Dienstag, 8. September 2026

DATEVSmartes E-Rechnungs-Portal

[28.05.2018] Mit SmartTransfer bietet DATEV eine Plattform für den Austausch von E-Rechnungen an. Der Vorteil: Anwender müssen sich für den Austausch mit ihren Geschäftspartnern nicht auf ein gemeinsames Datenformat oder einen einheitlichen Übermittlungskanal einigen.

Unternehmen, die für öffentliche Auftraggeber arbeiten wollen, müssen künftig die XRechnung verwenden. Da deren Standard aber keine Sicherheitskomponente enthält, eignet er sich nicht, um Privatkunden eine Rechnung zuzustellen. Als Ausweg kommt laut IT-Dienstleister DATEV eine Hybridlösung infrage, die beide Anforderungen abdeckt, wie sie mit ZUGFeRD 2.0 angedacht ist. Allerdings gebe es bei den Verwaltungen unterschiedliche Ansichten und einige Behörden benötigen kein Belegbild. Da vor diesem Hintergrund kein einheitliches Format genutzt werden kann, empfehle sich ein Übersetzer, wie ihn DATEV mit dem Portal SmartTransfer bereitstellt. Es eignet sich laut dem IT-Dienstleister als universelle Lösung über elektronische Rechnungen hinaus auch zum Austausch von weiteren Geschäftsdokumenten wie Gutschriften, Bestellungen, Mahnungen oder Gebührenbescheiden. Das Portal übernehme die Funktion eines Dolmetschers und elektronischen Postboten, weshalb Anwender sich mit ihren Geschäftspartnern nicht auf ein gemeinsames Datenformat und einen gemeinsamen Übermittlungskanal verständigen müssen.

Teil des TRAFFIQX-Verbunds

Mit DATEV SmartTransfer können Unternehmen den Postein- und -ausgang ohne Aufwand vereinheitlichen und sich mit Geschäftspartnern vernetzen. Das Portal unterstütze eine Vielzahl an Übertragungskanälen und diversen elektronischen Formaten. Informationen können sowohl in bildhafter Darstellung (etwa als PDF, PDF/A oder TIFF) als auch in Form einer Transaktionsdatei in den vom Empfänger gewünschten Formaten (etwa als EDIFACT, XML oder IDoc) unkompliziert gesendet und empfangen werden.
Nach Angaben von DATEV lässt sich das Portal einfach an alle gängigen ERP-Systeme oder rechnungserstellenden Programme anbinden, sodass der Rechnungsversand direkt aus dem jeweiligen System angestoßen werden kann. Eingehende Dokumente lassen sich zudem prüfen und freigeben. Alle versendeten und empfangenen Dokumente können für die Erstellung der Buchführung direkt an den Steuerberater weitergegeben werden.
DATEV SmartTransfer ist laut Anbieter in den so genannten TRAFFIQX-Verbund eingebunden, dem beispielsweise auch die Bundesdruckerei angehört. Ein Rechnungsempfänger muss sich nur einmal auf einem der Portale der Verbundpartner anmelden und wird damit auch für Versender erreichbar, die Kunden eines anderen Portals sind. Wie DATEV weiter berichtet, ist das TRAFFIQX-Netzwerk auch die erste Adresse für den Pilotbetrieb zur Verwendung der XRechnung, den das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesministerium der Finanzen (BMF) im Juli 2018 starten. Dabei werden elektronische Rechnungsbelege von Lieferanten über das angeschlossene Portal der Bundesdruckerei im Format XRechnung an das eRechnungsportal Bund transferiert (wir berichteten).





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