Mittwoch, 11. März 2026

PotsdamWohni bewährt sich

[16.10.2025] Nach erfolgreicher Testphase wird die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam den KI-gestützten Wohngeldassistenten Wohni schrittweise in den Echtbetrieb überführen. Perspektivisch lässt sich die Bearbeitungszeit von Wohngeldanträgen damit um bis zu 37 Prozent reduzieren.
Vier Mitarbeitende der Stadt Potsdam versammeln sich um einen Laptop

Potsdam hat die Testphase der KI-Anwendung Wohni erfolgreich beendet und plant nun die Überführung in den Regelbetrieb.

(Bildquelle: Landeshauptstadt Potsdam/Juliane Grimm)

Wohngeldanträge können in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam künftig effizienter bearbeitet werden. Dazu trägt der KI-Assistent Wohni bei, der die Mitarbeitenden der Wohngeldbehörde bei der automatisierten Vollständigkeitsprüfung und Plausibilitätskontrolle von Anträgen unterstützt. Im Pilotprojekt konnten durch den Einsatz von Wohni nach Angaben der Stadtverwaltung pro Antrag rund 20 Minuten Arbeitszeit eingespart werden, was die Bearbeitungszeit von Wohngeldanträgen somit um durchschnittlich 21 Prozent reduzierte. Perspektivisch seien durch zusätzliche Schnittstellen zur E-Akte bis zu 37 Prozent Zeitersparnis möglich.

„Die Ergebnisse der Testphase zeigen: Künstliche Intelligenz kann unsere Mitarbeitenden gezielt unterstützen, Verwaltungsprozesse deutlich beschleunigen und die Qualität verbessern. Dadurch verbessert sich auch die Servicequalität für unsere Bürgerinnen und Bürger“, sagt Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit der Landeshauptstadt Potsdam. 

Die Entlastung ist dringend nötig: Seit der Wohngeld-Plus-Reform 2023 hat sich die Zahl der Wohngeldanträge in Potsdam mehr als verdoppelt. Bundesweit gelten rund 1,4 Millionen zusätzliche Haushalte als wohngeldberechtigt. Neben höheren Leistungen wurde der Kreis der Anspruchsberechtigten erweitert – insbesondere für Familien, Rentnerinnen und Rentner sowie Haushalte mit niedrigen Einkommen. Diese Entwicklung führte in vielen Kommunen zu einem erheblichen Bearbeitungsrückstau. Die in Potsdam ergriffenen analogen Maßnahmen zu dessen Abarbeitung waren laut der Stadt zwar erfolgreich, sind aber an ihre Grenzen gestoßen – die Bearbeitungszeiten für Wohngeldanträge stagnierten. Erst durch den Einsatz der KI-Anwendung konnten diese weiter deutlich reduziert werden.

Nach Abschluss der Pilotphase plant Potsdam daher, Wohni in den Regelbetrieb zu übernehmen und weitere Anwendungsfälle für den Einsatz von KI in der Verwaltung zu identifizieren. Das Projekt ist Teil der KI-Strategie der Landeshauptstadt, die auf eine verantwortungsvolle, sichere und mitarbeiterorientierte Nutzung von Künstlicher Intelligenz setzt.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz
Männer in Anzügen (darunter Bundesminister Wildberger) und junge Menschen in Smart Casual-Kleidung stehen in einem Konferenzraum herum und reden miteinander.

BMDS: Wenn die KI selbstständig arbeitet

[11.03.2026] Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, Verwaltungsmitarbeitende von Routineaufgaben zu entlasten und Verwaltungsprozesse fehlerärmer und effektiver zu machen. Dies trifft vor allem auf autonom agierende, agentische KI zu. In einem Projekt des BMDS werden solche Anwendungen in 17 Kommunen pilotiert. mehr...

Stilisierte Darstellung eines Chatbots mit Headset, verschwommen im Hintergrund ist eine Frau zu sehen, die den Bot antippt.

Nürnberg: Test für KI-gestützten Voicebot

[10.03.2026] Einen Test für einen KI-gestützten Voicebot im Behördenwegweiser startet die Stadt Nürnberg. Die Bevölkerung ist zur Teilnahme und zum Feedback aufgerufen. mehr...

Luftaufnahme: Autobahnabschnitt mit Abfahrten und mehrspurigen Brücken

Fraunhofer FOKUS: Gebrauchsanleitung für den KI-Einstieg

[09.03.2026] Der Potenzial-Check „Startklar für KI“ bietet Kommunen eine systematische Herangehensweise für die Bewertung und Planung von KI-Projekten. Das Werkzeug führt KI-Einsteiger und erfahrene Anwender strukturiert durch relevante Fragen – von strategischen Zielen über technische Anforderungen bis hin zur Ressourcenplanung. mehr...

Wohngeld kann bald online beantragt werden.

Frankfurt am Main: Mit Wohni zum Wohngeld

[09.03.2026] Auf KI-Unterstützung bei der Bearbeitung von Wohngeldanträgen setzt jetzt die Stadt Frankfurt am Main. Zum Einsatz kommt die Assistenz Wohni des Münchner Unternehmens forml. mehr...

Eine Person arbeitet an einem Laptop über dessen Tastatur Dokumente schweben.

