Dienstag, 30. Juni 2026

KielSmart City mit Breitband

[02.10.2024] Im Smart City Index des Bitkom hat sich Kiel um zehn Plätze auf Rang 21 verbessert. Gleichzeitig erreicht der Breitbandausbau in der Stadt eine entscheidende Phase: Bis zum Frühjahr 2025 sollen mehr als 85 Prozent aller Haushalte Zugang zu Internet über Glasfaser haben.

Kiel wird smarter und ist beim Glasfaserausbau bei den Vorreitern.

(Bildquelle: LH Kiel / Alexandra Brecht)

Kiel hat sich im aktuellen Bitkom Smart City Index um zehn Plätze verbessert und belegt nun Rang 21. Die Stadt zeigt laut eigenen Angaben insbesondere in den Kategorien „IT und Kommunikation“, „Verwaltung“ sowie „Mobilität“ starke Fortschritte. Bei der digitalen Infrastruktur und insbesondere bei Glasfaser, 5G und LoRaWAN liegt Kiel bundesweit an zweiter Stelle. Auch das Angebot an offenen Daten und Geodaten wurde im Ranking positiv hervorgehoben.

In der Kategorie Verwaltung verbesserte sich die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt um 28 Plätze auf Rang 11. Insbesondere die Informationsfülle und Benutzerfreundlichkeit der städtischen Website, des Serviceportals und der Social-Media-Kanäle wurden sehr gut bewertet. Außerdem nehme Kiel mit der Einführung der E-Akte und den angebotenen Onlinediensten eine Vorreiterposition ein.

In der Kategorie Mobilität (Platz 23, Verbesserung um 25 Plätze) punktet Kiel eigenen Angaben zufolge mit innovativen Projekten wie der gemeinsamen Parkplatznutzung am KITZ sowie digitalen Mobilitätslösungen wie der Parkplatzsuche und Bezahlung per Smartphone. Positiv gesehen werde auch der öffentliche Nahverkehr in der Landeshauptstadt, der Echtzeitinformationen, Handytickets und freies WLAN bietet.

„Der neue Bitkom Smart City Index beweist: Der Landeshauptstadt Kiel gelingt die praktische Umsetzung der Digitalisierung immer besser. Allein in diesem Jahr wurden Onlinedienste bei der Kfz-Zulassung, im Standesamt und in der Zuwanderungsabteilung mit dem Einbürgerungsantrag erfolgreich eingeführt. Wir sind für die Menschen da, im Rathaus und digital“, erklärt Stadtrat Christian Zierau.

Glasfaserausbau geht in die finale Phase

Parallel zu den Erfolgen im Digitalranking treibt Kiel den Glasfaserausbau weiter voran. Bis Frühjahr 2025 werden nach Angaben der Stadt mehr als 85 Prozent der Haushalte und Gewerbebetriebe an das Glasfasernetz angeschlossen sein. Damit liege Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt im deutschlandweiten Vergleich gemeinsam mit Städten wie Hamburg oder München weit vorne. Die Investorenkonferenz zum Glasfaserausbau in Kiel im Herbst 2019, welche die Stadt gemeinsam mit dem BKZ.SH erstmalig in Deutschland durchgeführt hatte, war der Startpunkt für den privatwirtschaftlichen Ausbau. Der erfolgreiche Ausbau durch die Telekom, TNG und GlobalConnect stehe kurz vor dem Abschluss.

Ab 2025 sollen in den darauffolgenden Jahren durch eine Förderung des Bundes auch die letzten Versorgungslücken geschlossen werden. Im Mittelpunkt stehen dann Adressen, die derzeit keine 300 Mbit/s Download- und 150 Mbit/s Upload-Geschwindigkeit erreichen, ist aus der Pressemeldung zu erfahren. Die Landeshauptstadt werde den Förderantrag zum nächsten Aufruf des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) einreichen. Sofern Kiel eine Förderung erhalte, könne frühestens Ende 2025 damit begonnen werden, die Aufträge für den Ausbau auszuschreiben.

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer betont: „Die Verbesserung im Smart City Index zeigt, dass Kiel auf dem richtigen Weg ist, eine der digitalsten Städte Deutschlands zu werden. Gleichzeitig ist der absehbar abgeschlossene Glasfaserausbau ein entscheidender Schritt, um die digitale Zukunft Kiels zu ermöglichen.“





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Grafik zur urbanen Datenplattform in Aalen
bericht

Aalen / Heidenheim: Hoher Praxisnutzen

[29.06.2026] In Aalen und Heidenheim wird Smart City praxisnah: Sensoren liefern Daten zu Glatteis, Pegelständen und weiteren Risiken. Eine gemeinsame Plattform verbindet diese Informationen und unterstützt Verwaltung, Feuerwehr und Bauhof im Alltag. mehr...

Fahrraddaten Screenshot Digitaler Zwilling

Wiesbaden: Positive Bilanz zum Digitalen Zwilling

[29.06.2026] Der Digitale Zwilling Wiesbaden hat sich für die Stadt seit seinem Start im Sommer vergangenen Jahres bereits zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt. 
 mehr...

Mehrere Personen eröffnen die Digitalen Tage Hamm 2026 durch drücken auf einen symbolischen Startknopf

Hamm: Smart-City-Strategie beschlossen

[29.06.2026] Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Stadt Hamm in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen angestoßen und teils bereits umgesetzt. Für den Zeitraum 2027 bis 2032 wird die Strategie nun als Smart-City-Strategie fortgeschrieben. Die Bürger können mitbestimmen, welche Themen künftig stärker in den Fokus rücken sollen. mehr...

