SpanienSmart City mit klugen Lösungen
Eine nervenaufreibende Parkplatzsuche, überquellende Mülleimer oder Wasserverschwendung in Grünanlagen – diese in Großstädten bekannten Probleme könnten im spanischen Santander bald der Vergangenheit angehören. In ihrer Online-Ausgabe bezeichnet die Österreichische Zeitung Der Standard die Hafenstadt als lebendiges Labor für die Smart City der Zukunft. Mit Geld von der EU-Kommission und von verschiedenen internationalen Universitäten seien 20.000 Sensoren in der 175.000-Einwohner-Stadt verteilt worden. Im Boden versenkt oder auf Busse montiert, liefern sie einer zentralen Kontrollstelle laufend Daten über verschiedene Vorgänge in der Stadt. Im Stadtzentrum sorgen 400 Sensoren unter dem Asphalt dafür, dass Autofahrer direkt zur nächsten Parkmöglichkeit dirigiert werden. Ihren Parkschein können die Bürger via App bezahlen und verlängern. Auf ähnliche Weise wie die Sensoren zeichnen Datenboxen in Größe eines Schuhkartons das Wetter der Stadt auf. Somit kann die Stadtverwaltung einschätzen, ob die Parks der Kommune genug Regen abbekommen haben und wann frisches Wasser aus Sprengern gebraucht wird. Auch die Mülltonnen in Santander sind smart und melden, wann sie geleert werden müssen. Laut dem Bericht sollen bald Sensoren an Straßenlaternen dafür sorgen, dass nachts nur noch dort hell ausgeleuchtet wird, wo auch jemand unterwegs ist. Auch private Händler können dem Konzept der urbanen Intelligenz etwas abgewinnen. Rund 1.500 Geschäfte haben ihr Schaufenster mit einem QR-Code zum Scannen per Smartphone ausgestattet. Wie dem Bericht zu entnehmen ist, können sich die Kunden somit beispielsweise über Öffnungszeiten, das Sortiment oder Sonderangebote informieren. „In einer Smart City greifen alle Dienste ineinander, wenn etwas passiert“, erklärt Bürgermeister Inigo de la Serna. „Wenn beispielsweise irgendwo ein Schlagloch auf der Straße auftaucht, wird dort die Beleuchtung intensiviert, die Bürger werden gewarnt und der Verkehr umgeleitet.“
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