Montag, 20. April 2026

KielStart der elektronischen Wohnsitzanmeldung

[30.01.2024] In Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt Kiel ist es nun möglich, die nach einem Umzug erforderliche Wohnsitzanmeldung elektronisch durchzuführen. Weitere Bürgerämter sollen beim Roll-out der von Hamburg entwickelten Verwaltungsleistung folgen.

Nach einem Umzug haben Bürgerinnen und Bürger zwei Wochen Zeit, um ihren neuen Wohnsitz anzumelden – ein Behördengang, der oftmals in eine Phase fällt, in der ohnehin viel zu erledigen ist. Im Oktober 2023 begann der bundesweite Roll-out der von Hamburg im Rahmen der OZG-Umsetzung entwickelten elektronischen Wohnsitzanmeldung (eWA). Nach Lübeck (wir berichteten) hat nun auch die schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel die elektronische Wohnsitzanmeldung live geschaltet – „ein weiterer wichtiger Schritt in der Online-Offensive des Landes“, wie es aus dem Innenministerium heißt. Nun ist es möglich, bei eingeschalteter eID-Funktion zum Beispiel des Personalausweises, die Anmeldung ohne persönlichen Kontakt im Bürgerbüro durchzuführen. Nach der elektronischen Anmeldung wird sogar der Chip im Ausweisdokument online aktualisiert, ohne dass dazu die Pass- und Personalausweisbehörde aufgesucht werden muss. Zudem wird nach erfolgreicher Anmeldung eine elektronische Meldebestätigung ausgestellt. Bis Mai wird die Online-Anmeldung für volljährige ledige Personen durchgeführt. Danach soll der gesamte Personenkreis das Angebot nutzen können. „Alles erfolgt online“, betont Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack: „Damit haben nach der Hansestadt Lübeck nun auch die Kielerinnen und Kieler die Möglichkeit, sehr viel schneller und einfacher ihre Wohnsitzanmeldung und -ummeldung durchzuführen.“

Weitere Bürgerbüros sollen folgen

Die Nachnutzung des eWA-Diensts der Stadt Hamburg (wir berichteten) wurde eng begleitet vom Innenministerium Schleswig-Holstein, vom IT-Verbund Schleswig-Holstein und von Dataport. Im Rahmen der bereits im vergangenen Jahr etablierten Projektstruktur zur Koordination der flächendeckenden Nachnutzung in Schleswig-Holstein ist die Umsetzung von eWA in allen Bürgerbüros bis zum Sommer 2024 in vollem Gang, so das Innenministerium. „Der Start der elektronischen Wohnsitzanmeldung in Kiel ist ein weiteres konkretes Beispiel, wie wir die digitale Transformation in Schleswig-Holstein in allen Lebensbereichen vorantreiben und wie jeder einzelne davon profitieren kann. Eine Verwaltung, die vollständig digitale Prozesse vom Antrag bis zum Bescheid anbietet, bedeutet, dass Dienstleistungen komfortabel und unkompliziert genutzt werden – egal ob Bürgerin und Bürger oder Unternehmen, in der Stadt oder auf dem Land“, sagt Digitalisierungsminister Dirk Schrödter. Mit Flensburg, Halstenbek, Neumünster, der Stadt Schenefeld sowie dem Amt Geltinger Bucht stehen die nächsten Bürgerbüros kurz vor dem Echtbetrieb. Die anderen Bürgerbüros seien mit großem Engagement dabei, um auch hier die Einsatzreife schnell voranzubringen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren
Straßenfest mit Essensbuden

EDV Ermtraud: Gaststätte online anmelden

[15.04.2026] Das Land Baden-Württemberg hat den Anzeigeweg im Gaststättengewerbe vereinfacht. Das Unternehmen EDV Ermtraud hat jetzt einen Online-Dienst vorgestellt, über den Bürgerinnen und Bürger ihre Anzeige künftig digital einreichen können. mehr...

Mainz: Umstellung auf den digitalen Bauantrag

[14.04.2026] Die Stadt Mainz treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltungsleistungen voran: Künftig wird auch das zentrale Fachverfahren Bauantrag digital unterstützt. Die Umstellung auf das neue Verfahren erfolgt schrittweise. 
 mehr...

Hund Vicky

nextgov iT: Digitale Hundeverwaltung

[09.04.2026] Gemeinsam mit kommunalen Fachämtern hat der Anbieter nextgov iT einen Dienst für die digitale Hundeverwaltung entwickelt. Der medienbruchfreie Prozess soll den Bürgerservice erhöhen und die Kommunen entlasten. mehr...

Park im Frühling, Bäume, ein Weg und Bänke

RIWA: Lösungen für die digitale Baumpflege

[08.04.2026] Mit seinem Produktportfolio für ein modernes, digitales Baum- und Grünflächenmanagement gibt GIS-Anbieter RIWA Kommunen ein praxisnahes Werkzeug an die Hand, um ihr Baummanagement effizient zu gestalten. mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur.

