Mittwoch, 22. Juli 2026

WolfsburgSAP für Finanz- und Personalprozesse

[05.03.2026] In Wolfsburg wird die bisherige Software zur Steuerung von Finanz- und Personalprozessen durch ein neues ERP-System (Enterprise Resource Planning) abgelöst. Zum Einsatz kommen die Lösungen SAP S/4HANA für das Finanzwesen sowie das Personalmanagement- und Abrechnungssystem SAP SuccessFactors.
Stadt Wolfsburg will sich zukunftsorientiert aufstellen.

Die Stadt Wolfsburg will ihre Finanz- und Personalprozesse künftig cloudbasiert betreiben und integriert steuern.

(Bildquelle: Stadt Wolfsburg)

Die Stadt Wolfsburg plant die Einführung eines neuen Finanzsystems auf Basis von SAP S/4HANA in der Private Cloud mit einem speziell für Kommunen entwickelten Standard-Template sowie die Einführung des Personalmanagement- und Abrechnungssystems SAP SuccessFactors in der Public Cloud. Beide Lösungen werden vom Softwareunternehmen SAP bereitgestellt. Mit dem neuen ERP-System (Enterprise Resource Planning) will die Stadt nach eigenen Angaben eine moderne, integrierte Softwarelösung zur zentralen Steuerung von Finanz- und Personalprozessen schaffen und das bisherige, seit dem Jahr 2001 genutzte System durch eine zukunftsfähige Lösung ersetzen.

„Mit dem neuen ERP-System modernisieren wir die digitale Grundlage unserer Verwaltung“, erklärte dazu Wolfsburgs Oberbürgermeister Dennis Weilmann. „Wir investieren damit gezielt in effizientere Prozesse, eine leistungsfähige und sichere IT-Infrastruktur sowie bessere Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden. Gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzungen, um Verwaltungsleistungen auch künftig zuverlässig und wirtschaftlich zu erbringen.“

Jens Hofschröer, Dezernent für Digitales und Wirtschaft, führt aus: „Mit der Einführung von SAP S/4HANA und SuccessFactors schaffen wir die technologische Basis für eine medienbruchfreie, datengetriebene Steuerung zentraler Verwaltungsprozesse und stärken zugleich Transparenz sowie strategische Steuerungsfähigkeit im Konzern Stadt. Damit lösen wir nicht nur ein Altsystem ab, sondern etablieren eine skalierbare, cloudbasierte Architektur, die künftige fachliche, regulatorische und technologische Anforderungen nachhaltig abbildet.“

Zukunftsfähigkeit im Fokus

Wie die Stadt Wolfsburg weiter berichtet, wurden vor der Wahl des ERP-Systems in einem umfassenden verwaltungsinternen Vorprojekt zunächst bestehende Aufgaben und Prozesse analysiert, Anforderungen definiert und verschiedene Anbieter anhand eines strukturierten Kriterienkatalogs bewertet. Neben der rechtssicheren Abwicklung und Erfüllung der Ist-Prozesse sei insbesondere die Zukunftsfähigkeit des Systems eine wesentliche Anforderung gewesen. Um Effizienzpotenziale nachhaltig zu erschließen und die digitale Transformation der Verwaltung strategisch voranzutreiben, habe die Stadt ihren Blick dabei unter anderem auf eine durchgängige Prozessautomatisierung, den gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie eine nahtlose Integration in die bestehende und zukünftige IT-Landschaft gerichtet. Zudem seien im Auswahlprozess umfassende Live-Demonstrationen durchgeführt worden, in denen zentrale Prozesse, Automatisierungsszenarien und Integrationsmöglichkeiten realitätsnah präsentiert und bewertet wurden.

Für die Einführung des neuen Systems werden laut der Stadtverwaltung einmalige Projektkosten von rund vier Millionen Euro veranschlagt, verteilt über mehrere Jahre. Nach vollständiger Einführung werden die jährlichen Betriebskosten voraussichtlich bei rund 1,7 Millionen Euro liegen. Ein Teil davon werde durch den Wegfall bisheriger Betriebs- und Wartungskosten sowie durch Effizienzgewinne kompensiert.

Die Umsetzung erfolgt schrittweise über mehrere Jahre. Zunächst sollen zentrale Funktionen im Finanzwesen sowie wesentliche Module des Personalmanagements eingeführt werden. Parallel wird ein Projektteam aufgebaut, das die Einführung koordiniert und die Einhaltung von Zeit-, Qualitäts- und Budgetzielen sicherstellt.

Die entsprechende Vorlage zur Einführung des ERP-Systems wird nun in den politischen Gremien beraten. Der Ratsbeschluss zur Bereitstellung der Mittel und zum weiteren Vorgehen ist für den 18. März 2026 vorgesehen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren
Parkschild Bewohnerparken vor blauem Himmel

Braunschweig: Digital zum Bewohnerparkausweis

[22.07.2026] Die Stadt Braunschweig erweitert ihr Angebot an digitalen Dienstleistungen um den Bewohnerparkausweis. Dieser wird künftig nur noch in digitaler Form ausgegeben. mehr...

Helm auf Baustelle

Bremen: Bauantrag wird digital

[13.07.2026] Seit Anfang Juli können in Bremen Bauvorlagen lediglich online eingereicht werden. Die bisherige Wahlmöglichkeit zwischen elektronischer und Papierform entfällt. Analog eingereichte Anträge werden künftig zurückgeschickt. mehr...

