BBSRDie Wirkung von Smart-City-Vorhaben darstellen

Die Wirkung von Smart-City-Vorhaben muss angemessen dargestellt werden.
(Bildquelle: macrovector / 123rf.com)
Smart-City-Projekte wirken oft jenseits klassischer Kennzahlen: Neue Kooperationen entstehen, das Image eines Standorts verändert sich, Innovationsprozesse kommen in Gang. Solche Effekte lassen sich selten direkt auf einzelne Maßnahmen zurückführen. Stattdessen zeigen sie sich dort, wo sich Zusammenarbeit, Wahrnehmung und Standortqualität verbessern. Im Rahmen der Begleitforschung der Koordinierungs- und Transferstelle (KTS) im Programm Modellprojekte Smart Cities (MPSC) entstand eine neue Praxishilfe, die zeigt, wie Kommunen solche Zusammenhänge solche Effekte erkennen, einordnen und verständlich vermitteln können. Notwendig ist dies beispielsweise gegenüber der Politik oder Projektpartnern, wenn es um Prioritäten oder die langfristige Fortführung von Maßnahmen geht.
Die Veröffentlichung richtet sich an kommunale Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie an Verantwortliche für Digitalisierung und Stadtentwicklung. Erarbeitet wurde sie vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) und dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE, Herausgeber ist das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
Wie kann man indirekte Effekte sichtbar machen?
Fünf Fallstudien aus den Modellprojekten Smart Cities illustrieren, wie Smart-City-Projekte die regionale Wirtschaft stärken. So bringt in Zwönitz ein digitales Gründerzentrum Start-ups, Verwaltung und Mittelstand zusammen. Die Stadt Freiburg verbindet Datenplattform und Bürgerbeteiligung, um Stadtentwicklung datenbasiert und partizipativ zu gestalten, während Jena Unternehmen und Forschung gezielt über ein Innovation Hub vernetzt. Osnabrück baut digitale MINT-Kompetenzen aus und stärkt so langfristig das Fachkräfteangebot; Linz am Rhein steigert die Attraktivität des Standortes durch smarte Infrastruktur, davon profitieren Tourismus und Innenstadtentwicklung. All diese Beispiele zeigen: Indirekte Effekte lassen sich nicht einfach zählen. Entscheidend sind nachvollziehbare Wirkzusammenhänge und klare Narrative.
Systematisch und wirksam beschreiben
Ein weiteres zentrales Element der Veröffentlichung ist ein Checklisten-Tool. Es hilft Kommunen dabei, ihre Projekte systematisch zu beschreiben und Wirkungen überzeugend darzustellen – etwa wenn es um Prioritäten oder die langfristige Fortführung von Maßnahmen geht. „Smart-City-Projekte wirken oft leise, aber mit großer Wirkung – sie vernetzen wirtschaftsrelevante Akteure, stärken den Standort und setzen Innovationsimpulse“, erklärt Jakob Schackmar, Projektleiter im BBSR. „Die Praxishilfe soll dabei helfen, genau diese Effekte sichtbar zu machen und überzeugend zu vermitteln.“
MPSC: Vom Piloten zur Praxis (2) – Nachnutzung braucht Struktur
[24.06.2026] Die Modellprojekte Smart Cities haben viele erfolgreiche Lösungen und auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit hervorgebracht. Nun geht es darum, entstandene Netzwerke, Unterstützungsangebote und Entwicklungsgemeinschaften zu verankern - nur so können die Pilotprojekte breit nachgenutzt werden. mehr...
Klimawandel: Daten gegen den Hitzestress
[23.06.2026] Auf die Herausforderungen des Klimawandels können Städte nicht nur mit baulich-physischen Maßnahmen reagieren. Auch der Aus- und Umbau der digitalen Dateninfrastruktur und die systematische Organisation klimarelevanter Daten stärken die kommunale Resilienz. mehr...
