MRNKarte erleichtert Schwerstarbeit

Auf der Regionalkonferenz Wirtschaft trifft Verwaltung ist eine Online-Straßenkarte für Autokran-Fahrten in der Metropolregion Rhein-Neckar gestartet.
Wolfgang Draaf (zweiter von links), Vorstand der Bundesfachgruppe für Schwertransporte und Kranarbeiten und Heike Raab, (zweite von rechts), Staatssekretärin im Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz, machen den Weg frei.
(Bildquelle: Metropolregion Rhein-Neckar GmbH)
Auf der Regionalkonferenz Wirtschaft trifft Verwaltung ist eine Online-Straßenkarte für Autokran-Fahrten in der Metropolregion Rhein-Neckar gestartet.
Wolfgang Draaf (zweiter von links), Vorstand der Bundesfachgruppe für Schwertransporte und Kranarbeiten und Heike Raab, (zweite von rechts), Staatssekretärin im Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz, machen den Weg frei.
(Bildquelle: Metropolregion Rhein-Neckar GmbH)
Autokran-Fahrten sind genehmigungspflichtig. Für Betriebe aus der Rhein-Neckar-Region kann das bedeuten, dass je nach Unternehmenssitz und Einsatzort mehrere der 25 Straßenverkehrsbehörden grünes Licht geben müssen. „Insbesondere wenn Landesgrenzen überfahren werden, braucht der Genehmigungsprozess viel Zeit, was kaum zum Termingeschäft der Autokran-Betriebe passt“, sagt Wolfgang Draaf, Vorstand der Bundesfachgruppe für Schwertransporte und Kranarbeiten. Auf Wunsch der Kranunternehmen und Verkehrsbehörden der Region ist deshalb im Rahmen des nationalen E-Government-Modellvorhabens eine spezielle Online-Straßenkarte entwickelt worden. Laut der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) bündelt diese sämtliche Beschränkungen auf den empfohlenen Autokran-Routen im Dreiländereck Baden-Hessen-Pfalz. „Der Mehrwert der digitalen Straßenkarte liegt vor allem in der übersichtlichen und transparenten Darstellung der Hauptrouten für Autokrane“, kommentiert Heike Raab, Staatssekretärin im Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz. Mit einem Ampelsystem zeigt die Online-Karte, welche Strecken von Autokranen mit unterschiedlichen Tonnagen ohne Einschränkungen befahren werden können (grün), wo es Auflagen zu beachten gilt (orange) und welche Abschnitte gesperrt sind (rot). „Die Karte ersetzt zwar nicht den Genehmigungsbescheid, erleichtert den Betrieben aber die Planung und dient den Verkehrsbehörden als Entscheidungshilfe für eine zügigere Antragsbearbeitung“, so Raab. Das Projekt steht laut der Meldung unter der CIO-Partnerschaft des Landes Rheinland-Pfalz. Operativ umgesetzt werde es von der Metropolregion Rhein-Neckar gemeinsam mit den Straßenverkehrsbehörden, dem Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, der Landesstelle für Verkehrstechnik Baden-Württemberg, dem Regierungspräsidium Karlsruhe, Hessen Mobil Straßen- und Verkehrsmanagement, mehreren Kranunternehmen sowie der Genossenschaft für Schwertransporte und Kranarbeiten. Eingebunden seien zudem Tiefbauämter und Polizeidienststellen aus der Rhein-Neckar-Region. Ab sofort testen die beteiligten Partner den Prototyp im Praxisbetrieb. Auf Basis dieser Erkenntnis werde Ende 2015 gemeinsam über die Weiterentwicklung entschieden. Freigeschaltet wurde der Prototyp im Rahmen der 9. Regionalkonferenz Wirtschaft trifft Verwaltung (10. November 2014, Mannheim). 170 Fachleute aus Unternehmen, Behörden und Hochschulen haben sich bei der jährlich stattfindenden Veranstaltung mit der Zukunft digitaler Verwaltungsdienstleistungen auseinandergesetzt.
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