Kreis Dahme-Spreewald: Intelligenter Verwaltungsassistent im Test

[05.03.2026] Der Kreis Dahme-Spreewald testet in der Ausländerbehörde den intelligente Verwaltungsassistenten iva.AT, der digitale Anträge auf Aufenthaltstitel bereits beim Ausfüllen prüft und unmittelbar auf fehlende oder unpassende Unterlagen hinweist. Es handelt sich um ein Pilotprojekt im Rahmen des Programms Aufenthalt Digital. mehr...

Paar sitzt im Bett, sie hält einen Strauß weißer Rosen in den Händen, er tippt etwas in einen Laptop.

Wiesbaden: KI hilft bei Onlineanmeldung der Eheschließung

[03.03.2026] Bei der Onlineanmeldung zur Eheschließung setzt Wiesbaden nun auch Künstliche Intelligenz (KI) ein. Diese generiert direkt nach der Anmeldung eine individuelle Übersicht der benötigten Dokumente für das Traupaar und strukturiert die online eingereichten Unterlagen automatisch für die Sachbearbeitung. mehr...

mit punkten durchzogenes Gehirn vor Laptop-Bildschirm

Online-Anträge: Leipzig setzt auf KI

[03.03.2026] Die Antragstellung im Bereich Aufenthaltstitel wird in Leipzig durch Künstliche Intelligenz unterstützt. Damit sollen Unterlagen möglichst vollständig und korrekt bei der Ausländerbehörde eingereicht werden. Die Nutzung der KI ist freiwillig. mehr...

Mehrere Personen stehen nebeneinander, im Hintergrund sind Aussteller des eGo-Saar und von Gerda BürKI zu sehen.
bericht

Gersheim: Mehr Service mit Gerda

[27.02.2026] Die Gemeinde Gersheim hat gemeinsam mit dem Zweckverband eGo-Saar einen KI-Chatbot pilotiert, der die Verwaltung entlastet und den Bürgerservice verbessert. Der Prototyp kann künftig in allen saarländischen Kommunen eingesetzt werden. mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur.

Hagenow: KI für Kommunikation und Wachstum

[27.02.2026] Ein KI-gestütztes Redaktionssystem und ein Business-Chatbot unterstützen ab sofort die externe Kommunikation der Stadt Hagenow. Mit dem Redaktionssystem können verschiedene Online-Inhalte schneller erstellt werden, während der Chatbot im Bereich der Wirtschaftsförderung zum Einsatz kommt. Entstanden sind beide Projekte in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Go Reply und der Google Cloud. mehr...

Frau in einem hellen Büro starrt mit genervtem Gesichtsausdruck auf einen Computerbildschirm

Bremen: KI-Assistenz für Behördendienste

[25.02.2026] Der Bremer Senat stellt 500.000 Euro für einen KI-Assistenten im Serviceportal bereit. Die Anwendung soll Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen künftig verlässlich durch Verwaltungsleistungen führen und den Zugang zu digitalen Angeboten gezielt erleichtern. mehr...

KI_Werkstatt_LL_Bildschirm und Tastatur auf Tisch

IT-Verbund Landsberg: KI-Werkstatt eröffnet

[25.02.2026] Um konkrete Anwendungsbeispiele für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung zu entwickeln, hat der IT-Verbund Landsberg eine KI-Werkstatt ins Leben gerufen. mehr...

Screenshot von Chatbot Lio, der als Löwe dargestellt wird.

Braunschweig: Chatbot Lio unterstützt Besucher

[23.02.2026] Mit Chatbot Lio will die Stadtverwaltung Braunschweig den Zugang zu ihren Dienstleistungen erleichtern. Der digitale Assistent steht rund um die Uhr auf der kommunalen Website zur Verfügung und kann ohne Registrierung genutzt werden. Der persönliche Kontakt bleibt dennoch ein zentraler Bestandteil des städtischen Serviceangebots. mehr...

Mehrere Personen stehen nebeneinander und präsentieren den Förderbescheid für den Heidekreis.

Heidekreis: Niedersachsen fördert KI-Strategie

[18.02.2026] Der Heidekreis will eine Strategie für den verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung entwickeln und diese später mit anderen Kommunen teilen. Er lässt sich dabei vom Kompetenzaufbau bis hin zur Umsetzung wissenschaftlich begleiten und erhält dafür eine Förderung von rund 40.500 Euro aus dem Programm Zukunftsregionen in Niedersachsen. mehr...

Screenshot der Hanauer Startseite mit zentral platziertem Suchfeld des Chatbots HUgo.

Hanau: HUgo weiß die Antwort

[18.02.2026] Mit Chatbot HUgo ergänzt die Stadt Hanau ihr Informationsangebot auf der kommunalen Website. Der digitale Assistent kennt sich mit Behördenöffnungszeiten, Zuständigkeiten und Servicethemen aus. Für die Antworten fasst er Inhalte des Stadtportals zusammen. mehr...

Der Chatbot der Hansestadt Stade hat das Aussehen eines Kapitäns.

Stade: Käpt’n Knut soll noch besser werden

[13.02.2026] Seit Januar unterstützt Chatbot Käpt’n Knut in der Hansestadt Stade den Kundenservice seitens der Verwaltung. Im ersten Monat haben knapp 900 Personen den Chatbot genutzt und fast 2.000 Nachrichten ausgetauscht. Erste Tests zur Entgegennahme von Anrufen durch Käpt’n Knut laufen bereits. mehr...