Montag, 6. Juli 2026

BonnStudierende finden smarte Lösungen

[17.01.2022] Der Smart-City-Prozess in Bonn nimmt nach einer längeren Strategiephase allmählich Fahrt auf. Im Zuge einer Workshop-Reihe zum Thema Design Thinking entwickelten mehrere Studierenden-Teams Lösungen mit konkretem Nutzen für die Stadt und ihre Bewohner.

Im November 2021 fand in Bonn eine Serie von Workshops für Studierende statt, die dabei gemäß den Prinzipien des Design Thinking nutzerorientierte smarte Konzepte für nachhaltige Mobilität und eine attraktive Innenstadt entwickelten. Ausgerichtet wurden die Workshops vom Team „Digitale Stadt“ der Stadt Bonn und dem Management- und Technologieberatungsunternehmen Detecon. Während der Workshops haben drei motivierte Teams aus Studierenden jeweils eine auf einer Problemstellung (Design Challenge) basierende Idee bis hin zu einem konkreten Prototypen erarbeitet. Die Ergebnisse der Workshops seien nun durch eine Jury aus Vertretern der Bundesstadt bewertet worden, heißt es aus Bonn.
Den ersten Platz belegte das Team „Eye Guide You”, das eine Lösung entwickelte, um unter Nutzung von IoT-Technologie die Mobilität für blinde und sehbehinderte Menschen in der Stadt Bonn nachhaltig zu verbessern. Das Anliegen des Teams sei es gewesen, für blinde und sehbehinderte Menschen eine Unterstützung für die Bewältigung von täglichen Mobilitätsherausforderungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereitzustellen. Daher wurde der erste Prototyp einer App entwickelt, die blinden und sehbehinderten Menschen alltägliche Aufgaben erleichtert, darunter Standortbestimmung, Navigation zum gewünschten Bus-/Bahnsteig, Identifikation des richtigen Busses oder Zuges und eine Ausstiegsunterstützung. Die App sei mit einer zielgruppengerechten Farbgebung ausgestattet und könne per Sprachassistent gesteuert werden.
Der zweite Platz ging an das Team „Social Media Dashboard“, das eine Lösung für das Themenfeld attraktive Innenstadt erarbeitet hatte. Das entwickelte Social Media Dashboard kann Daten der gängigen Social-Media-Plattformen kartografisch darstellen. Auf diese Weise sollen komplexe Geodaten weithin zugänglich werden. Mit Hilfe des Tools seien zahlreiche IoT-Anwendungen denkbar, die etwa auch Fragen zur Nutzung bestimmter innerstädtischer Gebiete und deren Repräsentanz in sozialen Medien beantworten könnten. Die Privatsphäre der Social Media User werde nicht beeinträchtigt, da zu keinem Zeitpunkt mit den Originaldaten gearbeitet wird.
Das Projekt des drittplatzierten Teams „Bonn bei Nacht“ befasst sich mit dem Nachtleben in der Stadt und will durch technische Mittel Nachfrage- und Angebotsseite näher zueinander bringen – mittels einer App, von der das Team einen App-Prototypen entwickelt hat. Dabei handelt es sich um ein PayBack-ähnliches System für Bonner Clubs und Gastronomen.
Jana Hevendehl, Leiterin „Digitale Stadt“ im Amt für Wirtschaftsförderung, zeigte sich von den Ideen und Umsetzungen der Teams begeistert. Die im Zuge der Workshops entstandenen smarten Lösungen würden bei der weiteren Realisierung unterstützt werden, so Hevendahl.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Die Stadt der Zukunft ist vernetzt.

BBSR: Smarte Praxisbeispiele für Kommunen

[06.07.2026] Das BBSR hat sein Kompendium „Smart Cities und Smart Regions“ und die dazugehörige Storymap erweitert. Die 30 neuen Beispiele zeigen, wie Kommunen aus konkreten Problemen digitale Lösungen entwickeln – und was andere Städte und Gemeinden daraus für eigene Projekte lernen können. mehr...

eine der Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen

Mannheim: Sensoren schützen Rheinbrücken

[06.07.2026] Optische Sensoren erfassen ab sofort den Verkehr auf den beiden Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen. Das von der Smart City Mannheim realisierte Monitorungprojekt soll dazu beitragen, Verkehrsströme transparent zu machen und gezielte Maßnahmen zum Schutz der Bauwerke abzuleiten. 
 mehr...

Grafik zur urbanen Datenplattform in Aalen
bericht

Aalen / Heidenheim: Hoher Praxisnutzen

[29.06.2026] In Aalen und Heidenheim wird Smart City praxisnah: Sensoren liefern Daten zu Glatteis, Pegelständen und weiteren Risiken. Eine gemeinsame Plattform verbindet diese Informationen und unterstützt Verwaltung, Feuerwehr und Bauhof im Alltag. mehr...

Fahrraddaten Screenshot Digitaler Zwilling

Wiesbaden: Positive Bilanz zum Digitalen Zwilling

[29.06.2026] Der Digitale Zwilling Wiesbaden hat sich für die Stadt seit seinem Start im Sommer vergangenen Jahres bereits zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt. 
 mehr...

