Mittwoch, 28. Oktober 2026

BrandenburgWaldbrandkarte im GeoPortal Forst

[03.06.2019] Über das GeoPortal Forst ist jetzt die Waldbrandkarte für Brandenburg einsehbar. Sie enthält nicht nur Informationen über die Forststruktur, sondern zeigt beispielsweise auch Löschwasserentnahmestellen oder ganzjährig von Lkw befahrbare Waldwege an.

Die Waldbrandschutzkarte (WBSK) für Brandenburg kann jetzt online eingesehen werden. Wie das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) mitteilt, war sie bislang nur als analoge Karte oder im PDF-Format erhältlich. Nun sei die Neuauflage 2019 in das GeoPortal Forst eingestellt worden, wo sie im Maßstab 1:50.000 zur Verfügung steht.
Die Karte enthält nicht nur Fachdaten der Forstverwaltung, wozu beispielsweise die Grenzen von Oberförstereien und Forstrevieren oder die Einteilung der Waldflächen zählen. Es sind auch Fachdaten erfasst, die unmittelbar dem Brandschutz dienen sollen. So etwa die Kennzeichnung der Löschwasserentnahmestellen. Aus der Signatur soll ersichtlich werden, ob es sich um einen künstlichen Löschwasserteich, einen Brunnen oder ein offenes Gewässer handelt. Ebenso sind Wege signiert, die laut MLUL für die Löschfahrzeuge auch tatsächlich befahrbar sind. Einzelne ausgewiesene Rettungspunkte im Wald sollen im Einsatzfall als Orientierungspunkt und als Anlaufstelle für die Einsatzkräfte dienen.
Bei Bedarf können laut MLUL ausgewählte Bereiche der WBSK als Teilkarten sofort mit allen verfügbaren Informationen im DIN-A4-Format gedruckt werden. Darüber hinaus ist die Karte über einen Web Map Service erreichbar, sodass sie in andere Internet-Portale übernommen werden kann. Einen Vorteil sieht das MLUL außerdem in der Aktualität der Karte. Die Fachdaten können laufend aktualisiert werden und stehen dem Nutzer so zeitnah zur Verfügung.
Noch konnten im GeoPortal Forst nicht alle Informationen integriert werden, berichtet das MLUL weiter. Beispielsweise seien in der Internet-Version noch nicht die Flächen gekennzeichnet, für die ein erhöhter Kampfmittelverdacht besteht. Weitere Informationen können integriert werden, wenn andere Fachministerien die relevanten Daten zur Verfügung stellen. Letztendlich sollen alle Informationen in einem Portal zusammenlaufen und verfügbar sein. Im Jahr 2019 hat es laut Ministerium in den Brandenburger Wäldern bereits 110 Mal gebrannt.





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