BerlinDigital, barrierefrei, effizient
In seiner Sitzung am 18. Dezember 2018 hat der Berliner Senat nicht nur einen Gesetzentwurf zur barrierefreien Informations- und Kommunikationstechnik auf den Weg gebracht, sondern auch die Weiterentwicklung und breitere Nutzung des E-Recruiting-Systems rexx sowie den jährlichen Bericht über die Entwicklung der Schulverwaltungssoftware für Berliner Schulen beschlossen. Wie die Senatsverwaltung für Inneres und Sport mitteilt, würde mit dem entworfenen Gesetz zur barrierefreien Informations- und Kommunikationstechnik die EU-Richtlinie 2016/2102 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Oktober 2016 umgesetzt. Die Richtlinie werde durch das neue Barrierefreie Informations- und Kommunikationstechnik-Gesetz Berlin (BIKTG Bln) in das Berliner Landesrecht umgesetzt. Vorgesehen seien in dem Berliner Gesetzentwurf unter anderem einheitliche Regelungen für Internet und Intranet öffentlicher Stellen sowie die Regelung einer Erklärung zur Barrierefreiheit von Web-Seiten und mobilen Anwendungen. Diese Regelung soll einen Feedback-Mechanismus und eine Verlinkung auf das Durchsetzungsverfahren enthalten. Ferner soll eine Überwachungsstelle bei der für die Steuerung der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) der Berliner Verwaltung zuständigen Senatsverwaltung eingerichtet werden. Wie die öffentlichen Stellen über den Stand der Barrierefreiheit im Bereich Informationstechnik an die für die IKT-Steuerung zuständige Senatsverwaltung Bericht erstattet, regle das Gesetz ebenso wie die Berichterstattung an den Bund. Der Gesetzentwurf werde nun dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme zugeleitet.
E-Recruiting ausweiten
Positive Erfahrungen hat Berlin mit dem E-Recruiting-System rexx von Anbieter rexx Systems (wir berichteten) gesammelt, weshalb die Lösung weiterentwickelt und noch breiter in der Berliner Verwaltung genutzt werden soll. „Das E-Recruiting-System rexx hat einen großen Anteil an der verkürzten Verfahrensdauer von Stellenbesetzungen“, berichtet Finanzsenator Matthias Kollatz. „2015 betrug die durchschnittliche Verfahrensdauer landesweit noch etwas mehr als fünf Monate. 2017 lag diese bereits bei knapp vier Monaten. Einige Dienststellen haben es schon innerhalb von etwa drei Monaten geschafft. Die Ausweitung auf alle Berliner Verwaltungen wird diesen Prozess noch beschleunigen. Drei Monate sind unsere Zielgröße. Das ist auch dringend erforderlich. Denn wir müssen das starke Bevölkerungswachstum der Stadt noch schneller in der Verwaltung personell unterfüttern. Hierzu leistet auch unser Karriereportal im Internet einen großen Beitrag. Dessen Präsenz wird mit der Vereinheitlichung der Stellenportale deutlich verstärkt.“ Wie die Senatsverwaltung für Finanzen mitteilt, wird rexx derzeit in sieben Senatsverwaltungen eingesetzt. Die verbleibenden drei Senatsverwaltungen testen das E-Recruiting-System. Zudem nutzen alle Bezirksverwaltungen und zehn nachgeordnete Behörden die Lösung. Das Karriereportal der Berliner Verwaltung enthalte derzeit noch ein Jobportal für Online-Bewerbungen und eine analoge Stellenplattform. Es werde daran gearbeitet, beide Stellenportale zu vereinheitlichen und künftig auf dem Karriereportal zu präsentieren.
