glasfaserkabel wird im Rahmen der Projektförderung ohne Kostenbeteiligung für die Eigentümer bis ins Haus verlegt. In den Ausbaugebieten liegen über 11.000 bislang unterversorgte Haushalte. Den verbleibenden Eigenanteil von derzeit kalkulierten zehn Millionen Euro werden sich der Landkreis und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden teilen. Auch nach dem Ausbau in den 136 Ausbaugebieten würden jedoch rund 6.000 Haushalte mit Breitband unterversorgt bleiben, teilte der Kreis mit. Für diese will Landrat Groote ebenfalls eine Verbesserung erzielen: „Der ländliche Raum darf nicht abgekoppelt werden. Wir machen jetzt erst den Breitband-Ausbau, für den wir die Fördermittel beantragt haben. Dann kümmern wir uns um die verbleibenden Gebiete, wo wir Funk- oder ähnliche, derzeit neu zu bewertende technische Lösungen untersuchen werden. Damit soll die Kreisverwaltung 2017 beginnen.“





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