BerlinStart-ups und Verwaltung zusammenbringen

Berlin will die Zusammenarbeit von Verwaltung und Start-ups intensivieren.
(Bildquelle: jakobradlgruber/123rf.com)
Die Bundeshauptstadt will das Potenzial der dort angesiedelten (GovTech-)Start-ups noch stärker für die eigene Verwaltung nutzen – vor allem für die Digitalisierung von Arbeitsprozessen und beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Ein neuer Report zeigt nun, welche Best Practices es bereits gibt und welche Barrieren für einen besseren Zugang von Innovationen in die Verwaltung noch abgebaut werden müssen. Erarbeitet wurde der Report mit dem etwas sperrigen Titel „Berlin als Standort der Ermöglichung für GovTech- und CivicTech-Startups“ für die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, verantwortlich zeichnet die Beratungsagentur Possible Digital.
Vergabe muss flexibler werden
Der Report gibt unter anderem konkrete Handlungsempfehlungen, wie die Zusammenarbeit und der Innovationstransfer erleichtert werden kann. Vorgeschlagen werden beispielsweise flexiblere Vergabeverfahren und der Einsatz von Reallaboren, in denen Start-ups an konkreten Bedarfen der Verwaltung arbeiten und Lösungen entwickeln können. Auch die Weiterbildung von Beschäftigten gehört dazu, um bereits bestehende Möglichkeiten der Verwaltung im Rahmen der so genannten innovativen Beschaffung gezielter für die Start-up-Expertise zu nutzen.
Mehr digitale Behördenleistungen für die Wirtschaft
Rund 170 GovTech-Start-ups soll es nach Angaben der der Beratungsagentur KPMG deutschlandweit geben – 55 davon sind in Berlin ansässig, wie der Plattform startup-map.berlin zu entnehmen ist. Mehr als 40 kooperieren bereits mit den Landesbetrieben, um öffentliche Dienstleistungen zu optimieren. Die Berliner Senatswirtschaftsverwaltung will nun verstärkt innovative Lösungen aus der Start-up-Szene nutzen, erklärte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey. Derzeit seien über 80 Leistungen über den Digitalen Wirtschaftsservice (DIWI) verfügbar, bis Jahresende sollen es 300 werden. „Es liegt auf der Hand, dabei auch die Innovationskraft der Berliner Start-ups einzubinden. Wir werden zudem enger mit dem GovTech Campus zusammenarbeiten, um unsere Arbeitsprozesse, etwa durch den Einsatz von KI-Lösungen, effizienter zu gestalten“, so die Senatorin.
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