Erkrath: KRZN migriert VOIS-Plattform

[02.04.2026] Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) hat erstmals eine bereits produktiv genutzte VOIS-Plattform in sein Betriebsumfeld migriert. Es handelt sich um die VOIS-Fachverfahren der Stadt Erkrath für das Einwohnerwesen, das Gewerbewesen sowie die Gebührenkasse. mehr...

Eine lächelnde Frau hält ein Tablet in der Hand, im Hintergrund ist ein Großraumbüro zu sehen.

AKDB: Digitale Einbürgerung wird flexibler

[31.03.2026] Die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern hat den Online-Dienst Digitale Einbürgerung um eine Zwischenspeicherungsfunkion erweitert. Laufende Anträge können nun für bis zu 30 Tage gesichert und zu einem späteren Zeitpunkt beispielsweise über ein anderes Endgerät weiterbearbeitet werden. mehr...

Frau mit laptop auf dem Sofa - Start Kita-Portal cloppenbrügge

Coppenbrügge: Kitaportal gestartet

[26.03.2026] Über ein digitales Kitaportal verfügt jetzt der Flecken Coppenbrügge. Die Kommune im Kreis Hameln-Pyrmont setzt dabei auf Software vom E-Government-Spezialisten NOLIS. mehr...

Mehrere Personen stehen um einen Tisch mit einem Startknopf versammelt.

Kreis Kassel: Medienbruchfrei zur Baugenehmigung

[17.03.2026] Seit März nimmt der Kreis Kassel Bauanträge nur noch online entgegen. Somit läuft das gesamte Baugenehmigungsverfahren vollständig digital ab, was die Abläufe für alle Beteiligten vereinfachen und beschleunigen soll. mehr...

Advertorial: Digitale Transformation braucht Struktur – und konkrete Lösungen

[05.03.2026] Auf dem GovTech-Gipfel Berlin 2026 wurde deutlich: Digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung braucht mehr als Strategiepapiere – sie braucht sofort umsetzbare Lösungen. In der Masterclass von Christopher Bock zeigte sich, wie skalierbare Fachverfahren wie raum]für[raum bereits heute Effizienz, Transparenz und Struktur in hybride Arbeitsmodelle bringen. Der klare Tenor des Gipfels: Jetzt handeln – nicht später. mehr...

Stadt Wolfsburg will sich zukunftsorientiert aufstellen.

Wolfsburg: SAP für Finanz- und Personalprozesse

[05.03.2026] In Wolfsburg wird die bisherige Software zur Steuerung von Finanz- und Personalprozessen durch ein neues ERP-System (Enterprise Resource Planning) abgelöst. Zum Einsatz kommen die Lösungen SAP S/4HANA für das Finanzwesen sowie das Personalmanagement- und Abrechnungssystem SAP SuccessFactors. mehr...

Richter hält Hammer in der Hand im Gerichtssaal

München: Open Source für die Schöffenwahl

[04.03.2026] Einen weiteren Schritt hin zu einer modernen Justizverwaltung macht die Stadt München. Die Einführung der Open-Source-Anwendung Ehrenamtjustiz soll für effizientere Abläufe bei der Auswahl von Schöffen und ehrenamtlichen Richtern sorgen. mehr...

Advertorial: Low Code vereinfacht interkommunale Zusammenarbeit

[19.02.2026] Digitale Fachverfahren müssen heute schneller, flexibler und wirtschaftlicher entstehen – doch klassische Entwicklungsprozesse bremsen viele Verwaltungen aus. Die Low-Code-Anwendung OutSystems verschafft Abhilfe. mehr...

Bayerns Bauminister Christian Bernreiter am Rednerpult, im Vordergrund Publikum.

Bayern: Digitale Bauleitplanung flächendeckend

[17.02.2026] Die digitale Bauleitplanungs- und Beteiligungsplattform DiPlanung ist in Bayern landesweit verfügbar. Informations- und Schulungsangebote erleichtern Kommunen den Einstieg. Ein Förderprogramm unterstützt sie zudem dabei, Planungen im Standard XPlanung umzusetzen. mehr...

Kiel: Digitales Verfahren zur Geburtsanzeige

[12.02.2026] Die in Kiel realisierte elektronische Geburtsanzeige zeigt, was Digitalisierung ermöglicht: Kliniken und Hebammen sparen Zeit und vermeiden doppelte Eingaben, die Eltern bekommen Urkunden automatisch zugeschickt und Mitarbeitende des Standesamts können Anzeigen schneller prüfen und bearbeiten. mehr...

eingerüstetes Gebäude Bauwesen Baugenehmigung

Rostock: Pilot für digitalen Bauantrag

[11.02.2026] Schluss mit Papierakten und Postwegen: Rostock startet als Pilotkommune den Digitalen Bauantrag in Mecklenburg-Vorpommern – ein organisatorisch und technisch anspruchsvolles Großprojekt. mehr...