Freitag, 19. Juni 2026

MannheimMit digitaler Hilfe sauberer werden

[29.04.2026] Optische Sensoren sollen der Stadt Mannheim künftig dabei helfen, Verschmutzungen im öffentlichen Raum zu erfassen und so dazu beitragen, das Stadtbild zu verbessern. Die Technik wird zunächst in einer mehrmonatigen Pilotphase getestet.
Kamera auf einem Mannheimer Abfallsammelfahrzeug

Stadt Mannheim erprobt digitale Erfassung der Sauberkeit im öffentlichen Raum.

(Bildquelle: Stadt Mannheim)

Ob wilde Müllablagerungen oder achtlos weggeworfener Kleinabfall – Verschmutzungen im öffentlichen Raum beeinträchtigen das Stadtbild in Mannheim spürbar. Sie mindern die Aufenthaltsqualität, versperren Wege und stellen die Stadtreinigung und Abfallwirtschaft vor große Herausforderungen, insbesondere in Zeiten knapper Kassen. 

Der Stadtraumservice Mannheim und die Smart City Mannheim wollen daher künftig optische Sensoren auf kommunalen Fahrzeugen nutzen, um automatisiert Daten zur Sauberkeit im öffentlichen Raum zu erfassen. 

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, geht es in einer viermonatigen Pilotphase nun zunächst um die Frage, ob die neue Technik auch wirklich weiterhilft und sich unterschiedliche Arten von Abfällen – von großteiligen Ablagerungen bis hin zu kleinteiligem Littering – durch optische Sensoren zuverlässig erkennen lassen. Dazu werden Kameras auf Abfallsammelfahrzeugen und Kehrmaschinen montiert, die im Rahmen ihrer regulären Touren Daten zu Zeit, Ort und Art der Verschmutzung erfassen. Großteilige Müllablagerungen sollen künftig außerdem mit angemeldetem Sperrmüll abgeglichen werden, um illegale Müllablagerungen zu erkennen.

Die gesammelten Daten ermöglichen es nach Angaben der Stadt Mannheim, stark verschmutzte Bereiche zu identifizieren, Entwicklungen über längere Zeiträume zu beobachten und Rückschlüsse auf besonders belastete Stadtteile zu ziehen. Die Sensorik ergänzt dabei das bestehende manuelle Qualitätserfassungssystem der Stadt Mannheim. Der automatisierte Ansatz kann somit helfen, die Datengrundlage erheblich zu verbessern und Ressourcenengpässe zu schließen. 

Sollte die erste Phase erfolgreich verlaufen, ist eine zwölfmonatige Anschlussphase geplant. In dieser soll geprüft werden, wie die gewonnenen Informationen in die tägliche Arbeitsorganisation integriert werden können – etwa zur Optimierung von Reinigungsrouten oder zur gezielteren Abholung von wilden Müllablagerungen. Ziel ist es, die Stadtsauberkeit nicht nur sichtbarer sowie messbarer zu machen, sondern auch kommunale Reinigungsprozesse datenbasiert zu steuern. 

„Wir wollen die Sauberkeit in der Stadt verbessern und gehen dafür auch neue, innovative Wege. Wir erhoffen uns von den gewonnenen Informationen eine verlässliche Grundlage sowohl für die Einsatzplanung der Stadtreinigung als auch für weitere strategische Entscheidungen“, fasst Mannheims Erste Bürgermeisterin Diana Pretzell zusammen.





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