Donnerstag, 9. April 2026

BayernNeue Software für Katastrophenschutz

[05.04.2016] Bayerns Katastrophenschutzbehörden können dank einer neuen Software und neuen Laptops Einsätze künftig besser koordinieren und organisieren. Der Zugriff ist dabei auch ohne Internet-Verbindung gesichert.
Neue IT unterstützt Bayerns Katastrophenschutzbehörden bei der Koordination und Organisation ihrer Einsätze.

Neue IT unterstützt Bayerns Katastrophenschutzbehörden bei der Koordination und Organisation ihrer Einsätze.

(Bildquelle: lichtkunst.73 / pixelio.de)

In Bayern kommt jetzt eine neue Software für den Katastrophenschutz zum Einsatz. Laut dem Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat sowie dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, werden alle Katastrophenschutzbehörden mit GeoKAT und neuen Laptops ausgestattet. Entwickelt wurde die Software als Gemeinschaftsprojekt der beiden Ministerien. „Unsere Einsatzkräfte müssen für den Katastrophenfall und Großschadensereignisse optimal ausgestattet und funktionsfähig sein“, erklärt Finanz- und Heimatminister Markus Söder. „Das gewährleistet die neue Datenbank, auf die alle Katastrophenschutzbehörden kostenlos unmittelbar vor Ort und jederzeit online Zugriff haben, um das benötigte Einsatzpotenzial abrufen zu können.“ GeoKAT ist laut Ministeriumsangaben ein zentrales Werkzeug zur Koordination und Organisation von Einsätzen in Katastrophenfällen. Beispielsweise lassen sich damit in kurzer Zeit Informationen darüber abrufen, ob im gefährdeten Gebiet Schulen, Kindergärten oder Altenheime evakuiert werden müssen, welche Altersstruktur die betroffenen Einwohner haben oder wo es Turnhallen, Feldbetten oder Sandsäcke gibt. Alle wichtigen Informationen sollen auf ständig aktuellen Karten der bayerischen Vermessungsverwaltung übersichtlich angezeigt werden. GeoKAT greife im Regelfall über das Internet auf die zentral gehaltenen Karten- und Datenbestände zu. Um für den Katastrophenfall flexibel zu sein, werden die Daten zusätzlich auf die vor Ort vorhandenen Laptops gespeichert. Ein spezieller Mechanismus sorge dafür, dass die Daten auf den Laptops ständig aktuell sind, wodurch der Zugriff im Katastrophenfall auch ohne Internet-Verbindung gesichert sei. Der Freistaat trägt laut der Meldung die Kosten für das Projekt in Höhe von derzeit rund 760.000 Euro. Die Katastrophenschutzbehörden können die Software und die Laptops kostenfrei nutzen.





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