Sonntag, 26. April 2026

Limburg a. d. LahnSoftware unterstützt Baumpflege

[30.05.2014] In Limburg an der Lahn werden sämtliche Bäume der Stadt in einem Baumkataster erfasst. Die dort hinterlegten Daten erleichtern künftig nicht nur die Kontrolle und Pflege, sondern tragen auch zur Sicherheit der Bürger und des Straßenverkehrs bei.
In Limburg an der Lahn werden alle städtischen Bäume in einem elektronischen Kataster erfasst.

In Limburg an der Lahn werden alle städtischen Bäume in einem elektronischen Kataster erfasst.

v.l.: Baumkontrolleur Herbert Menges; Michael Stanke, Erster Stadtrat von Limburg a.d. Lahn; Klaus Kunz, Leiter des Städtischen Betriebshofs; Matthias Beul, Leiter der Stadtgärtnerei

(Bildquelle: Limburg an der Lahn)

Seit Anfang 2014 erfasst die Stadtgärtnerei in Limburg an der Lahn sämtliche Bäume, die sich auf städtischen Grundstücken befinden. Vom lagegenauen Standort über das Pflanzjahr bis hin zur ökologischen Bedeutung werden umfassende Daten in einem neuen Baumkataster erfasst. Auch ein Foto wird dort hinterlegt. „Sinn des Ganzen ist es, die Bäume zu schützen und frühzeitig Krankheiten oder Schäden zu erkennen“, erklärt der Erste Stadtrat Michael Stanke. „Außerdem können wir nun die oft strittigen Fälle, wann ein Baum zuletzt zurückgeschnitten wurde und ob eine Fällung eines Baumes tatsächlich gerechtfertigt ist, auf Grundlage der Datenlage objektiv bewerten.“ Wie die hessische Kommune meldet, werden die erfassten Bäume mit einer Plakette ausgezeichnet. Mithilfe einer neuen Software wird außerdem jedem Baum eine eigene Akte und Nummer zugeteilt. So kann bei Rückfragen jederzeit schnell Auskunft über den Grund einer Fällung oder anderer baumpflegerischer Maßnahmen gegeben werden. Laut der Meldung sind mittlerweile mehr als 850 Bäume erfasst und untersucht. Im Fokus der Kontrolle stehen die Bäume, die an viel befahrenen Straßen, an Spielplätzen oder bei Kindergärten stehen und damit ein mögliches Sicherheitsrisiko darstellen können. Bei der Kontrolle wird der Zustand jedes Baumes dokumentiert: Welche Maße hat der Baum, ist er gesund und muss er eventuell zurückgeschnitten werden, um den Gehweg oder die Straße frei zu machen? Handelt es sich um ein Naturdenkmal? Und welcher Gattung ist er zuzuordnen? Diese und weitere Daten werden erhoben. Je nach Alter und Zustand wird der Baum in einem Zeitfenster von ein bis drei Jahren erneut kontrolliert. „Der große Vorteil des neuen elektronischen Katasters ist, dass bei Nachfragen zu einem Baum nur noch die jeweilige Nummer weitergegeben werden muss und dann die ganze Geschichte sofort auf dem Computer abrufbar ist“, sagt Matthias Beul, Leiter der Stadtgärtnerei. Kommt es künftig etwa zu einem Unfall mit dem Baum, könne sofort ermittelt werden, wann er zuletzt kontrolliert worden ist. „Außerdem wissen wir noch gar nicht, wie viele Bäume wir eigentlich haben. Das wird sich jetzt ändern.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Bayerische Fahne vor blauem Himmel

Bayern: So bewerten Bürger ihre Verwaltung

[16.04.2026] Eine repräsentative Studie der Bayerischen Verwaltungsschule offenbart Chancen und Herausforderungen für Verwaltungen im Freistaat. Demnach bewerten die Bürgerinnen und Bürger digitale Verwaltungsangebote zwar grundsätzlich positiv, wünschen sich aber unter anderem, dass Kommunen transparenter mit ihnen kommunizieren. mehr...

Ein Mädchen in einer braunen Jacke sitzt auf einer Bank und schaut oder liest etwas auf einem Smartphone.

Hessen: Innovative Lösungen für krisenfeste Strukturen

[16.04.2026] In Darmstadt zeigt das LOEWE-Zentrum emergenCITY, wie Forschung zu digitaler Resilienz in Städten schneller in die Praxis gelangt. Entwickelt werden Lösungen, die digitale Systeme auch in Krisensituationen funktionsfähig halten und die Notfallkommunikation sichern. mehr...

Plakat zum zweiten Osnabrücker GovTech Hackathon

Osnabrück: Zweiter GovTech Hackathon am Start

[07.04.2026] 
Im Rahmen eines zweiten GovTech Hackathons sucht die Stadt Osnabrück wieder digitale Innovationen für die öffentliche Verwaltung. mehr...

Eine junge Frau macht per Smartphone ein Foto vom Potsdamer Rathaus.
bericht

Serie Digitalstädte: Stadt mit Gründergeist

[23.03.2026] Am Anfang war Nixdorf. Heute ist die Stadt Paderborn ein Hotspot der ostwestfälischen IT-Wirtschaft mit starkem Mittelstand, ausgezeichneter Universität und ambitionierter Verwaltung. Ein Besuch. mehr...