Auf einem Monitor ist der Digitale Zwilling einer Stadt zu sehen

Serie Smart Cities, Teil 3: Mit Zwilling planen

[25.06.2026] Urbane Digitale Zwillinge erlauben es Kommunen, Daten zu ihrem Stadtgebiet strukturiert sichtbar und für Entscheidungen nutzbar zu machen, etwa in der Verkehrs- oder Wärmeplanung. Beim Aufbau eines Digitalen Zwillings lohnt es sich, auf Kooperation zu setzen. mehr...

bericht

MPSC: Vom Piloten zur Praxis (2) – Nachnutzung braucht Struktur

[24.06.2026] Die Modellprojekte Smart Cities haben viele erfolgreiche Lösungen und auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit hervorgebracht. Nun geht es darum, entstandene Netzwerke, Unterstützungsangebote und Entwicklungsgemeinschaften zu verankern - nur so können die Pilotprojekte breit nachgenutzt werden. mehr...

Vektorgrafik einer Smart City.

BBSR: Die Wirkung von Smart-City-Vorhaben darstellen

[24.06.2026] Smarte digitale Projekte stärken die regionale Wirtschaft – aber oft indirekt. Das erschwert es Kommunen, den konkreten Nutzen zu benennen und argumentativ zu vertreten, etwa gegenüber Politik oder Projektpartnern. Eine Praxishilfe erklärt, wie Kommunen solche Effekte erkennen und verständlich vermitteln können. mehr...

Hand mit einem Smartphone auf dem die Temperatur mit 40 Grad Celsius angegeben wird
bericht

Klimawandel: Daten gegen den Hitzestress

[23.06.2026] Auf die Herausforderungen des Klimawandels können Städte nicht nur mit baulich-physischen Maßnahmen reagieren. Auch der Aus- und Umbau der digitalen Dateninfrastruktur und die systematische Organisation klimarelevanter Daten stärken die kommunale Resilienz. mehr...

bericht

MPSC: Vom Piloten zur Praxis (1) – Zusammenarbeit statt Insellösungen

[23.06.2026] Seit 2019 gibt es das Fördervorhaben Modellprojekte Smart Cities, über 70 Kommunen und Regionen haben bisher teilgenommen. Dabei entstanden nicht nur viele erfolgreiche technische Lösungen, sondern auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit – für viele Beteiligte ein entscheidender Faktor. mehr...

Bodensensor in einer Straße in Gütersloh

Gütersloh: Sensoren erfassen Parkplatzauslastung

[12.06.2026] Mit Bodensensoren erfasst die Stadt Gütersloh zurzeit die Auslastung von vier Fahrzeugstellplätzen an der Königstraße. Die Daten sollen in die Planungen zur Umgestaltung des Kreuzungsbereichs zur Hohenzollernstraße einfließen, der ein Unfallschwerpunkt ist. mehr...

Screenshot BBSR-Studie zu digitalen Zwillingen

Studie: Digitale Zwillinge in der Praxis

[10.06.2026] Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat eine neue Veröffentlichung zum Thema urbane Digitale Zwillinge herausgegeben, die im Rahmen der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities entstanden ist. mehr...

Stadt, Bäume und Internet of Things Sensorien Symbolisch
bericht

Serie Smart Cities, Teil 2: Sensoren sinnvoll nutzen

[20.05.2026] Sensorik und Internet of Things sind das Nervensystem der smarten Stadt – sie liefern Daten, welche Prozesse optimieren und die Entscheidungsfindung erleichtern können. Beim Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur können Kommunen auch klein starten. mehr...

Elisabeth Fröhlich, Projektleitung VIAA, Stabsstelle Verkehrsfluss und Geo-Services, zeigt eine Kamera, die den Verkehrsfluss erfasst.

Lübeck: Weitere Kreuzungen digitalisiert

[11.05.2026] In Lübeck werden derzeit vier Kreuzungen mit einem innovativen System zur Verkehrserfassung ausgestattet. Die Hansestadt setzt damit ein weiteres Teilprojekt im Rahmen ihres Vorhabens VIAA um. mehr...

Grafik zeigt die drei Plattform-Bestandteile
bericht

Plattformen: Von smart zu intelligent

[30.04.2026] Digitale Lösungen können Prozesse beschleunigen, Mitarbeitende entlasten und den Bürgerservice verbessern. Drei Bausteine bringen Kommunen auf diesem Weg entscheidend voran: urbane Datenplattformen, Automatisierungs- und KI-Plattformen. mehr...

Kamera auf einem Mannheimer Abfallsammelfahrzeug

Mannheim: Mit digitaler Hilfe sauberer werden

[29.04.2026] Optische Sensoren sollen der Stadt Mannheim künftig dabei helfen, Verschmutzungen im öffentlichen Raum zu erfassen und so dazu beitragen, das Stadtbild zu verbessern. Die Technik wird zunächst in einer mehrmonatigen Pilotphase getestet. mehr...

Mehrere Personen stehen vor einem Stadtteiltreff in Kassel Wolfsanger

Kassel: App stärkt das Vereinsleben

[28.04.2026] 
Eine App soll in Kassel künftig helfen, die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen besser und einfacher zu organisieren. Jetzt startet der im Rahmen des Modellprojekts Smart Kassel entwickelte digitale Assistent für Vereine in den Praxistest. mehr...