FUPOLBürgerbeteiligung 4.0

Die IT-Lösung FUPOL unterstützt weltweit Städte beim politischen Gestaltungsprozess mit Bürgerbeteiligung.
(Bildquelle: PEAK Agentur für Kommunikation)
Nach vier Jahren Laufzeit ist das EU-Forschungsprojekt Future Policy Modeling (FUPOL) erfolgreich abgeschlossen und von der EU-Kommission abgenommen worden. Das meldet jetzt das Unternehmen cellent. Unter der Beteiligung von 17 internationalen Konsortialpartnern wurde in dem neun Millionen Euro schweren Vorhaben die IT-Lösung FUPOL entwickelt. Die Anwendung unterstütze den gesamten politischen Gestaltungsprozess: Von der automatischen Themenerkennung aus Social Media, Printmedien, Radio/TV und dem Dialog mit dem Bürger über die Analyse der gesammelten Daten bis hin zur Simulation der Auswirkungen politischer Entscheidungen. Als Konsortialführer hat cellent laut eigenen Angaben die Kernkomponente der Lösung federführend entwickelt. Außerdem ist FUPOL jetzt auch auf der SAP HANA Cloud Platform (HCP) verfügbar. Damit könne FUPOL noch besser in die bestehenden Geschäftsprozesse integriert und um zusätzliche Features erweitert werden. Die In-Memory Datenbank HANA ermögliche Business Intelligence in Echtzeit und laufe sowohl mit als auch ohne Verwendung klassischer SAP-Lösungen. Die Erkenntnisse aus FUPOL werden weiter genutzt. „Soeben haben wir den Zuschlag für ein neues Innovationsprojekt der Europäischen Kommission erhalten“, sagt Josef Janisch, Vorstand von cellent Österreich. „Als Konsortialpartner werden wir unsere Forschungsergebnisse aus FUPOL einbringen, mit dem Ziel, Entscheidungen im Katastrophenfall – zum Beispiel bei Überschwemmungen – in besserer Qualität als bisher treffen zu können.“ Dazu werde FUPOL als Big-Data-Plattform sämtliche vorhandenen Informationen sammeln, aufbereiten und dem nationalen Katastrophen-Management zur Verfügung stellen. „Das Gesamtsystem wird unter anderem auf Sensoren und Drohnen zur Situationsklärung zurückgreifen, das heißt, wir erweitern FUPOL um Zukunftsthemen wie Internet of Things.“ Bereits jetzt wird FUPOL laut cellent weltweit eingesetzt: Die Stadtregierung in Skopje nutzt die Lösung, um die Ideen der Bürger zur Verbesserung des Radwegenetzes einfließen zu lassen und den Anteil der Radfahrer zu erhöhen. In der ostchinesischen Hafenstadt Yantai werde mit FUPOL das Verkehrschaos durch Parkraumbewirtschaftung bekämpft. Pegeia auf Zypern setze auf die Anwendung, um den Tourismus nachhaltiger zu gestalten. Und im Rahmen der Kooperation mit UN-Habitat können Slumbewohner in Mtwapa nahe der kenianischen Großstadt Mombasa mit dem Smartphone Missstände in der Infrastruktur melden.
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