Ein Mann und eine Frau recken ihre Handys der Kamera entgegen.

Erfurt: Hilfe per Knopfdruck

[17.03.2026] Für viele Menschen gehören Stadtfeste und Märkte zum urbanen Lebensgefühl. Um diese sicherer zu machen, hat die Stadt Erfurt nun mit dem Anbieter der Sicherheits-App SafeNow einen Rahmenvertrag unterzeichnet. mehr...

Dreieckiges Baustellenschild mit schaufelndem Männchen aus der Untersicht aufgenommen.

Nordrhein-Westfalen: Kommunen melden ihre Baustellen digital

[13.03.2026] Werden Baustellen an der öffentlichen Infrastruktur überregional erfasst, können Terminkollisionen und Potenziale zur Bündelung leichter erkannt werden. In Nordrhein-Westfalen sollen Kommunen nun gesetzlich zur Meldung in einem zentralen digitalen Portal verpflichtet werden. mehr...

Transparente, kubische Trophäen stehen aufgereiht auf einem grauen Podest.

OSBA: Innovative Open-Source-Lösungen gesucht

[06.03.2026] Zum zweiten Mal findet der bundesweite Wettbewerb für erfolgreiche Open-Source-Lösungen aus der öffentlichen Verwaltung statt. Behörden und öffentliche Stellen aller föderalen Ebenen können sich bis Ende Juni bewerben, die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Smart Country Convention. mehr...

Bremen: Verwaltung punktet mit Online-Services.

Bremen: Schub für die Verwaltungsdigitalisierung

[03.03.2026] Performa Nord, ein Verwaltungsdienstleister der Freien Hansestadt Bremen, erhält aus dem Investitionssofortprogramm des Landes rund vier Millionen Euro. 2026 und 2027 sollen Terminmanagement, Heil- und Dienstunfallfürsorge sowie die IT-Ausstattung der Einrichtung digitalisiert und modernisiert werden. mehr...

Holzklötze mit Icons: Buch, Hirn, Schachfigur

Praxisleitfaden: Wissen bewahren und nutzen

[19.02.2026] Speziell an die Führungsebene in der öffentlichen Verwaltung richtet sich eine Orientierungshilfe der Innovationsstiftung Bayerische Kommune. Der Leitfaden liefert praxisnahe Impulse, wie erfolgreiches Wissensmanagement in kleinen Schritten aufgebaut werden kann. mehr...

Rotweißer Leuchtturm hinter Sünden auf der Insel Amrum

Föhr-Amrum: Digitale Lösungen für die Zukunft der Inseln

[18.02.2026] Im Rahmen der Föhr-Amrumer Zukunftsimpulse hat das Amt Föhr-Amrum den Island Future Award initiiert. Ausgezeichnet werden Projekte, die Inseln und Küstenregionen durch praxistaugliche Digitalisierung konkret stärken. mehr...

Mehrere Personen halten bunte Zahnräder aneinander.

NExT-Netzwerk: Arbeit neu strukturiert

[17.02.2026] Mit einer neuen strategischen Struktur richtet der Verein NExT seine Arbeit zur Verwaltungstransformation neu aus: Künftig sollen Austausch, Analyse und politische Einordnung enger verzahnt werden. Ein Relaunch der Website macht diesen Anspruch auch nach außen sichtbar. mehr...

Detailaufnahme Bauplan mit Bleistift

Schleswig-Holstein: Unterstützung für kommunale Bauleitplanung

[05.02.2026] Schleswig-Holstein will Bauleitpläne künftig mit dem Standard XPlanung und einer zentralen Bereitstellungsplattform landeseinheitlich digital verfügbar machen. Das Land unterstützt Kommunen bei der Umwandlung bestehender Pläne. mehr...

Zeichnung von Händen, die je ein Puzzleteil in der Hand halten, die zusammengefügt werden. Daneben steht ÖFIT-Wegbereiter geschrieben.

ÖFIT-Wegbereiter-Reihe: Kompetenzaufbau in der Verwaltungspraxis

[30.01.2026] Als niedrigschwellige, anwendungsorientierte Lern- und Arbeitsinstrumente sollen die ÖFIT-Wegbereiter die interdisziplinäre Bearbeitung von Digitalisierungsprojekten in der öffentlichen Verwaltung unterstützen. Die Reihe umfasst derzeit vier Ausgaben unter anderem zu den Themen Low Code, generative Künstliche Intelligenz und Digitale Souveränität. mehr...

Junger Mann mit Kopfhörern in einer Büroumgebung, die untere Hälfte seines Gesichts von einem Monitor verdeckt.

Vitako: Die Verwaltung der Zukunft im Podcast

[16.01.2026] Orientierung schaffen, Debatten anstoßen und zeigen, wie öffentliche IT den digitalen Staat mitgestaltet – das will der neue Podcast von Vitako, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister. mehr...

KDO: IT-Wissen praxisnah vermittelt

[14.01.2026] Die KDO-Akademie vermittelt IT-Kompetenz: Im vergangenen Jahr wurden mehr als 200 Schulungen durchgeführt. Nun entwickelt sich das Angebot weiter. In verschiedenen Formaten wird neben Know-how zu konkreten IT-Lösungen auch Wissen zu übergreifenden Themen vermittelt. mehr...