Kreis GießenBreitbandausbau auf der Zielgeraden

Landrätin Anita Schneider nahm in Berlin die Förderurkunde für den Breitbandausbau im Landkreis Gießen aus den Händen von Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung (l.), entgegen.
(Bildquelle: Kreis Gießen)
Der Breitbandausbau ist im Kreis Gießen auf der Zielgeraden angekommen. Wie die hessische Kommune mitteilt, kann sie dank einer Förderung des Bundes – der sogenannten Gigabitförderung 2.0 – die finale Ausbauphase einleiten. Mit dem Programm unterstützt der Bund den Glasfaserausbau dort, wo er privatwirtschaftlich unrentabel ist. Im Landkreis Gießen gelte dies für insgesamt 8.200 Glasfaseranschlüsse, die noch nicht hergestellt wurden und in den nächsten fünf Jahren im Zuge des geförderten Ausbaus entstehen können.
Die Gesamtkosten dafür betragen laut Gießen rund 67 Millionen Euro. 50 Prozent werden durch die nun bewilligte Gigabitförderung des Bundes übernommen. Dazu werde eine Förderung des Landes Hessen über 40 Prozent erwartet. Die übrigen zehn Prozent übernehmen die Kommunen. Das Fördergeld werde in den kommenden Jahren je nach Ausbaustand abgerufen. Es soll Glasfaser bis ins Haus verlegt werden.
„Glasfaser bis ins Haus ermöglicht leistungsfähige Datenübertragung“, sagt Landrätin Anita Schneider. „Sie ist unverzichtbar für eine moderne und zukunftsfähige Infrastruktur und den Einsatz digitaler Technologien und Lösungen in allen Bereichen des Alltags. Gut zehn Jahre nach dem Start des durch den Bund geförderten Breitbandausbaus im Landkreis Gießen sind wir nun auf der Zielgeraden.“
Seit dem Jahr 2011 arbeiten Städte, Gemeinden und der Landkreis im Zusammenschluss der Breitband Gießen GmbH gemeinsam am Ziel des flächendeckend schnellen Internets, berichtet der Landkreis. Die ersten Ausbauschritte – damals noch das Verlegen von Glasfaser bis zum Verteilerkasten – haben Kreis und Kommunen selbst initiiert, bevor im Jahr 2015 der von Bund und Land geförderte Ausbau der sogenannten letzten Meile bis ins Haus begonnen habe.
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