Effizientes IT-Management für Schulen
Der vom Berliner Senat beschlossene jährliche Bericht über die Entwicklung der Schulverwaltungssoftware befasst sich mit einem effizienten IT-Management für die Berliner Schulen. „Mit eGovernment@School erhalten die Berliner Schulen, die Schulaufsicht, die Bezirke und die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie ein gemeinsames integriertes IT-Management, mit dem der tägliche Verwaltungsablauf unterstützt wird und zum Beispiel die Neueinschulung und Verteilung von Schülerinnen und Schülern vorgenommen werden kann“, erklärt die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres. „Auch müssen die Schulen bei Einschulung und Schulwechsel die erforderlichen Daten nicht mehr eigenständig erfassen und können rechtssichere Zeugnisse erstellen. 430 Schulstandorte mit 2.300 IT-Verwaltungsarbeitsplätzen befinden sich bereits in dieser zentralen Schulverwaltungsumgebung.“ Wie die Senatskanzlei für Bildung, Jugend und Familie mitteilt, gehört dazu analog zur E-Government-Strategie des Landes Berlin, die IT-Verwaltungsarbeitsplätze zu standardisieren und über ein sicheres Landesnetz der zentralen Schulverwaltungsumgebung (ZSVU) in die Server-Landschaft des ITDZ-Rechenzentrums zu integrieren. Geplant sei, die stationären IT-Verwaltungsarbeitsplätze um mobile Arbeitsplätze für die Leitungsebenen der Berliner Schulen zu ergänzen. Zusätzlich werde für die Schulen eine zentrale webbasierte Schul-Management-Software an die Belange des Berliner Schulwesens – die Berliner Lehrkräfte-Unterrichts-Schuldatenbank (Berliner LUSD) – angepasst und stufenweise eingeführt. Aktuell sind laut der Senatskanzlei 190 Schulen an dieses zentrale System angeschlossen. Die Einbindung in die LUSD soll bis zum 1. Quartal 2020 abgeschlossen sein. Der Bericht über die Entwicklung der Schulverwaltungssoftware wird nun dem Abgeordnetenhaus von Berlin vorgelegt.
Thüringen: Wichtige Online-Dienste für alle Kommunen
[11.06.2026] Thüringen und der Bund wollen fünf Verwaltungsleistungen bis Ende März 2027 landesweit digital verfügbar machen. govdigital und KIV Thüringen sollen die Online-Dienste in den Thüringer Kommunen bis zur vollständigen Betriebsfähigkeit integrieren. mehr...
Niedersachsen: Im Maschinenraum der Verwaltungsdigitalisierung
[28.05.2026] Seit April unterstützt eine Taskforce niedersächsische Kommunen dabei, wichtige Verwaltungsleistungen online anzubinden. Die Beteiligten arbeiten eng zusammen, um technische, organisatorische und finanzielle Hürden für den Einsatz der Online-Dienste aus dem Weg zu räumen – mit Erfolg. mehr...
re:publica26: Vom Ankündigen zum Liefern
[21.05.2026] Auf der Digitalkonferenz re:publica26 zieht Bundesdigitalminister Karsten Wildberger eine Jahresbilanz und spricht sich resolut für mehr digitale Souveränität und Open Source aus. mehr...
Komm.ONE: Landesregierung strebt engere Zusammenarbeit an
[18.05.2026] Die neue Landesregierung in Baden-Württemberg will Landes-IT und kommunale IT künftig enger zusammenführen und ein gemeinsames Rechenzentrum aufbauen. Komm.ONE unterstützt die Pläne und sieht darin eine wichtige Grundlage für die weitere Digitalisierung der Verwaltung. mehr...
Ein Jahr BMDS: Gute Ansätze – zu wenig Verbindlichkeit
[07.05.2026] Ein Jahr nach dem Start des Digitalministeriums ziehen weitere Branchenverbände Bilanz. Die Open Source Business Alliance fordert mehr Verbindlichkeit bei Open Source und digitaler Souveränität, der BREKO verlässliche Rahmenbedingungen für den Glasfaserausbau. mehr...
