WiesbadenStadt-App unerwünscht

Wiesbadenerinnen und Wiesbadener wünschen sich mehr Bürgerservice, aber keine eigene Stadt-App.
(Bildquelle: milosk/123rf.com)
Die Stadt Wiesbaden hat ihre Umfrage zu einer möglichen Stadt-App abgeschlossen. Wie die hessische Landeshauptstadt berichtet, machen mehr als 200 Rückmeldungen deutlich, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger einen zentralen, verständlichen und alltagstauglichen Zugang zu städtischen Informationen, Karten und Dienstleistungen wünschen, dies aber nicht durch eine zusätzliche Einzel-App erreicht werden sollte.
Im Rahmen einer Online-Befragung auf dem städtischen Beteiligungsportal wiesbadenwirkt.de, durch Gespräche in der Innenstadt sowie in einem Workshop im Zukunftswerk hat die Stadt laut eigenen Angaben untersucht, wie bestehende digitale Angebote und Stadt-Apps anderer Kommunen wahrgenommen werden, und welche Erwartungen an eine mögliche Lösung für Wiesbaden bestehen. Die Ergebnisse zeigten klar: Gewünscht wird kein weiteres, isoliertes Angebot ohne eindeutige Positionierung, sondern ein gebündelter und niedrigschwelliger Zugang zu den wichtigsten städtischen Informationen und Services.
Vor diesem Hintergrund verfolge die Verwaltung die Entwicklung einer eigenständigen Stadt-App derzeit nicht weiter. Ziel bleibe vielmehr, die digitalen Angebote der Stadt zentral, alltagstauglich und barrierearm zugänglich zu machen. Die Ergebnisse der Umfrage geben hierfür eine klare Richtung vor: weniger Insellösungen, dafür mehr Orientierung, durchgängige Nutzbarkeit ohne Medienbrüche und digitale Services mit erkennbarem Mehrwert im Alltag.
Die Stadtverwaltung wird daher eigenen Angabe zufolge die bestehenden digitalen Dienstleistungen kontinuierlich im Hinblick auf ihre Nutzungsfreundlichkeit überprüfen und weiterentwickeln. Darüber hinaus werde aktuell ein Projekt vorangetrieben, das verschiedene städtische Kartenangebote bündeln und sowohl digital als auch in analoger Form zur Verfügung stellen soll.
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