Mehrere Personen eröffnen die Digitalen Tage Hamm 2026 durch drücken auf einen symbolischen Startknopf

Hamm: Smart-City-Strategie beschlossen

[29.06.2026] Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Stadt Hamm in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen angestoßen und teils bereits umgesetzt. Für den Zeitraum 2027 bis 2032 wird die Strategie nun als Smart-City-Strategie fortgeschrieben. Die Bürger können mitbestimmen, welche Themen künftig stärker in den Fokus rücken sollen. mehr...

Auf einem Monitor ist der Digitale Zwilling einer Stadt zu sehen

Serie Smart Cities, Teil 3: Mit Zwilling planen

[25.06.2026] Urbane Digitale Zwillinge erlauben es Kommunen, Daten zu ihrem Stadtgebiet strukturiert sichtbar und für Entscheidungen nutzbar zu machen, etwa in der Verkehrs- oder Wärmeplanung. Beim Aufbau eines Digitalen Zwillings lohnt es sich, auf Kooperation zu setzen. mehr...

bericht

MPSC: Vom Piloten zur Praxis (2) – Nachnutzung braucht Struktur

[24.06.2026] Die Modellprojekte Smart Cities haben viele erfolgreiche Lösungen und auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit hervorgebracht. Nun geht es darum, entstandene Netzwerke, Unterstützungsangebote und Entwicklungsgemeinschaften zu verankern - nur so können die Pilotprojekte breit nachgenutzt werden. mehr...

Vektorgrafik einer Smart City.

BBSR: Die Wirkung von Smart-City-Vorhaben darstellen

[24.06.2026] Smarte digitale Projekte stärken die regionale Wirtschaft – aber oft indirekt. Das erschwert es Kommunen, den konkreten Nutzen zu benennen und argumentativ zu vertreten, etwa gegenüber Politik oder Projektpartnern. Eine Praxishilfe erklärt, wie Kommunen solche Effekte erkennen und verständlich vermitteln können. mehr...

Hand mit einem Smartphone auf dem die Temperatur mit 40 Grad Celsius angegeben wird
bericht

Klimawandel: Daten gegen den Hitzestress

[23.06.2026] Auf die Herausforderungen des Klimawandels können Städte nicht nur mit baulich-physischen Maßnahmen reagieren. Auch der Aus- und Umbau der digitalen Dateninfrastruktur und die systematische Organisation klimarelevanter Daten stärken die kommunale Resilienz. mehr...

bericht

MPSC: Vom Piloten zur Praxis (1) – Zusammenarbeit statt Insellösungen

[23.06.2026] Seit 2019 gibt es das Fördervorhaben Modellprojekte Smart Cities, über 70 Kommunen und Regionen haben bisher teilgenommen. Dabei entstanden nicht nur viele erfolgreiche technische Lösungen, sondern auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit – für viele Beteiligte ein entscheidender Faktor. mehr...

Bodensensor in einer Straße in Gütersloh

Gütersloh: Sensoren erfassen Parkplatzauslastung

[12.06.2026] Mit Bodensensoren erfasst die Stadt Gütersloh zurzeit die Auslastung von vier Fahrzeugstellplätzen an der Königstraße. Die Daten sollen in die Planungen zur Umgestaltung des Kreuzungsbereichs zur Hohenzollernstraße einfließen, der ein Unfallschwerpunkt ist. mehr...

Screenshot BBSR-Studie zu digitalen Zwillingen

Studie: Digitale Zwillinge in der Praxis

[10.06.2026] Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat eine neue Veröffentlichung zum Thema urbane Digitale Zwillinge herausgegeben, die im Rahmen der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities entstanden ist. mehr...

Stadt, Bäume und Internet of Things Sensorien Symbolisch
bericht

Serie Smart Cities, Teil 2: Sensoren sinnvoll nutzen

[20.05.2026] Sensorik und Internet of Things sind das Nervensystem der smarten Stadt – sie liefern Daten, welche Prozesse optimieren und die Entscheidungsfindung erleichtern können. Beim Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur können Kommunen auch klein starten. mehr...

Elisabeth Fröhlich, Projektleitung VIAA, Stabsstelle Verkehrsfluss und Geo-Services, zeigt eine Kamera, die den Verkehrsfluss erfasst.

Lübeck: Weitere Kreuzungen digitalisiert

[11.05.2026] In Lübeck werden derzeit vier Kreuzungen mit einem innovativen System zur Verkehrserfassung ausgestattet. Die Hansestadt setzt damit ein weiteres Teilprojekt im Rahmen ihres Vorhabens VIAA um. mehr...

Grafik zeigt die drei Plattform-Bestandteile
bericht

Plattformen: Von smart zu intelligent

[30.04.2026] Digitale Lösungen können Prozesse beschleunigen, Mitarbeitende entlasten und den Bürgerservice verbessern. Drei Bausteine bringen Kommunen auf diesem Weg entscheidend voran: urbane Datenplattformen, Automatisierungs- und KI-Plattformen. mehr...