Montag, 2. März 2026

Hochschule HarzLernplattform für Kommunen

[03.02.2016] Ein internationales Hochschulprojekt soll Kommunen dabei helfen, besser zu wirtschaften. Mit vier europäischen Bildungseinrichtungen untersucht die Hochschule Harz erfolgreiche Gemeinden und entwickelt eine Lern-Plattform mit Praxisbeispielen.
In einem internationalen Hochschulprojekt untersuchen Verwaltungswissenschaftler erfolgreiche Gemeinden und entwickeln eine Lern-Plattform für Kommunen.

In einem internationalen Hochschulprojekt untersuchen Verwaltungswissenschaftler erfolgreiche Gemeinden und entwickeln eine Lern-Plattform für Kommunen.

(Bildquelle: Hochschule Harz)

Gemeinsam mit vier weiteren europäischen Bildungseinrichtungen arbeitet die Hochschule Harz an einer Online-Plattform, die die Entwicklungschancen kleiner und mittlerer Kommunen verbessern soll. Wie die Hochschule meldet, soll unter dem Titel Kompetenzaufbau für eine wirkungsorientierte Steuerung (KoWiSt) eine Open-Educational-Resources-Plattform (OER) geschaffen werden. Sie ermögliche einen länderübergreifenden Austausch und das Lernen anhand erfolgreicher Praxisbeispiele. Ziel sei es, die Management-Kompetenzen kommunaler Verwalter und Politiker zu stärken. Gleichzeitig entstehe Material für die Aus- und Weiterbildung von Verwaltungswissenschaftlern. „Wir möchten die Erfahrungen jener Gemeinden aufbereiten, die Verfahren für eine strategische und wirkungsorientierte Steuerung nutzen“, erklärt Professor Jens Weiß, Hochschullehrer für Verwaltungswissenschaften, der das dreijährige Projekt an der Hochschule Harz leitet. Unter anderem soll zum Beispiel Lemgo befragt werden. Das dortige Steuerungssystem erlaubt laut Hochschulangaben konkrete Rückschlüsse zur Wirkung einzelner politischer Maßnahmen. Ein gutes Beispiel sei die Bildungspolitik. „Wenn das Ziel heißt, wir wollen Bildung verbessern, ist die Reduzierung der Schulabbrecher eine konkrete Wirkung“, sagt Professor Weiß. „Erfolgreiche Kommunen denken sozusagen vom Ende her und lassen Zielen konkrete Maßnahmen folgen. Wir fragen: Was machen sie, wie machen sie es und welche Wirkung wird damit erzielt. All dies werden wir durch die Plattform online abbilden, nachvollziehbar machen und über Ländergrenzen hinweg vergleichen – damit wir voneinander lernen.“ Innerhalb der kommenden Monate wollen die Projektpartner die insgesamt 15 Modellkommunen interviewen. Im Jahr 2017 ist eine Tagung geplant, um die Plattform vorzustellen. Gleichzeitig werde ein E-Learning-Konzept entwickelt und im akademischen Alltag eingesetzt. Partner innerhalb des Projekts KoWiSt sind außer der Hochschule Harz die slowakische P. J. Safarik University in Kosice, die Fachhochschule Kärnten, die Berner Fachhochschule und die EURAC in Bozen. Gefördert wird das Vorhaben durch das EU-Programm ERASMUS+.





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