Digitalisierung ist ein kontinuierlicher Prozess.

Niedersachsen: Bauleitplanung landesweit digital

[09.07.2026] Niedersachsen hat für seine Kommunen flächendeckend das digitale Verfahren DiPlanCockpit PRO für die Bauleitplanung eingeführt. Das neue Online-System soll Planungsverfahren schneller und einfacher machen. mehr...

stilisierter Identitätsnachweis mit einem Schloss, Symbol für sichere eID
bericht

Meldewesen: Fit für die digitale Welt

[02.07.2026] Die zunehmende Bedeutung digitaler Identitäten für verwaltungsinterne Vorgänge ist nur eine der Herausforderungen, auf die das Meldewesen Antworten finden muss. Auch den Themen Sicherheit und Resilienz gilt es, künftig verstärkt Aufmerksamkeit zu widmen. mehr...

Blick in einen Trausaal der Stadt Magdeburg, im Vordergrund ein Smartphone auf dem das neue Angebot Digitaler Traukalender geöffnet ist

Magdeburg: Standesamt digitalisiert Terminvergabe

[01.07.2026] Künftige Brautpaare können ihren Wunschtermin zur Eheschließung jetzt online beim Standesamt der Stadt Magdeburg reservieren. Die neuen digitalen Trau- und Terminkalender können zudem für weitere Anliegen genutzt werden. mehr...

Care Kita-app in Mainz_Logos

Mainz: Kita-App für alle

[01.07.2026] In Mainz wird die Care Kita-App in allen städtischen Kindertagesstätten ausgerollt. Bis zum Start des neuen Kita-Jahres 2026/2027 werden alle städtischen Kitas an die Anwendung angebunden. mehr...

Unternehmensgründung: Loslegen statt Formulare ausfüllen

[08.06.2026] Aachen und Düsseldorf testen ab Juli den digitalen Kombiantrag im Bund-Länder-Projekt Schneller Gründen. Er soll Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung verbinden, doppelte Dateneingaben vermeiden und Bearbeitungszeiten verkürzen. mehr...

bericht

Personalabrechnung: Belastbare Strukturen

[29.05.2026] Steigende Komplexität und Fachkräftemangel setzen die Personalabrechnung in der öffentlichen Verwaltung zunehmend unter Druck. Die Auslagerung wird daher zu einem strategischen Instrument, um Risiken zu reduzieren und weiterhin handlungsfähig zu bleiben. mehr...

Dom Luftaufnahme Fulda Domplatz Innenstadt

Fulda: Pilotstandort für schnelleres Gründen

[28.05.2026] Fulda übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Modernisierung von Gründungsverfahren. Als eine von neun Pilotkommunen wurde die Stadt mit ihrer Nachbargemeinde Petersberg vom Bund für das Projekt „Schneller Gründen“ ausgewählt. mehr...

eine Frau schiebt eine Restabfalltonne auf die Straße

Kreis Oldenburg: SAP zentralisiert Abfallwirtschaft

[08.05.2026] Pünktlich zum Jahresbeginn hat der Kreis Oldenburg gemeinsam mit dem IT-Dienstleister KDO ein technisches Großprojekt auf Basis seines bestehenden SAP-Systems erfolgreich zum Abschluss gebracht: Die Zentralisierung der Abfallwirtschaft. mehr...

Auf einem Smartphone ist eine digitale G´Hundemarke zu sehen, im Hintergrund ist verschwommen ein Hundesgesicht erkennbar
bericht

Essen: Hundesteuermarke auf dem Smartphone

[06.05.2026] Wer einen Hund hält, muss diesen anmelden und erhält dafür eine Hundesteuermarke. Für die rund 30.000 Hunde in Essen steht diese seit Beginn dieses Jahres nicht mehr als Metallmarke, sondern in digitaler Form zur Verfügung. mehr...

Räumfahrzeug auf einer verschneiten Straße in einer Stadt

Winterdienst: Digital auf den nächsten Schnee vorbereiten

[05.05.2026] Bei frühsommerlichen Temperaturen bereiten sich viele Kommunen bereits auf den nächsten Winterdienst vor. Angesichts zunehmend dynamischer Wetterlagen und hoher Anforderungen an Reaktionsgeschwindigkeit und Koordination gewinnen digitale Lösungen zur Alarmierung und Einsatzsteuerung an Bedeutung. mehr...

Kita
bericht

Kita-Lösungen: Ganztagsbetreuung verwalten

[29.04.2026] Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem kommenden Schuljahr stehen Kommunen vor der Aufgabe, mehr Angebote zu schaffen und deren Vergabe effizient zu organisieren. Digitale Lösungen können helfen, Nachfrage und Kapazitäten besser zu steuern. mehr...

Straßenfest mit Essensbuden

EDV Ermtraud: Gaststätte online anmelden

[15.04.2026] Das Land Baden-Württemberg hat den Anzeigeweg im Gaststättengewerbe vereinfacht. Das Unternehmen EDV Ermtraud hat jetzt einen Online-Dienst vorgestellt, über den Bürgerinnen und Bürger ihre Anzeige künftig digital einreichen können. mehr...

Mainz: Umstellung auf den digitalen Bauantrag

[14.04.2026] Die Stadt Mainz treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltungsleistungen voran: Künftig wird auch das zentrale Fachverfahren Bauantrag digital unterstützt. Die Umstellung auf das neue Verfahren erfolgt schrittweise. 
 mehr...