Dienstag, 30. Juni 2026

govdigital / krzAufbau einer Blockchain-Infrastruktur

[17.02.2021] Seit Ende 2019 befasst sich die Genossenschaft govdigital mit der Entwicklung sicherer Blockchain-Infrastrukturen für die öffentliche Verwaltung. Nun gibt es mit dem digitalen Impfnachweis einen ersten Anwendungsfall.

Die Blockchain-Technologie verspricht Sicherheit, Transparenz, Unveränderlichkeit, Dezentralität und Anonymität – Eigenschaften, die sie auch für den Einsatz im öffentlichen Sektor interessant machen. Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) ist Gründungsmitglied von govdigital, einer Genossenschaft, deren Mitglieder unter anderem an der Entwicklung einer sicheren, zuverlässigen Blockchain-Infrastruktur für den öffentlichen Sektor arbeiten (wir berichteten). Wie das krz berichtet, ist in seinem Rechenzentrum in Lemgo das erste Testsystem erfolgreich eingerichtet worden, nun steht der Aufbau weiterer Systeme an. Die notwendigen technischen Komponenten sollen durch Ostwestfalen-Lippe-IT (OWL-IT) bereitgestellt und abschließend im krz konfiguriert werden.

Digitaler Impfnachweis powered by Blockchain

Der erste Anwendungsfall ist seit Kurzem im Kreis Altötting in Form des digitalen Impfnachweises im Einsatz. Dabei handelt es sich um eine mit den erforderlichen Informationen bedruckte Scheckkarte. Zudem kann der Impfnachweis auf dem Handy gespeichert werden. Die personenbezogenen Daten und Impfinformationen werden dabei in eine Art anonymen Fingerabdruck umgewandelt, kryptografisch signiert und in einer Blockchain gespeichert. Die Daten selbst werden nicht übertragen, womit die Lösung laut krz höchsten Datenschutzanforderungen entspricht. Der digitale Impfnachweis soll nicht als vollständiger Ersatz des Impfbuches gelten, sondern stelle vielmehr eine digitale Ergänzung dar. Auch eine Einbettung – etwa in die Corona-Warn-App – wäre möglich, um den Impfstatus von Nutzern schnell und übersichtlich zu erkennen.





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