Freitag, 10. Juli 2026

HertenPanoramabilder optimieren Prozesse

[11.08.2021] In Herten werden die Geodaten der Stadt auf den neuesten Stand gebracht. Hierfür fahren speziell ausgestattete Kleinwagen durch die Kommune und nehmen georeferenzierte Bilder auf. Die 360-Grad-Aufnahmen vereinfachen Prozesse und optimieren Arbeitsabläufe.
In Herten nehmen speziell ausgestattete Kleinwagen georeferenzierte Bilder vom Straßenbereich auf.

In Herten nehmen speziell ausgestattete Kleinwagen georeferenzierte Bilder vom Straßenbereich auf.

(Bildquelle: Stadtwerke Herten)

In Herten wird jetzt die virtuelle Abbildung der Straßen erneuert. Wie die Hertener Stadtwerke berichten, werden hierfür speziell ausgestattete Kleinwagen durch die im Ruhrgebiet gelegene Stadt fahren und in Abständen von fünf Metern georeferenzierte Bilder vom Straßenbereich aufnehmen. Das Bildmaterial werde anschließend aufbereitet und zu 360-Grad-Panoramabildern – so genannten Cycloramas – zusammengefügt. Zusätzlich werden bei der Befahrung des Stadtgebiets per Laser-Scanner 3D-Modelle der Straßen erstellt.
Die Aufnahmen dienen als Arbeitsgrundlage für diverse Aufgabenfelder des städtischen GIS-Zentrums. Diese Einrichtung sei unter anderem für den Betrieb des konzernweiten Geodaten-Management und die Bereitstellung von Geobasisdaten zuständig. Die virtuelle Technik werde bereits etwa in den Bereichen Hausanschlussplanung, Bauberatung, Planung, Vermessung, Straßenverkehr, Umwelt oder auch bei der Feuerwehr eingesetzt. Dank der virtuellen Abbildung der Realität können die Teams von Stadt und Stadtwerken viele Sachverhalte direkt vom Arbeitsplatz aus klären und damit Anfragen noch schneller bearbeiten. Die 360-Grad-Ansichten liefern nicht nur gestochen scharfe visuelle Informationen, sondern ermöglichen auch virtuelle Messungen und Leitungsdokumentationen – ohne Vor-Ort-Termine.
Erstmalig seien solche Aufnahmen im Jahr 2019 angefertigt worden. Eine Aktualisierung der Daten sei jeweils in einem zweijährigen Rhythmus geplant. Die Befahrungen mit dem Kamerawagen werden je nach Wetterlage im Zeitraum von rund sechs Wochen stattfinden. Der Datenschutz spiele hierbei eine entscheidende Rolle. Aus datenschutzrechtlichen Gründen werden Fahrzeugkennzeichen und Gesichter automatisch verpixelt und unkenntlich gemacht. Bürgerinnen und Bürger, die bei den Aufnahmen erfasst werden, müssen nicht befürchten, dass die Aufnahmen veröffentlicht werden. Die Bilder dienen ausschließlich internen Zwecken und unterliegen datenschutzrechtlichen Bestimmungen.
Mit der Erstellung der Aufnahmen wurde die Firma CycloMedia beauftragt. Als Mitglied im Verein Selbstregulierung der Informationswirtschaft (SRIW) unterliege sie dem Datenschutzkodex für Geoinformationsdienste.





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