Donnerstag, 23. April 2026

Nordrhein-WestfalenPlattform zur Flüchtlingsunterbringung

[18.12.2015] In Nordrhein-Westfalen ist eine Online-Plattform gestartet, die Kommunen bei der Flüchtlingsunterbringung unterstützt. Über die so genannte Wohnraumkarte sollen Wohnungen an die Kommunen vermittelt werden.
In Nordrhein-Westfalen soll eine Online-Plattform Kommunen bei der Flüchtlingsunterbringung unterstützt.

In Nordrhein-Westfalen soll eine Online-Plattform Kommunen bei der Flüchtlingsunterbringung unterstützt.

(Bildquelle: www.wohnraumkarte.com/refugees)

Eine Online-Plattform zur Unterbringung von Flüchtlingen ist jetzt in Nordrhein-Westfalen gestartet. Wie das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr mitteilt, soll die so genannte Wohnraumkarte dabei unterstützen, Wohnungen an die Kommunen zu vermitteln. Auch soll sie den Kontakt zwischen Städten und Vermietern beschleunigen. „Wir haben in vielen Städten gute, qualitativ angemessene Wohnungen, die leer stehen und für die Unterbringungen von Flüchtlingen geeignet sind“, erklärt der nordrhein-westfälische Bauminister Michael Groschek. „Integration gelingt, wenn aus Fremden Nachbarn werden. Wir möchten, dass Asylsuchende nach Verlassen der Erstaufnahmeeinrichtungen möglichst schnell in den Wohn- und Stadtquartieren eine Heimat finden.“ VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter ergänzt: „Vermieter können in die neue Datenbank alle Wohnungen einstellen, die für die Nutzung durch Flüchtlinge in Frage kommen. Städte und Gemeinden können auf diese Informationen zugreifen, die Wohnungen anmieten und Asylbewerber darin unterbringen.“ Mindeststandards sollen dafür sorgen, dass nicht mehr zeitgemäße oder überteuerte Angebote in der Datenbank keinen Platz finden. Für die Städte soll die Plattform den Verwaltungsaufwand senken. Thomas Böhm, Wohnungsamtsleiter aus Dortmund, war an der Erprobung der Wohnraumkarte beteiligt. Er sagt: „Das Online-Angebot bietet Übersichtlichkeit und eine schnelle Vergleichbarkeit von Angeboten. Die Wohnraumkarte erlaubt es uns damit, sehr viel unkomplizierter als bisher Wohnungen für Flüchtlinge zu finden.“ Die Wohnraumkarte steht unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr und des Verbands der Wohnungswirtschaft im Westen.





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