Montag, 27. Juli 2026

FuldaEnge Kooperation mit ekom21

[09.12.2025] Eine engere Kooperation haben die Stadt Fulda und ekom21 vereinbart. Dabei hat die Kommune auch Fachverfahren ins Rechenzentrum des kommunalen IT-Dienstleisters überführt.
zwei Männer am Tisch sitzen mit papieren vor sich- Kooperation_Fulda_ekom21

Die Stadt Fulda und ekom21 haben eine strategische und operative Partnerschaft vereinbart.

ekom21-Direktor Matthias Drexelius (l.) und Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld bei der Vertragsunterzeichnung

(Bildquelle: ekom21)

Die Stadt Fulda (rund 71.000 Einwohner) hat ihr Einwohnermeldewesen und andere Verfahren bisher autonom betrieben. Nun werden diese Systeme in das Rechenzentrum von ekom21 überführt. Die Vorteile liegen dabei nach Angaben des hessischen IT-Dienstleisters auf der Hand: Die städtische IT-Abteilung wird entlastet, während Wartung, Betrieb und Updates künftig von ekom21 übernommen werden. Fulda profitiere von erhöhter Ausfallsicherheit, verbesserter Skalierbarkeit und gestärkter Cybersicherheit.

Entlastung bei gleichzeitiger Planungssicherheit stand für die Stadt Fulda an vorderer Stelle. Dazu Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld: „Mit einem erfahrenen IT-Dienstleister wie der ekom21 kann sich unsere städtische IT künftig stärker auf zentrale Zukunftsthemen konzentrieren: die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen, die Verbesserung der Servicequalität und die Optimierung interner Abläufe.“ In der Stadtverwaltung entstehen dadurch laut ekom21 Freiräume für strategische Projekte. Gleichzeitig ermögliche es die Zusammenarbeit, kommunale Angebote noch konsequenter an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger auszurichten.

Enge Partnerschaft entscheidend

„Wir freuen uns, die Stadt Fulda bei ihren Digitalisierungsprojekten unterstützen zu können. Die Auslagerung zentraler Verfahren in unser Rechenzentrum ist ein wichtiger Schritt, um die Verwaltung sicher und belastbar aufzustellen. Wir möchten dabei nicht nur zuverlässige technische Lösungen bereitstellen, sondern gemeinsam mit der Stadt neue digitale Möglichkeiten erschließen“, erläutert Matthias Drexelius, Direktor der ekom21 und Sprecher der Geschäftsführung. Er ergänzt: „Nur durch eine enge Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen Kommune und IT-Dienstleister lassen sich die Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich meistern.“

Dass Kommunen verstärkt ihre Anwendungen in ein Rechenzentrum verlagern, ist nach Angaben von ekom21 kein Zufall. Seit Jahren sieht sich die Informationstechnologie wachsenden Bedrohungen durch Cyberkriminalität ausgesetzt. Hackerangriffe und steigende Sicherheitsanforderungen machen umfassende Schutzmaßnahmen unverzichtbar. Hinzu komme der derzeitige Fachkräftemangel: Um den ständig wachsenden Anforderungen an eine komplexe und sichere Informationstechnik nachkommen zu können, benötige es schon Spezialisten mit hohem Fachwissen – hier stoßen viele Kommunen finanziell und personell an ihre Grenzen. „Bereits seit 2009 verfügt die ekom21 über eine ununterbrochene BSI-Zertifizierung nach ISO 27001. Zusammen mit einem Rund-um-die-Uhr-Betrieb können wir unseren Kunden verlässliche und sichere Leistungen anbieten“, so Matthias Drexelius abschließend.

Umstellung abgeschlossen

Die Umstellung der Fuldaer Verfahren – darunter Melde- und Passwesen, Wahlen, Behördliches Ermittlungsverfahren, Gewerbe- und Erlaubniswesen, Fischereischeine, Fundbüro, Gebührenkasse und Terminverwaltungen – wurde im Dezember 2025 abgeschlossen. Im Zuge der Umstellung werden alle 45 Arbeitsplätze in Bürgerbüro und Standesamt sowie in weiteren Ämtern angebunden. Insgesamt rund 60 Sachbearbeitende – darunter auch Beschäftigte in der Gewerbeabteilung des Rechts- und Ordnungsamts – nutzen künftig die zentralen Anwendungen. Darüber hinaus greifen etwa 500 Anwenderinnen und Anwender über eine browserbasierte Auskunftsfunktion auf die Systeme zu, darunter auch Nutzerinnen und Nutzer aus dem Landkreis.

Mit der seit 2024 im City Haus in der Bahnhofstraße ansässigen Niederlassung der ekom21 verfüge die Stadt Fulda zudem über einen leistungsstarken IT-Partner direkt vor Ort. Auf die Auslagerung des Einwohnermeldewesens folgt eine enge Zusammenarbeit im Bereich der Onlineservices: Alle auf dem Workflowsystem civento basierenden Online-Antragsformulare der Stadt werden nun im Rechenzentrum von ekom21 betrieben.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur
Luftbild der Gemeinde Eichenzell
bericht

Eichenzell: Infrastruktur setzt Maßstäbe

[24.07.2026] Mit einer kommunalen Datenplattform sowie vernetzter Sensorik hat die hessische Gemeinde Eichenzell ein starkes Fundament für die digitale Daseinsvorsorge gelegt. Perspektivisch soll die Infrastruktur auch von Nachbarkommunen genutzt werden können. mehr...

