BerlinPrototyp des Data Hub freigeschaltet

Data Hub dient in Berlin künftig als zentrale, stadtweite Plattform für Dateninfrastruktur und Software.
(Bildquelle: plaifahwannapa11/123rf.com)
Das Land Berlin und die Technologiestiftung Berlin haben den seit April 2025 zur Verfügung stehenden Prototyp des Data Hub Berlin nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Wie das Presse- und Informationsamt des Landes mitteilt, soll das jetzt freigeschaltete Webangebot langfristig den zentralen Knotenpunkt für die Datenarbeit der Stadt bilden.
In einer Pilotphase wird die Data-Hub-Plattform aktuell von der Technologiestiftung Berlin getestet. Dabei werden gemeinsam mit verschiedenen Senatsverwaltungen und Bezirksämtern vier konkrete Anwendungsfälle erprobt. Weitere Pilotprojekte sollen folgen.
Mit dem Data Hub erhält das Land nach Angaben der Technologiestiftung erstmals eine zentrale, stadtweite Plattform für Dateninfrastruktur und Software. Diese ermögliche es den Berliner Behörden und Ämtern, Daten effizient zu erheben, aufzubereiten und zu präsentieren – ohne eigene Insellösungen entwickeln oder aufwendige Beschaffungen durchführen zu müssen. Indem der Data Hub den Ressourcenaufwand reduziere, die Zusammenarbeit über Verwaltungsgrenzen hinweg fördere und ungenutzte Potenziale hebe, schließe er eine entscheidende Lücke und schaffe neue Möglichkeiten für ein datenbasiertes Verwaltungshandeln.
Digitale Souveränität stärken
Der Data Hub Berlin ergänzt die bestehende IT-Landschaft Berlins durch eine moderne, offene Architektur und setzt dabei konsequent auf Open Source. Der Prototyp fußt laut der Technologiestiftung auf dem bekannten Tech Stack der urbanen Datenplattform CIVITAS/CORE von Civitas Connect, wird jedoch speziell an die Bedarfe der Berliner Verwaltung angepasst und weiterentwickelt.
„Der Data Hub ist ein Schlüsselprojekt für die digitale Zukunft unserer Stadt“, betont Martina Klement, CDO des Landes Berlin und Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung. „Er stärkt die Souveränität Berlins im Umgang mit Daten, fördert innovative Anwendungsfälle und schafft die Basis für datenbasiertes Arbeiten in allen Bereichen – und damit einen echten Mehrwert für Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft.“
Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin, ergänzt: „Mit dem Data Hub Berlin steht nun eine passende Infrastruktur für eine datenbasierte Verwaltung zur Verfügung. Von der komplexen Datenverarbeitungspipeline bis zum interaktiven Dashboard – der Data Hub lässt sich für eine Vielzahl von Anwendungsfällen nutzen, für die derzeit im Land Berlin verstreute Einzellösungen oder gar keine Umsetzungsmöglichkeiten bestehen. Damit schafft er Raum für Innovationen und evidenzbasierte Entscheidungen, die Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern langfristig zugutekommen.“
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