Montag, 1. Juni 2026

WiesbadenKI hilft bei Onlineanmeldung der Eheschließung

[03.03.2026] Bei der Onlineanmeldung zur Eheschließung setzt Wiesbaden nun auch Künstliche Intelligenz (KI) ein. Diese generiert direkt nach der Anmeldung eine individuelle Übersicht der benötigten Dokumente für das Traupaar und strukturiert die online eingereichten Unterlagen automatisch für die Sachbearbeitung.
Paar sitzt im Bett, sie hält einen Strauß weißer Rosen in den Händen, er tippt etwas in einen Laptop.

Die KI-gestützte Onlineanmeldung zur Eheschließung soll den Ablauf für Traupaare planbarer gestalten und gleichzeitig die Sachbearbeitung entlasten.

(Bildquelle: alfastudio/123rf.com)

Die Onlineanmeldung zur Eheschließung wird in Wiesbaden jetzt von einer Künstlichen Intelligenz (KI) unterstützt. „Eine Eheschließung ist ein besonderer Moment. Der Weg dorthin darf nicht kompliziert sein“, sagt Maral Koohestanian, Dezernentin für Smart City, Europa und Ordnung und selbst Standesbeamtin. „Mit der KI-Unterstützung erhalten Paare in Echtzeit eine individuell zugeschnittene Auskunft für ihre Situation. Sie wissen sofort, welche Schritte anstehen und welche Dokumente benötigt werden. Wir setzen Technologie dort ein, wo sie konkret hilft und Service spürbar verbessert – für die Traupaare ebenso wie für unsere Standesbeamtinnen und Standesbeamten.“

Wie Hessens Landeshauptstadt mitteilt, erstellt die KI die individuell generierte Übersicht der benötigten Dokumente automatisch unmittelbar nach der Online-Anmeldung. Die Traupaare können die erforderlichen Dokumente dann direkt hochladen. Die KI analysiere diese anhand von zehn typischen Konstellationen. Sie gleiche die Unterlagen mit den entsprechenden Anforderungen ab, prüfe die Vollständigkeit und Lesbarkeit und bereite die Dokumente für die fachliche Prüfung vor. In Summe sollen so Rückfragen reduziert, Nachreichungen vermieden und der Ablauf für Traupaare planbarer gestaltet werden.

Mit der automatisierten Vorstrukturierung der Dokumente entlastet die KI außerdem die Sachbearbeitung. Ob alle Dokumente vorliegen oder ob noch Nachweise fehlen, zeigt den Standesbeamtinnen und Standesbeamten ein übersichtliches Ampelsystem an. Die rechtliche Prüfung und Entscheidung verbleiben beim Standesamt, die KI unterstütze lediglich vorbereitend.

„Die Online-Anmeldung war von Beginn an so konzipiert, dass sie weiterentwickelt werden kann“, erklärt Oliver Schaus, Anbieter der Online-Anmeldung der Eheschließung, TKO. „Mit der KI-Unterstützung entsteht nun ein durchgängig digitaler Ablauf, der sowohl für die Paare als auch für das Standesamt einen echten Mehrwert bietet.“

Wie Wiesbaden mitteilt, melden in der hessischen Landeshauptstadt 75 Prozent der Traupaare ihre Eheschließung online an. Seit dem Jahr 2020 haben sie dabei die Wahl, ob sie sich per eID-Ausweisfunktion oder dem VideoIdent-Verfahren digital identifizieren möchten (wir berichteten).





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz
Bildschirm mit der Picture-Prozessplattform und KI-Funktion

Picture: KI fürs Prozessmanagement

[28.05.2026] KI-Funktionen sind ab sofort fester Bestandteil der Prozessmanagementplattform von Anbieter Picture. Anwender gelangen damit schneller zu ersten Prozessmodellen und Verbesserungsvorschlägen und profitieren von spürbaren Arbeitserleichterungen. mehr...

Hannover_Hanni_icon

Hannover: Digitale Kontaktwege erweitert

[11.05.2026] Hannovers Chatbot Hanni ist jetzt auch per Telefon und WhatsApp erreichbar. Damit erweitert die niedersächsische Landeshauptstadt ihre digitalen Kontaktwege und sorgt für mehr Service und Zugänglichkeit. mehr...

Vor einer Hecke stehen verschiedene Mülltonnen

Kreis Leer: Voicebot Hainz berät zur Müllabfuhr

[08.05.2026] Über einen neuen telefonischen Service verfügt jetzt der Abfallwirtschaftsbetrieb im Kreis Leer: Voicebot Hainz berät Kunden künftig rund um die Uhr zu Abfallarten, Abfuhrterminen, Annahmestellen oder Öffnungszeiten. mehr...

mit punkten durchzogenes Gehirn vor Laptop-Bildschirm

Initiative #MyAI: Aktionsmonat für kommunale KI

[05.05.2026] Viele Verwaltungen arbeiten gerade an ähnlichen Fragen: Wie lässt sich KI verantwortungsvoll einführen? Wie gelingt der Schritt vom Piloten in den Alltag? Im Aktionsmonat Mai wollen rund 25 Städte und Gemeinden unter dem Hashtag #MyAI2026 genau das sichtbar machen. 
 mehr...

