Samstag, 5. September 2026

UlmAnwendung zählt Supermarkt-Kunden

[22.05.2020] LoRa-Sensoren erfassen in einem Ulmer Supermarkt, wie viele Menschen sich dort aufhalten. Die neue Anwendung erspart den Mitarbeitern das aufwendige manuelle Zählen zum Einhalten der Corona-Auflagen.
Die Personenzählanlage von citysens zeigt digital an

Die Personenzählanlage von citysens zeigt digital an, wie viele Menschen den Ulmer Fenneberg-Supermarkt betreten und wieder verlassen.

(Bildquelle: Dmitry Kalinovsky/123rf.com)

Im Feneberg-Supermarkt in der Ulmer Frauenstraße hat der Marktleiter nun jederzeit einen Überblick, wie viele Menschen sich im Laden aufhalten. Das ermöglicht eine Personenzählanlage, die vom Ulmer Smart-City-Spezialisten citysens installiert worden ist, einem Gemeinschaftsunternehmen von SWU TeleNet, eXXcellent solutions, systemzwo und cortex Media. Die Anlage soll zuverlässig festhalten, wie viele Menschen den Laden betreten und wieder verlassen. Die Anwendung ist laut citysens auch eine der ersten Lösungen, deren Daten über die neue städtische Smart-City-Plattform (wir berichteten) verarbeitet werden. „Diese Lösung ist ein gutes Beispiel, wie wir in Ulm die Digitalisierung gemeinsam vorantreiben wollen. Gerade in Corona-Zeiten können wir so die lokale Wirtschaft und unsere Bürger bei der Bewältigung der Krise effektiv unterstützen“, sagt Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch.

Vor unbefugtem Zugriff geschützt

Zum Einsatz kommen bei Feneberg LoRa-Sensoren, die ihre Daten über das Ulmer LoRaWAN direkt an die zentrale Datenplattform übermitteln, informiert das Unternehmen. Dort würden sie verarbeitet, und die Ergebnisse seien dann fast in Echtzeit auf dem Bildschirm des Marktleiters zu sehen. „Über die Verarbeitung auf der neuen Smart-City-Plattform ist zudem sichergestellt, dass die Daten sicher und vor unbefugtem Zugriff geschützt sind“, sagt Sabine Meigel, Leiterin der Geschäftsstelle Digitale Agenda der Stadt Ulm.
Wie citysens mitteilt, ist der Ulmer Ansatz im Unterschied zu den Lösungen anderer IT-Anbieter oder Handelsketten technologieunabhängig. Wie bei Feneberg könnten LoRa-Sensoren zum Einsatz kommen, aber auch optische oder laserbasierte Systeme. „Was für einen Supermarkt eine gute Lösung ist, eignet sich nicht unbedingt für den Einsatz auf dem Ulmer Wochenmarkt“, erläutert Gerhard Gruber, Geschäftsführer von eXXcellent solutions und damit einer der citysens-Gesellschafter. „Deswegen haben wir von vornherein auf ein offenes System gesetzt, mit dem sich Daten aus den unterschiedlichsten Quellen verarbeiten lassen. So können wir situationsbedingt die jeweils beste Lösung finden.“





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