MünchenOpen Source für die Schöffenwahl

Die Anwendung Ehrenamtjustiz soll in München die Abläufe rund um die Auswahl von Schöffen und ehrenamtlichen Richtern erleichtern.
(Bildquelle: psisa/123rf.com)
Zur Berufung von Schöffinnen und Schöffen beim Amtsgericht sowie ehrenamtlichen Richterinnen und Richtern am Verwaltungsgericht führt das IT-Referat der bayerischen Landeshauptstadt München die Open-Source-Anwendung Ehrenamtjustiz ein. Das moderne Fachverfahren soll Sachbearbeitende bei der Erfassung, Verwaltung und Auswahl geeigneter Bewerber für die oben genannten Ämter unterstützen – diese Arbeit sei mit der bisher genutzten Software namens Schöffenverwaltung komplex und zeitintensiv gewesen, teilt die Stadt München mit.
Mithilfe der Lösung Ehrenamtjustiz könnten Bewerbungen zentral erfasst und verwaltet werden; Vorschlagslisten würden auf Grundlage eines präzisen Abgleichs der Bewerberdaten mit dem Melderegister automatisiert erstellt. Gleichzeitig eröffne die Anwendung einen digitalen Weg für die Bürgerinnen und Bürger: Wer sich für das Schöffenamt oder das Amt als ehrenamtlicher Richter interessiere, könne online mit der Gemeindeverwaltung in Kontakt treten und sich für die Vorschlagslisten vormerken lassen. Das senke Hürden – und stärke die Beteiligung an der ehrenamtlichen Justiz.
Technisch basiert die Anwendung nach Angaben des Münchner IT-Referats auf der bewährten it@M-Referenzarchitektur und wird auf der OpenShift-Plattform betrieben. Die Architektur gewährleiste eine klare Trennung von Komponenten und biete standardisierte Schnittstellen zu externen Systemen wie dem Einwohnermelderegister und Änderungsdiensten.
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