DStGB: Umsteuern zur rein digitalen Verwaltung
[30.04.2026] Wie digitale Lösungen, Automatisierung und Künstliche Intelligenz zur Modernisierung des Staates beitragen und so für die dringend nötige Entlastung der Kommunen sorgen können, diskutierte der Ausschuss für Digitalisierung des Deutschen Städte- und Gemeindebunds auf seiner Frühjahrstagung. mehr...
Vitako: Impulse für die Digitalisierung
[29.04.2026] Auf der Vitako-Mitgliederversammlung haben Deutschlands kommunale IT-Dienstleister zentrale Weichen für die Verwaltungsdigitalisierung gestellt. Im Fokus standen der Deutschland-Stack, die interföderale Marktentwicklung, das Zukunftsbild der kommunalen IT sowie Fragen der digitalen Souveränität. mehr...
Bitkom: Schulen erhalten Smart-School-Siegel
[24.04.2026] Bundesbildungsministerin Karin Prien hat in Berlin Schulen für herausragende digitale Bildungskonzepte ausgezeichnet. Der Wettbewerb des Branchenverbands Bitkom zeigt, wie sich digitale Innovationen im Unterricht erfolgreich umsetzen lassen und künftig stärker verbreitet werden sollen. mehr...
Mecklenburg-Vorpommern: Schub für die Registermodernisierung
[21.04.2026] Mecklenburg-Vorpommern hat bis zu 150 Millionen Euro für Registermodernisierung und Maßnahmen für mehr IT-Sicherheit freigegeben. Land und Kommunen betonen die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit bei der Verwaltungsdigitalisierung. mehr...
IT-Planungsrat: Kommunen scheuen EfA-Kosten
[17.04.2026] Eine neue Studie des IT-Planungsrats zeigt, warum Online-Dienste von Bürgern zu wenig genutzt und von Kommunen kaum nachgenutzt werden. Sie schlägt eine föderale Antragsplattform mit kommunalen Marken, Ende-zu-Ende-Digitalisierung und einer Cloud-Infrastruktur vor. mehr...
BMDS/Niedersachsen: Fokusleistungen in alle Kommunen
[16.04.2026] Mit einem neuen Ansatz will das BMDS digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen. Kernstück ist die Beauftragung eines Generalunternehmers, der die Ende-zu-Ende-Verantwortung für den Roll-out in den Kommunen übernimmt. Nach Bayern und Hessen hat nun Niedersachsen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. mehr...
Interview: Wir sitzen im gleichen Boot
[02.04.2026] Im Märkischen Kreis haben sich mehrere Kommunen zum Netzwerk Digitalisierung und E-Government zusammengeschlossen. Welchen Mehrwert der interkommunale Austausch bringt, beschreibt Jasmin Grünschläger, Digitalisierungsbeauftragte der Stadt Menden. mehr...
Schleswig-Holstein: Digitalstrategie 2026 vorgestellt
[19.03.2026] Schleswig-Holstein hat seine neue Digitalstrategie beschlossen. Erstmalig waren zentrale Partner aus Kommunen und Zivilgesellschaft systematisch in den Strategieprozess eingebunden, um einen breiten gesellschaftlichen Ansatz zu ermöglichen. mehr...
Baden-Württemberg: Gemeinsam schneller digital
[18.03.2026] In Baden-Württemberg haben Land und Kommunen eine neue – die inzwischen dritte – E-Government-Vereinbarung unterzeichnet. Das Land will den Roll-out von Verwaltungsleistungen in den Kommunen mit weiteren zehn Millionen Euro finanzieren. mehr...
Thüringen: Land unterstützt Kommunen intensiv
[17.03.2026] Ein neuer Prüfbericht des Thüringer Rechnungshofs sieht beträchtliche Defizite bei der OZG-Umsetzung und der Digitalisierung der kommunalen Verwaltung. In einer Stellungnahme erläutert das Digitalministerium, wie das Land Kommunen unterstützt. mehr...




















