Dienstag, 29. September 2026

Online-Ausweis120.000 Aktivierungen in sechs Monaten

[16.08.2022] Seit sechs Monaten können die Aktivierung und die PIN für den Online-Ausweis ohne persönliches Erscheinen beim Bürgeramt online beantragt werden. Die Nachfrage für dieses Angebot ist deutlich höher als erwartet: rund 120.000 Aktivierungen erfolgten bisher mit dem neuen Webservice.

Vor rund sechs Monaten wurde ein PIN-Rücksetz- und Aktivierungsdienst für die Online-Funktion des Personalausweises und der eID-Karte für EU-Bürger eingeführt (wir berichteten). Dieser Service kommt gut an, berichtet nun die Bundesdruckerei, die das entsprechende Portal seit Februar 2022 im Auftrag des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) betreibt. Seit Anfang Februar bestellten demnach über 198.000 Personen eine neue PIN per Internet, rund 120.000 Online-Ausweise seien seitdem aktiviert worden. Der PIN-Rücksetzdienst biete einen echten Mehrwert und entlaste Behörden wie Bürger, da der bisher notwendige Gang zum Amt entfällt, sagt Thomas Löer, Leiter Geschäftsfeld German ID-Systems bei der Bundesdruckerei. Das Angebot werde deutlich stärker genutzt als zunächst erwartet.
Ein digitaler Identitätsnachweis wird für viele behördliche und geschäftliche Online-Dienste benötigt. Dafür gibt es die Online-Ausweisfunktion im Chip des Personalausweises, des elektronischen Aufenthaltstitels und der eID-Karte für EU-Bürger. Die Nutzung erfolgt mit einer selbstgewählten, sechsstelligen PIN. Doch viele Nutzende haben ihren Online-Ausweis noch nicht aktiviert oder wissen ihre PIN nicht mehr, heißt es vonseiten der Bundesdruckerei. Auf der von der Bundesdruckerei betriebenen Website kann mit wenigen Schritten der PIN-Rücksetzbrief bestellt werden. Er wird aus Sicherheitsgründen, ähnlich wie Zugangsdaten für das Online-Banking, per Post persönlich zugestellt. Nach Erhalt kann die Online-Ausweisfunktion aktiviert und eine neue PIN gesetzt werden. Insbesondere mit Blick auf die digitalen OZG-Leistungen sei es sehr erfreulich, dass die Aktivierung des Online-Ausweises durch den kostenlosen PIN-Rücksetzdienst vereinfacht wurde, so Löer.
Benötigt werden für die Nutzung des PIN-Rücksetz- und Aktivierungsdienstes ein gültiger Personalausweis oder eine gültige eID-Karte, ein geeignetes Smartphone oder Kartenlesegerät, die kostenlose AusweisApp2 des Bundes sowie eine Meldeadresse in Deutschland.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Digitale Identität
Eine Person mit Smartphone, auf dem der Sozialpass aufgerufen ist, sitzt einer anderen Person gegenüber

Koblenz: Ko-Pionier-Preis für digitalen Sozialpass

[24.09.2026] Der digitale Sozialpass der Stadt Koblenz ist mit dem Ko-Pionier-Preis ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurde insbesondere, dass die Stadt keine eigene Software entwickeln ließ, sondern eine bestehende Open-Source-Lösung für einen neuen Anwendungsfall nachnutzte. mehr...

Personengruppe vor Bus

Berlin: Schülerausweis als ÖPNV-Ticket

[23.09.2026] In Berlin dient ein neuer Schülerausweis zugleich als Fahrberechtigung für Bus und Bahn. Das ITDZ schuf dafür die nötigen Schnittstellen und stellt die Infrastruktur bereit. Nach der Pilotphase soll die Lösung 2027 an allen öffentlichen Schulen eingeführt werden. mehr...

Advertorial: Der gesparte Gang zum Rathaus

[15.09.2026] Digitale Identifizierung für Kommunen: sicher, effizient und bürgernah. mehr...

Kommunen sollten auf Social Media präsent sein.

Governikus/Votikom: Verifizierte Wahlprofile zum Swipen

[25.08.2026] Bei der Kommunalwahl in Göttingen soll die App Votikom Informationen über die Kandidierenden im Wahlbezirk bündeln und im Dating-App-Stil darstellen. Damit nur berechtigte Personen ihre Kandidatenprofile bearbeiten können, kommt die Governikus-Lösung AusweisIDent zum Einsatz. mehr...

Dresden: Priorisierungsmodell für EUDI-Wallet entwickelt

[20.08.2026] Dresden hat ein Modell entwickelt, mit dem Kommunen geeignete Verwaltungsleistungen für die EUDI-Wallet systematisch priorisieren können. Der mehrstufige Ansatz verbindet fachliche, technische und rechtliche Kriterien mit politischer Steuerung und soll auch anderen Kommunen Orientierung geben. mehr...

Person am Laptop tippt in die Luft, an der Stelle des Zeigefingers ist ein Log-In-Icon abgebildet.

