Montag, 16. März 2026

HanauVon Bochum lernen

[27.10.2025] Über die Stadt- und Smart-City-Strategie der Stadt Bochum hat sich jetzt eine Delegation der Stadt Hanau informiert. Die Hanauer wollten unter anderem erfahren, welche Erkenntnisse sie aus der Bochumer Digitalstrategie für ihre eigene digitale Transformation gewinnen können.
Mehrere Personen stehen für ein Gruppenfoto nebeneinander.

Bei ihrem Besuch erfuhren die Hanauerinnen und Hanauer, was zum Erfolg der Bochumer Digitalstrategie beigetragen hat.

v.l.: Denes Kücük, Chief Digital Officer bei der Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Bochum; Andreas Kunz, Geschäftsführer Hanauer Wirtschaftsförderung; Franziska Kretschmann, BeteiligungsHolding Hanau GmbH; Sebastian Kopietz, Stadtdirektor Bochum; Stadträtin Isabelle Hemsley; Daniel Freimuth, Geschäftsführer Hanau Marketing GmbH; Stadtentwickler Martin Bieberle; Uwe Triebel, Amtsleiter Digitalisierung und Organisationsentwicklung Stadt Hanau; Robin Gerlach, Projektmanager Smart City und Digitalisierung Stadt Hanau

(Bildquelle: Stadt Hanau / Dominik Kuhn)

Eine Hanauer Delegation hat sich jetzt vor Ort über die Stadt- und Smart-City-Strategie im nordrhein-westfälischen Bochum (wir berichteten) informiert. Die Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung, Stadtwerke, Wirtschaftsförderung und Holding wollten nicht nur erfahren, wie die nordrhein-westfälische Stadt ihre Strategie aufgebaut hat, sondern auch, inwiefern Hanau daraus lernen kann. „Hanau treibt den digitalen Stadtwandel mit Nachdruck voran – und schaut dabei bewusst über den Tellerrand“, erklärt Hanaus Stadträtin und Digitaldezernentin Isabelle Hemsley. Unter dem Titel Stadtwandel.digital erarbeitet die hessische Kommune derzeit ihr eigenes Smart-City-Leitbild (wir berichteten). 

Bochum ist laut Hemsley „eine Vorreiterin kommunaler Digitalisierung“. Die digitale Transformation begann hier im Jahr 2017 mit der sogenannten Bochum-Strategie – einem gesamtstädtischen Handlungsrahmen bis zum Jahr 2030, erklärte Denes Kücük, Chief Digital Officer bei der Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Bochum den Hanauern. Zu den fünf zentralen Säulen zähle das moderne Stadtmanagement. Daraus sei die Smart City Innovation Unit entstanden, die in enger Zusammenarbeit mit den Stadtwerken, Hochschulen und weiteren Partnern konkrete Projekte umsetze – von digitalen Beteiligungsplattformen bis hin zur Bochum-App (wir berichteten). „Wichtig ist nicht, was technisch möglich ist, sondern was den Menschen nützt“, brachte es Bochums Stadtdirektor Sebastian Kopietz auf den Punkt. „Wir lösen echte Probleme für echte Menschen.“

Für die Hanauer war der Besuch wertvoll, um das eigene Vorgehen zu reflektieren, berichtet die hessische Stadt. „Wir stehen in Hanau mitten in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess – organisatorisch, technisch und kulturell“, erläutert Digitaldezernentin Hemsley. „Mit dem Schritt in die Kreisfreiheit 2026, dem Aufbau neuer Strukturen und unserer eigenen Smart-City-Strategie verstehen wir Digitalisierung nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug, um das Leben der Menschen konkret zu verbessern. In Bochum haben wir gesehen, wie so etwas gelingen kann: Wir wollen echte Probleme für echte Menschen lösen.“ Bochum zeige, wie wichtig Mut, Vertrauen und unbürokratisches Handeln sind. Die Smart City Unit habe Schritt für Schritt Strukturen geschaffen.

„Auch wir haben in Hanau viele gute Ansätze“, hält Digitaldezernentin Hemsley fest. „Jetzt geht es darum, unsere Kräfte zu bündeln und Digitalisierung strategisch weiter zu verankern – als Teil des Stadtwandels, nicht als isoliertes IT-Thema.“



Stichwörter: Smart City, Bochum, Hanau


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