Mittwoch, 11. März 2026

BarrierefreiheitStudie sieht Stuttgart auf Rang vier

[11.03.2026] Das Internetportal der Landeshauptstadt Stuttgart gehört laut einer Studie zu den barriereärmsten kommunalen Webseiten in Deutschland. Unter 83 untersuchten Städten belegt stuttgart.de den vierten Platz. Die Untersuchung zeigt zugleich: Vollständig barrierefrei ist bisher kein Stadtportal.
Zwei Desktopbildschirme zeigen unterschiedliche Seiten des Stuttgarter Internetportals an.

Die Stuttgarter Website ist seniorenfreundlich, mehrsprachig und nutzerorientiert gestaltet und minimiert auf diese Weise digitale Barrieren.

(Bildquelle: Stadt Stuttgart)

Das Stuttgarter Internetportal zählt laut einer bundesweiten Studie zu den kommunalen Vorreitern hinsichtlich der digitalen Barrierefreiheit. Wie Baden-Württembergs Landeshauptstadt mitteilt, erreicht die Website mit einem Barrierefreiheitsgrad von 76,4 Prozent Rang vier unter 83 untersuchten Stadtportalen. Vor Stuttgart liegen mit einem Barrierefreiheitsscore von 82,1 Prozent die Stadt Köln, mit 80,65 Prozent die Stadt München sowie mit 78,75 Prozent die Stadt Hamburg. Die entsprechende Untersuchung hat das Unternehmen Heinrich Reuter Solutions (HeiReS) in Kooperation mit dem gemeinnützigen Unternehmen IT hilft durchgeführt.

Für ihre Analyse haben die beiden Partner die Internetseiten der 83 Städte untersucht, die im Smart City Index des Branchenverbands Bitkom aufgeführt sind. Die Forscherinnen und Forscher nutzten laut Stuttgart automatisierte Tests nach internationalen Standards. Zusätzlich prüften Fachleute die Seiten manuell. Bewertet wurden Start- und Unterseiten sowie Dokumente im PDF-Format und Videos. Die Datenerhebung fand in zwei Phasen im Jahr 2025 und zu Beginn des Jahres 2026 statt. 

Die Studie bewertet unter anderem, wie gut eine Website für Bürger beispielsweise mit Seh-, Bewegungs- oder Lernschwierigkeiten zugänglich ist. Als Maßstab seien die internationalen Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) herangezogen worden. Stuttgart erreicht hier einen Wert von 82,8. Zusätzlich vergaben die Prüferinnen und Prüfer einen Inklusionswert von 70 Prozent für weitere qualitative Aspekte der Barrierefreiheit. Insgesamt erhielt die Stuttgarter Website in der Studie die Note drei.

Stuttgart geht konsequent weiter

Die Untersuchung nennt mehrere Stärken des Stuttgarter Portals. Dazu zählen Informationen in Leichter Sprache, Inhalte für ältere Menschen, Angebote in mehreren Sprachen und eine aktuelle Erklärung zur Barrierefreiheit. Auch die technische Grundlage der Seite wird positiv bewertet. Ein Content-Management-System unterstützt die barrierearme Gestaltung der Seiten. Nutzerinnen und Nutzer könnten sich dadurch leichter orientieren.

Gleichzeitig macht die Studie deutlich, dass digitale Barrierefreiheit ein anspruchsvoller Standard ist, den derzeit keine der untersuchten Städte vollständig erfüllt. Die Landeshauptstadt Stuttgart will ihren Weg zu digitaler Teilhabe deshalb konsequent fortsetzen. Inhalte und Dokumente sollen kontinuierlich optimiert, Online-Services weiter ausgebaut und technische Standards fortlaufend verbessert werden.

Das Stuttgarter Stadtportal informiert über Dienstleistungen der Verwaltung und über das Leben in der Stadt. Bürgerinnen und Bürger finden dort unter anderem einen Veranstaltungskalender, Online-Dienste und Nachrichten aus der Kommunalpolitik. Auch Themen wie die Stadtentwicklung, der Klimaschutz, Mobilität und Digitalisierung werden dargestellt. Zudem listet das Portal Sportstätten, Schwimmbäder und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche auf. Nach Angaben der Stadt besuchen im Durchschnitt pro Monat mehr als 850.000 Nutzerinnen und Nutzer die Seite.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: CMS | Portale
fünf Personen vor einem Bildschirm_relaunch_kreis Neuwied

Kreis Neuwied: Website erneuert

[04.03.2026] Seine Internetpräsenz hat der Kreis Neuwied neu gestaltet. Nach dem Relaunch präsentiert sich die Website nun nutzerfreundlich, barrierefrei und konsequent auf Service ausgerichtet. mehr...

Screenshot der Rosengarten-App.

Rosengarten: App schafft digitale Nähe

[17.02.2026] Um Servicethemen und Meldungen noch direkter und unkomplizierter zu vermitteln, bietet die Gemeinde Rosengarten ab sofort eine City-App an. Die Kommune kann somit relevante Informationen in Echtzeit und gezielt verteilen. mehr...

Screenshot der Bernauer Plattform mit eingeblendeten Eye-Able-Einstellungen.