Geschäftsmann hält Puzzle mit virtuellem Symbol.
bericht

IT-Dienstleister: Next Level IT

[22.07.2026] Das Programm Komm2IT arbeitet daran, Kompetenzen zu bündeln, Doppelstrukturen zu reduzieren und landesweit einheitliche, stabile Lösungen für die Kommunen zu schaffen. mehr...

Lennart_Schaer_Stephan_Brinkmann
interview

IT-Dienstleister: Kompetenzen vereinen

[22.07.2026] Stephan Brinkmann und Lennart Schaer sprechen als Leiter über das Programm Komm2IT. mehr...

drei Personen durchtrennen vor einem Gebäude ein rotes Band

regio iT: Energieeffizientes Rechenzentrum

[14.07.2026] In Aachen hat der kommunale IT-Dienstleister regio iT sein neues Rechenzentrum namens EURaix Evolution (EVO) in Betrieb genommen. Es soll Maßstäbe bei der Energieeffizienz setzen. mehr...

Darmstadt: Städtische IT ist zu alt

[13.07.2026] Die Stadt Darmstadt hatte Ende Juni mit einem massiven Ausfall ihres E-Mail-Systems zu kämpfen. Der Grund: veraltete Technik. Mittlerweile ist die Erreichbarkeit der betroffenen Ämter wiederhergestellt – und die städtische IT soll nun mit Nachdruck modernisiert werden. mehr...

Zwie Personen in einem Meetingraum, auf einem Monitor sind weitere Teilnehmer per Videokonferenz zugeschaltet

ITEBO: Sichere Telefonie mit innovaphone

[06.07.2026] Der IT-Dienstleister ITEBO stellt öffentlichen Verwaltungen in Deutschland jetzt die Lösung innovaphone Conferencing zur Verfügung. Darüber können Behörden und kommunale Einrichtungen sichere Audio- und Videokonferenzen durchführen. 
 mehr...

rescueTablet bei Feuerwehr Hanau im Einsatz
bericht

Hanau: Tablets im Einsatz

[17.06.2026] Die Feuerwehr Hanau arbeitet mit einer digitalen Einsatzunterstützung. Eine innovative Software stellt wichtige Informationen in Echtzeit auf Tablets bereit. Die Lösung wird anhand der Rückmeldungen aus der Praxis weiterentwickelt. mehr...

Frau am Schreibtisch mit Overlay aus Ordnericons und Dokumentenicons

Bayern: Grundlagen für NOOTS geschaffen

[15.06.2026] Der Freistaat Bayern hat mit drei Erprobungsprojekten wichtige Grundlagen für den künftigen behördlichen Datenaustausch über das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) geschaffen. Die Ergebnisse sollen nun als Blaupause für weitere NOOTS-Vorhaben dienen. mehr...

Symbolbild Cloud Computing

GISA: BVVG stellt SAP-Betrieb neu auf

[15.06.2026] GISA begleitet die BVVG beim Wechsel in die SAP Private Cloud. Seit 2008 betreut der IT-Dienstleister die SAP-Systeme der Gesellschaft. Im aktuellen Transformationsprojekt unterstützt er Beratung, Qualitätssicherung und künftiges Betriebsmodell. mehr...

Bremen-NRW_API-Strategie

Bremen/Nordrhein-Westfalen: Schnittstellen statt Amtsgrenzen

[19.05.2026] Bremen und Nordrhein-Westfalen wollen den Datenaustausch in der Verwaltung vereinfachen. Eine gemeinsame Plattform soll technische Schnittstellen bündeln, Standards vereinheitlichen und Kommunen bei der Entwicklung digitaler Dienste einbinden. mehr...

Frauenhand die auf einem weißen Telefon eine Nummer eintippt

Bremen: Klassisches Telefon hat ausgedient

[05.05.2026] Die bremische Verwaltung verabschiedet sich weitgehend vom klassischen Telefon und setzt stattdessen in Zukunft auf das Softphone als Grundausstattung. 
 mehr...

Markus Bremkamp, Stephan Hauber Porträtfotos
interview

Interview: Zwischen Praxis und Politik

[28.04.2026] Im Kommune21-Interview erläutern Stephan Hauber, Vorstandsvorsitzender des VOIS-Vereins, und Markus Bremkamp, Schatzmeister des VOIS-Vereins, was sie zur Gründung ihres Vereins bewogen hat und welche Ziele dieser verfolgt. mehr...

Kreishaus Düren

Kreis Düren: Microsoft 365 eingeführt

[21.04.2026] Der Kreis Düren hat Microsoft 365 flächendeckend ausgerollt. Unterstützt wurde die Kommunalverwaltung dabei vom Dienstleister regio iT. mehr...

Rheinland-Pfalz: OPTIKOM kommt voran

[17.04.2026] Im interkommunalen Prozessmanagement-Projekt OPTIKOM in Rheinland-Pfalz wurden bereits Meilensteine erreicht, wie eine rund 1.000 Prozesse umfassende Blaupause für ein gemeinsames Prozessregister. Im kommenden Jahr können weitere Kommunen in das Projekt aufgenommen werden. mehr...

Grün eingefärbte Nahaufnahme einer Computer-Platine.
bericht

Green IT: Ganzheitlicher Ansatz für nachhaltige Digitalisierung

[08.04.2026] Angesichts der komplexen Aufgaben, denen sich der öffentliche Sektor in seiner digitalen Transformation gegenübersieht, haben Umweltaspekte oft eher niedrige Priorität. Klare Ziele und konkrete, einfache Maßnahmen helfen, Nachhaltigkeitsziele in digitale Strategien zu integrieren. mehr...