WürzburgSiegel bescheinigt IT-Sicherheit

LSI-Präsident Bernd Geisler hat Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig das Zertifikat persönlich überreicht.
v.l.: Ingo Demgensky, Leiter des städtischen Fachbereichs Informationstechnik; Oberbürgermeister Martin Heilig; Bernd Geisler Präsident des LSI; Edgar Kempf, Leitender Verwaltungsdirektor; Marc Behl, städtischer Informationssicherheitsbeauftragter
(Bildquelle: Claudia Lother)
LSI-Präsident Bernd Geisler hat Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig das Zertifikat persönlich überreicht.
v.l.: Ingo Demgensky, Leiter des städtischen Fachbereichs Informationstechnik; Oberbürgermeister Martin Heilig; Bernd Geisler Präsident des LSI; Edgar Kempf, Leitender Verwaltungsdirektor; Marc Behl, städtischer Informationssicherheitsbeauftragter
(Bildquelle: Claudia Lother)
Würzburg hat jetzt vom Bayerischen Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) das Siegel Kommunale IT-Sicherheit erhalten. Der Stadt wird damit bescheinigt, dass sie angemessene Maßnahmen zur IT-Sicherheit umgesetzt hat und damit gesetzliche Anforderungen, insbesondere des Bayerischen Digitalgesetzes, erfüllt. Kreisfreie Städte wie Würzburg müssen für das Siegel einen anerkannten Standard umsetzen, der von einem unabhängigen Prüfer nachgewiesen wird, erklärt die Kommune. Nur bei vollständiger Einführung internationaler Normen erfolge eine Zertifizierung.
„Als ersten Schritt haben wir das IT-Grundschutz-Profil Basis-Absicherung Kommunalverwaltung eingeführt, das vom Deutschen Städtetag empfohlen wird“, erläutert der städtische Informationssicherheitsbeauftragte Marc Behl das Vorgehen Würzburgs. „Dies wurde in einem mehrtägigen Audit durch eine akkreditierte Prüfgesellschaft begutachtet. Darin enthalten sind 445 Sicherheitsmaßnahmen wie Datensicherung, Firewalls, Notfallkonzepte, aber auch organisatorische Maßnahmen oder die Absicherung der Gebäude.“
Der Erhalt des Siegels bedeutet allerdings keinen Freibrief für die Zukunft, heißt es vonseiten der Stadt. „Immer neue Bedrohungen stellen die IT-Sicherheit und damit die öffentliche Verwaltung vor Herausforderungen“, sagt Edgar Kempf, Leitender Verwaltungsdirektor der Kommune. Dennoch müssen die Daten der Bürgerschaft und Unternehmen geschützt sein – vor Offenlegung, Veränderung oder Verlust. „Es ist ein dynamisches Geschehen und neben Hackerangriffen oder Schadsoftware sind auch E-Mails mit gefährlichen Inhalten eine ernst zu nehmende Gefahr“, bestätigt Ingo Demgensky, Leiter des städtischen Fachbereichs Informationstechnik. Das Siegel des LSI ist daher auch nur zwei Jahre lang gültig, bereits nach einem Jahr erfolgt ein Überwachungsaudit, erklärt Würzburg.
„IT-Sicherheit ist ein wichtiges Thema“, lautet das Fazit von Oberbürgermeister Martin Heilig. „Sie ist für die technische Funktionsfähigkeit der Kommune so verantwortlich wie die Stromversorgung und zählt zurecht zur kritischen Infrastruktur. Es ist ein gutes Zeichen auch für die Bürgerschaft, wenn wir uns dieser Verantwortung bewusst sind und unsere IT-Systeme so undurchlässig wie nur möglich aufstellen.“
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