Bernau bei Berlin: Barrierearmes Online-Rathaus

[11.02.2026] In Bernau bei Berlin können die Bürgerinnen und Bürger über das Serviceportal Rathaus online bestimmte Verwaltungsdienste zeit- und ortsunabhängig digital in Anspruch nehmen. Der integrierte Eye-Able-Assistent erleichtert Menschen mit Einschränkungen den Zugang zur Plattform. mehr...

Screenshot der Startseite von Augsburg.de mit eingeblendetem Barrierefreiheit-Menü.

Augsburg: Informationen in Leichter Sprache

[11.02.2026] Die Augsburger Website kann nun in 15 Sprachen und zahlreiche Inhalte auch in Leichter Sprache ausgespielt werden. Die Plattform soll so barriereärmer werden. Das Angebot wird Schritt für Schritt erweitert. mehr...

Screenshot leben in Weimar

Weimar: Leben in der Stadt im Überblick

[06.02.2026] Die Stadt Weimar hat ihre Internetseiten rund um das Leben in der thüringischen Kommune überarbeitet und neu strukturiert. Statt eines komplexen Mixes aus Zuständigkeiten, Formularen und Verweisen stehen nun lebensnahe Themen im Mittelpunkt. mehr...

Mehrere Personen stehen vor einem Whiteboard mit einer Präsentation der Integriert-App versammelt, zwei davon drücken symbolisch den Startknopf des neuen Angebots.
bericht

Essen / Kaiserslautern / Würzburg: Integreat-App unterstützt Zugezogene

[03.02.2026] Um zugewanderten und geflüchteten Menschen das Ankommen in der Stadt zu erleichtern, greifen jetzt auch Essen und Würzburg auf die Integreat-App zurück. Kaiserslautern bietet die Open-Source-Anwendung bereits seit sechs Jahren an und stellt sie neuerdings in 13 Sprachen zur Verfügung. mehr...

Screenshot Serviceportal Kreis Wittenberg

Kreis Wittenberg: Service im Portal

[30.01.2026] Im Serviceportal der Kreisverwaltung Wittenberg können Dienstleistungen digital in Anspruch genommen werden. Das Online-Angebot wird kontinuierlich ausgebaut. Der Verwaltung ist aber auch der persönliche Kontakt wichtig. mehr...

Mock-up eines Monitors mit den Webinhalten

Krefeld: Update für die Stadt-Webseite

[28.01.2026] Krefeld.de startet mit neuem Design und klarer Struktur. Die Website bündelt Informationen, trennt Inhalte konsequent vom Serviceportal und ist mobil, barrierearm sowie suchmaschinenoptimiert aufgebaut. Ziel ist ein schneller Zugang zu städtischen Angeboten. mehr...

Ein Auto fährt durch eine überflutetet Straße

Kreis Viersen: Gute Kommunikation für Krisenzeiten

[21.01.2026] In Katastrophenszenarien ist es wichtig, Bürgerinnen und Bürger umgehend zu informieren. Cyber-Angriffe können die unmittelbare Kommunikationsfähigkeit von Behörden aber stark einschränken. Der Kreis Viersen hat deshalb eine Notfallseite konzipiert, die aktuelle Warnungen und Vorsorgetipps vereint. mehr...

Holger Dettmer präsentiert ein Smartphone, auf dessen Bildschirm die Goslar-App zu sehen ist.

Goslar: Alles in einer App

[12.01.2026] Nach erfolgreicher Testphase bietet Goslar den Bürgerinnen und Bürgern nun eine kostenfreie Stadt-App an. Sie vereint zahlreiche digitale Dienstleistungen der Verwaltung und Informationen rund um das Stadtleben. Erweiterungen sind bereits geplant. mehr...

Screenshot Startseite Augustdorf.de

Augustdorf: Frisches Design und neue Funktionen

[08.01.2026] Die Gemeinde Augustdorf hat ihren Internetauftritt überarbeitet und präsentiert sich online jetzt moderner, bürgernäher und funktionaler. mehr...

Person vor Computerbildschirm mit BauTheLänd-Homepage

Plattform: Bau the Länd

[04.12.2025] In Baden-Württemberg bietet die neue Wissensplattform „Bau the Länd“ Bauherren, Planern, Behördenmitarbeitern und interessierten Bürgern zentrale Informationen rund um das Bauen im Land und das Virtuelle Bauamt mehr...

Screenshot der Startseite von hannover.gov.de.

Hannover: Stadt und Region starten gov.de-Portale

[20.11.2025] Sowohl die Stadt als auch die Regionsverwaltung Hannover bieten ihre Serviceportale jetzt mit der Endung gov.de an. Die für deutsche Behörden und staatliche Institutionen reservierten Domain-Endungen sollen die Vertrauenswürdigkeit der Websites herausstellen. mehr...

Zwei Männer und zwei Frauen sitzen nebeneinander an einem rundlichen Tisch und unterzeichnen Unterlagen.

Rheinland-Pfalz: Vier Landkreise starten IKZ-Portal

[19.11.2025] Im Rahmen des Pilotprojekts Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) haben die Kreise Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell, Vulkaneifel sowie der Eifelkreis Bitburg-Prüm ein gemeinsames Portal eingerichtet, das die Verwaltungsdienstleistungen aller vier Landkreise, ihrer Verbandsgemeinden und Städte bündelt. mehr...