Digitale Identität: Warum Nutzende am digitalen Amt scheitern

[23.07.2026] Digitale Identitäten sollen Verwaltungsleistungen durchgängig online ermöglichen. In der Praxis brechen jedoch viele Nutzende die Verfahren ab. Ein Impulspapier des Netzwerks NExT zeigt bestehende Hürden und nennt vier Ansatzpunkte, um diese aus dem Weg zu räumen. mehr...

Person sitzt entspannt auf einem Sofa und hält ein Smartphone in den Händen, auf dessen Bildschirm das Logo und die Aufschrift „EUDI-Wallet“ mit EU-Sternenkreis zu sehen sind.

Ehrenamtskarte: EfA-Dienst kommt in die Wallet

[25.06.2026] Die Ehrenamtskarte würdigt freiwilliges Engagement mit Vergünstigungen bei öffentlichen, kommunalen und privaten Angeboten. Im Zuge der OZG-Umsetzung wurde sie digitalisiert. Nun wird eine mögliche Integration in die EUDI-Wallet erprobt. mehr...

vier Personen auf einer Treppe mit einer Urkunde

Heidelberg: Heidelberg-Pass wird digital

[01.06.2026] Im Pilotprojekt „Test in Heidelberg“ wird eine digitale Form des Heidelberg-Passes erprobt. Die Stadt will damit zeigen, wie digitale Identitäten und Wallet‑Lösungen künftig zu einer bürgernahen und dialogorientierten Verwaltung beitragen können. mehr...

Person sitzt entspannt auf einem Sofa und hält ein Smartphone in den Händen, auf dessen Bildschirm das Logo und die Aufschrift „EUDI-Wallet“ mit EU-Sternenkreis zu sehen sind.

EUDI-Wallet: Kommunen als Schlüssel zur Einführung

[10.03.2026] Was braucht es, damit die bevorstehende Einführung der EUDI-Wallet durch den Bund gelingt? Der Deutsche Städtetag hat dazu ein Positionspapier vorgelegt, das die wichtige Rolle der Kommunen verdeutlicht und klar formuliert, was für eine erfolgreiche Einführung benötigt wird. mehr...

Vektorgrafik einer Hand, die ein Dokument, abgebildet auf einem Tablet, unterschreibt.
bericht

Digitale Signatur: Nadelöhr der Transformation

[15.01.2026] Die Verwaltungsdigitalisierung steht und fällt mit der elektronischen Signatur, denn nur sie vermeidet Medienbrüche. Dabei müssen die eingesetzten Lösungen hohe Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz erfüllen. mehr...

Mehrere jüngere Personen sind in einem Besprechungsraum mit einer Projektarbeit befasst.
bericht

EUDI-Wallet: Pilot Dresden

[14.01.2026] Die Stadt Dresden fungiert als Pilot für die EUDI-Wallet. Ziel ist es, die technische Umsetzbarkeit zu testen, Übertragbarkeit und Skalierbarkeit zu prüfen sowie eine fundierte Blaupause für weitere Anwendungen und andere Kommunen zu entwickeln. mehr...

Person sitzt entspannt auf einem Sofa und hält ein Smartphone in den Händen, auf dessen Bildschirm das Logo und die Aufschrift „EUDI-Wallet“ mit EU-Sternenkreis zu sehen sind.
bericht

Advertorial: Registermodernisierung trifft EUDI-Wallet

[11.12.2025] Eine moderne, digitale Verwaltung braucht sichere und effiziente Werkzeuge, um Bürgerinnen und Bürgern wie auch Unternehmen ein reibungsloses Verwaltungserlebnis zu ermöglichen. Mit der Registermodernisierung und der Einführung der EUDI-Wallet stehen zwei wegweisende Bausteine bereit, die Verwaltungsvorgänge flexibler, vertrauenswürdiger und nutzerfreundlicher gestalten. mehr...

Person am Laptop tippt in die Luft, an der Stelle des Zeigefingers ist ein Log-In-Icon abgebildet.

Digitale Identifizierung: Governikus führt AusweisIDent alleine weiter

[02.12.2025] Governikus führt die eID-Lösung AusweisIDent künftig eigenverantwortlich online fort. Die Lösung nutzt die Online-Ausweisfunktion und schafft so auch Anschlussfähigkeit an die kommende europäische EUDI-Wallet. mehr...

Sechs Personen vor einem Aufsteller zum Start des Pilotprojekts zur EUDI-Wallet in Dresden

Dresden: Pilot für elektronische Brieftasche

[11.09.2025] Sachsens Landeshauptstadt Dresden testet als erste Kommune Deutschlands, wie die EUDI-Wallet künftig praktisch funktionieren soll. Die Dresdnerinnen und Dresdner können mitgestalten, was mit der Wallet möglich werden soll. mehr...

interview

Interview: Es muss nicht kompliziert sein

[18.06.2025] Die Registermodernisierung entpuppt sich als neues komplexes Mammutprojekt der Verwaltungsdigitalisierung. Marc Behrens, Software- und IT-Systemarchitekt bei der Kommunalen Datenverarbeitung Oldenburg (KDO), hat einen einfachen Gegenvorschlag: die BundID. mehr...