Kreis Waldeck-Frankenberg/KorbachHessen fördert Projekte
Den digitalen Transformationsprozess von Gesellschaft, Verwaltung und Region wollen der Kreis Waldeck-Frankenberg und die Stadt Korbach voranbringen. Mit einer Vielzahl von Maßnahmen wollen sie die Digitalisierung bis Ende 2022 effektiver nutzen und neue Angebote schaffen. Wie einer Pressemeldung aus dem Landesressort für Digitale Strategie und Entwicklung zu entnehmen ist, erhalten sie dafür eine Fördersumme von rund 862.000 Euro aus dem Programm Starke Heimat Hessen. Der erste Schwerpunkt der geförderten Vorhaben liege im Bereich E-Government und Verwaltungsdigitalisierung. Demnach sollen bei der Stadtverwaltung Korbach weitere technische und innovative Grundlagen geschaffen werden mit dem Ziel, digitale Kompetenzen aufzubauen und zu unterstützen. 16 Einzelmaßnahmen wolle die Kommune umsetzen, die in ein Gesamtkonzept münden. Zu den konkreten Vorhaben zählen unter anderem die Einrichtung eines Online-Termin-Managements mit angeschlossenem Bürgerleitsystem sowie eine rund um die Uhr zugängliche Dokumentenausgabebox inklusive Fotostation im neuen Rathaus. Im laufenden Jahr werde außerdem ein Online-Portal zur Beantragung eines Kindergartenplatzes mit angeschlossenem Verwaltungsfachverfahren sowie ein digitales Liegenschaftsinformationssystem eingeführt. Der städtische Internet-Auftritt soll mit Service-Design-Methoden weiterentwickelt und barrierefrei gestaltet werden. Zudem seien umfassende Investitionen zur Erweiterung der Server-Struktur geplant. Außenstellen sollen so angebunden und Homeoffice-Arbeitsplätze zuverlässig angeboten werden können. Innerhalb des Stadtgebiets werde ein smartes Straßen-Wetter-Informationssystem (SWIS) aufgebaut, das per App kostenfrei aktuelle Informationen liefert.
Als zweiter Schwerpunkt wird der Aufbau eines Stadtlabors mit angeschlossenem Coworking-Space in Korbach gefördert. Mit dieser Infrastruktur wollen es die Stadt und der Landkreis mehr Menschen ermöglichen, vor Ort zu arbeiten und im ländlichen Raum wohnen zu bleiben. Da das Stadtlabor klar auf Beteiligungsprozesse ausgerichtet werden soll, könnten neue Synergien entstehen.
Das dritte geförderte Projekt bedient den Tourismus der Region. Mittels Augmented Reality sollen bis Mitte 2023 auf dem 560 Meter hohen Eisenberg bei Korbach Besucher die Entstehung der Landschaft in verschiedenen geologischen Zeitabschnitten nachvollziehen können. Ebenso sollen sie Informationen über Umweltbedingungen und klimatische Veränderungen erhalten. Das Angebot soll mittels QR-Code abrufbar sein. Über die Smartphone-Kamera der Nutzenden werde die landschaftliche Entwicklung dann in das Live-Bild eingefügt. Der Geopark GrenzWelten des Landkreises Waldeck-Frankenberg habe das Konzept entwickelt und bereits ähnliche Projekte umgesetzt.
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