Samstag, 17. Oktober 2026

Kreis RosenheimSolarkataster online

[29.06.2018] Mit einem neuen Online-Solarkataster können sich die Bürger im Kreis Rosenheim darüber informieren, ob und in welchem Umfang die Nutzung von Solarenergie auf dem eigenen Dach möglich ist.
Das Rosenheimer Landratsamt hat bereits eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Mit einem Solarkataster können die Bürger nun ihr eigenes Dach bewerten lassen.

Das Rosenheimer Landratsamt hat bereits eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Mit einem Solarkataster können die Bürger nun ihr eigenes Dach bewerten lassen.

v.l.: Professor Dr.-Ing. Dominikus Bücker, Hochschule Rosenheim; Richard Weißenbacher, Wirtschaftsförderung Kreis Rosenheim; Martin Korndörfer, Klimaschutz-Manager der Stadt Kolbermoor; Katharina Voggenauer und Peter Heßner, Wirtschaftsförderung des Landk

(Bildquelle: Landkreis Rosenheim)

Das Rosenheimer Landratsamt hat das Solarkataster für die Stadt und den Landkreis Rosenheim vorgestellt. Mit wenigen Klicks können die Nutzer über die Online-Plattform sehen, ob sich eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage auf dem eigenen Dach lohnt, was sie kostet und wie wirtschaftlich sie arbeitet. Derzeit seien die Gebäude von 17 Landkreiskommunen sowie der Stadt Rosenheim im Solarkataster vertreten, informiert der bayerische Landkreis. „Die Grundlagen dafür stammen aus den Geodaten des Bayerischen Landesamts für Vermessung und zeigen genau, ob ein Baum oder ein nebenstehendes Gebäude einen Schatten auf das betreffende Dach wirft“, erklärt Martin Korndörfer, Klimaschutz-Manager der Stadt Kolbermoor. Aufgrund dieser Daten ermittelt das System die beste Position für Photovoltaik- und Solarthermiepaneele, errechnet den Wirkungsgrad und die Einsparung für den eigenen Geldbeutel. Das System berechnet auch die Kosten für die Anlage und ein Modell zur Abzahlung.
„Zwar ist die staatliche Förderung seit den 2000er Jahren deutlich geringer geworden, dennoch ist Solarenergie immer noch eine gute Anlage“, sagt Richard Weißenbacher von der Wirtschaftsförderung des Landkreises. „Zum einen sind die Anschaffungskosten deutlich gesunken. Zum anderen gibt es durch die Neuentwicklungen bei den Stromspeichern und die Elektromobilität deutlich mehr Möglichkeiten, die eigene Energie zu verbrauchen.“ Professor Dominikus Bücker von der Hochschule in Rosenheim findet, dass man bei der Energiewende auf Eigeninitiative setzen sollte: „Das Solarkataster ist etwas Konkretes, das wir dem Bürger mit an die Hand geben können. Es ist eine neutrale Erstinformation, ohne gleich ins Verkaufsgespräch zu gehen.“
Das Solarkataster ist ein gemeinsames Projekt von Stadt und Kreis Rosenheim, den 17 beteiligten Landkreiskommunen, der Wirtschaftsförderung des Landkreises, der Initiative Energiezukunft Rosenheim – ezro, sowie der Hochschule Rosenheim.





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