Fliegende Euro-Banknoten vor dem Himmelshintergrund. Geld fliegt in der Luft. 500 Euro in Farbe. 3D-Darstellung
bericht

Förderwesen: Mittel automatisiert beantragen

[04.05.2026] Jährlich bleiben mehrere Millionen Euro an Fördermitteln ungenutzt. Das liegt zum einen an der komplexen, teils unübersichtlichen Förderlandschaft, zum anderen am hohen administrativen Aufwand, der mit dem Abruf von Fördermitteln verbunden ist. Der Einsatz digitaler Lösungen kann hier Abhilfe schaffen. mehr...

Zwei Personen sitzen vor einem Bildschirm auf dem die SMARD-Gov-Plattform zu sehen ist

Prosoz: Workshop zum Projekt SMARD-Gov

[24.04.2026] Einen Online-Workshop zum datenschutzkonformen Einsatz von KI in der öffentlichen Verwaltung veranstaltet das Unternehmen Prosoz. Hintergrund ist das Forschungsprojekt SMARD-Gov. mehr...

Das Wohngeld Plus soll Bürger von hohen Energiekosten und gestiegenen Mieten entlasten.

Tübingen: KI für Wohngeld im Test

[23.04.2026] In Tübingen können sich Studierende beim Ausfüllen des Wohngeldantrags jetzt KI-Unterstützung holen. Die Testphase läuft noch bis 1. Mai. Denkbar sind perspektivisch eine Übertragung auf weitere Anträge für soziale Leistungen sowie eine Nachnutzung durch andere Kommunen. mehr...

Prosoz / Intric: KI für sensible Bürgerdaten

[23.04.2026] Prosoz und Intric pilotieren gemeinsam eine souveräne KI-Infrastruktur in deutschen Kommunalverwaltungen. Der Pilot umfasst die KI-gestützte Transkription und Dokumentation in Fachbereichen mit sensiblen Bürgerdaten in mehreren deutschen Städten. mehr...

Gruppenfoto

Prozessautomatisierung: 17 Kommunen pilotieren KI

[22.04.2026] Mit dem Agentic AI Hub etabliert das BMDS eine Schnittstelle zwischen öffentlicher Verwaltung und jungen KI-Firmen. Im Rahmen des bundesweiten Pilotprojekts sollen administrative Routinen in technische Prototypen übersetzt und von KI-Systemen abgearbeitet werden - in ganz unterschiedlichen Bereichen. mehr...

Landtagsabgeordneter Felix Locke, Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring, Landrat Ben Schwarz in der Digitalen Bürgerwabe

Kreis Roth: Start für die Digitale Bürgerwabe

[22.04.2026] Künstliche Intelligenz unterstützt Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Roth künftig bei Behördengängen. Die Digitale Bürgerwabe verbindet elektronische Verwaltung und Vor-Ort-Service und hilft etwa beim Ausfüllen von Formularen. Eingesetzt wird der Prototyp zunächst für den Antrag auf Wohngeld. mehr...

Eine Person im hält ein Smartphone in der Hand, daneben ist symbolhaft ein Chatbot mit Sprechblasen abgebildet.

Smart CJM: Intelligente Terminbuchung

[22.04.2026] Ein KI-gestütztes Customer-Journey-Management für die öffentliche Verwaltung hat jetzt das Unternehmen Smart CJM mit seiner neuen Plattform Smart NexCX im Angebot. Im Zusammenspiel mit der Komponente Smart Connect AI soll sie Kommunen unter anderem eine effiziente Terminplanung ermöglichen. mehr...

Oberhausen: Innovative Zusammenarbeit für KI

[20.04.2026] Die Stadt Oberhausen hat gemeinsam mit anderen Kommunen und IT-Dienstleistern eine Kooperationsgemeinschaft für KI-Lösungen aufgebaut. Für das Projekt KommI wurde die Stadt jetzt vom Land Nordrhein-Westfalen mit dem Preis für innovative interkommunale Zusammenarbeit gewürdigt. mehr...

Eine Person tippt auf einer Tastatur.

Schwentinental: Planungs-KI von Dataport

[20.04.2026] Der IT-Dienstleister Dataport hat eine Planungs-KI für die Stadt Schwentinental entwickelt. Finanzielle Unterstützung kam vom Land Schleswig-Holstein im Rahmen des Programms Offene Innovation. mehr...

Nahaufnahme eines Telefons auf einem Schreibtisch, männlcihe Hände halten den Hörer fest und tippen auf Tastenfeld.

Nürnberg: Ruft! Uns! An!

[17.04.2026] Die Stadt Nürnberg ist gerade damit befasst, einen KI-gestützten Voicebot einzuführen, der rund um die Uhr Auskünfte zu Verwaltungsleistungen erteilen soll. Bürgerinnen und Bürger wirkten mit: In einer Probephase wurden Rückmeldungen gesammelt und umgesetzt und der Bot weiter trainiert. mehr...

KI-Voicebot Sonny fängt eine Mülltonne mit dem Kabel eines Telefons als Lasso ein

SYNQONY: Voicebot für die Abfallwirtschaft

[13.04.2026] Einen KI-Voicebot für die kommunale Abfallwirtschaft hat das Unternehmen SYNQONY entwickelt. Derzeit wird der digitale Abfallberater Qonny in einem Pilotprojekt mit dem Kreis Leer getestet. mehr...