Montag, 2. November 2026

Baden-WürttembergDigitale Parkraumkontrolle steigert Effizienz

[15.09.2025] In Baden-Württemberg läuft seit einigen Monaten ein Pilotversuch zur Parkraumkontrolle mittels Scan-Fahrzeug. Eine erste Auswertung zeigt nun: Damit lässt sich eine massive Effizienzsteigerung erzielen.
Scan-Fahrzeug auf dem Parkplatz der Uni Hohenheim.

Pilotversuch mit dem Scan-Fahrzeug auf dem Geländer der Universität Hohenheim verlief erfolgreich.

(Bildquelle: VM | Leif Piechowski)

Während im europäischen Ausland die Kontrolle von Parkberechtigungen durch Scan-Cars seit Jahren gängige Praxis ist, hat in Deutschland als erstes Bundesland Baden-Württemberg die rechtliche Grundlage für eine digitale Parkraumkontrolle geschaffen. Ein entsprechendes Pilotprojekt ist bereits wenige Wochen nach Inkrafttreten des Landesmobilitätsgesetzes (LMG) auf dem Gelände der Universität Hohenheim gestartet. Seit Mai 2025 kontrolliert hier ein Kamerafahrzeug die Parkberechtigungen (wir berichteten).

Wie die Landesverwaltung Baden-Württemberg jetzt mitteilt, konnte im Versuch eindrucksvoll bewiesen werden, dass der Einsatz des Scan-Fahrzeugs eine etwa sechsfache Effizienzsteigerung mit sich bringt. So wurde das Gebiet an den Testtagen dreimal täglich kontrolliert: Das Fahrzeug benötigte dabei je Kontrollfahrt etwa eineinviertel Stunden, eine Fußstreife müsste dafür bis zu sieben Stunden aufwenden. Allerdings sei das Kontrollgebiet an der Universität Hohenheim zu klein, um das volle Potenzial des Scan-Fahrzeugs auszuschöpfen. Bei einer größeren Kontrollfläche seien daher noch höhere Effizienzgewinne zu erwarten.

„Selbst auf den eher verstreuten Parkflächen an der Universität Hohenheim konnten wir schon eine massive Effizienzsteigerung sehen“, resümiert Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann. „Mit diesen Erfahrungen können wir optimistisch auf den Einsatz in den Pilotstädten blicken. Auf den zusammenhängenden Straßen mit vielen Parkplätzen in den Innenstädten können die Scan-Fahrzeuge ihre Stärken voll ausspielen. Gerade dort, wo die Gefahren und Beeinträchtigungen durch falsch geparkte Fahrzeuge am größten sind, können sie für deutlich mehr Effizienz bei der Kontrolle sorgen.“

Nach Hohenheim sind weitere Modellversuche in Heidelberg, Mannheim (wir berichteten), Freiburg und Waldshut-Tiengen geplant. Die Ergebnisse sollen anschließend in einem Leitfaden gebündelt und allen Kommunen zur Verfügung gestellt werden, um eine zügige Einführung der digitalen Parkraumkontrolle zu unterstützen.





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