MPSC: Vom Piloten zur Praxis (1) – Zusammenarbeit statt Insellösungen
[23.06.2026] Seit 2019 gibt es das Fördervorhaben Modellprojekte Smart Cities, über 70 Kommunen und Regionen haben bisher teilgenommen. Dabei entstanden nicht nur viele erfolgreiche technische Lösungen, sondern auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit – für viele Beteiligte ein entscheidender Faktor. mehr...
Gütersloh: Sensoren erfassen Parkplatzauslastung
[12.06.2026] Mit Bodensensoren erfasst die Stadt Gütersloh zurzeit die Auslastung von vier Fahrzeugstellplätzen an der Königstraße. Die Daten sollen in die Planungen zur Umgestaltung des Kreuzungsbereichs zur Hohenzollernstraße einfließen, der ein Unfallschwerpunkt ist. mehr...
Studie: Digitale Zwillinge in der Praxis
[10.06.2026] Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat eine neue Veröffentlichung zum Thema urbane Digitale Zwillinge herausgegeben, die im Rahmen der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities entstanden ist. mehr...
Serie Smart Cities, Teil 2: Sensoren sinnvoll nutzen
[20.05.2026] Sensorik und Internet of Things sind das Nervensystem der smarten Stadt – sie liefern Daten, welche Prozesse optimieren und die Entscheidungsfindung erleichtern können. Beim Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur können Kommunen auch klein starten. mehr...
Lübeck: Weitere Kreuzungen digitalisiert
[11.05.2026] In Lübeck werden derzeit vier Kreuzungen mit einem innovativen System zur Verkehrserfassung ausgestattet. Die Hansestadt setzt damit ein weiteres Teilprojekt im Rahmen ihres Vorhabens VIAA um. mehr...
Plattformen: Von smart zu intelligent
[30.04.2026] Digitale Lösungen können Prozesse beschleunigen, Mitarbeitende entlasten und den Bürgerservice verbessern. Drei Bausteine bringen Kommunen auf diesem Weg entscheidend voran: urbane Datenplattformen, Automatisierungs- und KI-Plattformen. mehr...
Mannheim: Mit digitaler Hilfe sauberer werden
[29.04.2026] Optische Sensoren sollen der Stadt Mannheim künftig dabei helfen, Verschmutzungen im öffentlichen Raum zu erfassen und so dazu beitragen, das Stadtbild zu verbessern. Die Technik wird zunächst in einer mehrmonatigen Pilotphase getestet. mehr...
Kassel: App stärkt das Vereinsleben
[28.04.2026] Eine App soll in Kassel künftig helfen, die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen besser und einfacher zu organisieren. Jetzt startet der im Rahmen des Modellprojekts Smart Kassel entwickelte digitale Assistent für Vereine in den Praxistest. mehr...
Lübeck: Hansestadt digital erleben
[27.04.2026] Die Hansestadt Lübeck erweitert ihr digitales Angebot um ein dreidimensionales Stadtmodell. Es macht Gebäude, Straßen und Plätze virtuell erlebbar und soll zugleich neue Anwendungen für Stadtentwicklung und Kulturvermittlung ermöglichen. mehr...
Serie Smart Cities, Teil 1: Daten im Griff
[23.04.2026] Kommunale Daten sind die Grundlage jeder smarten Stadt. Wie gelingt es Städten und Regionen, Daten strategisch zu nutzen und so ihre digitale Transformation selbstbestimmt zu gestalten? Start einer neuen Expertenreihe des Fraunhofer-Instituts IESE. mehr...
Markt Weisendorf: Zukunftsfähig mit Digitalen Zwillingen
[23.04.2026] Die Gemeinde Markt Weisendorf nutzt einen Digital Twin für Planung, Steuerung und Beteiligung. Aufbauend auf dem Förderprogramm TwinBy hat die Kommune mehrere Anwendungen entwickelt, die Daten bündeln und visualisieren und so kommunale Entscheidungen unterstützen. mehr...
Kassel: Digitale Hilfe für barrierefreie Wege
[17.04.2026] In Kassel werden Daten zur Barrierefreiheit von Gebäuden in der Innenstadt erhoben und anschließend online gebündelt präsentiert. Das Projekt „Digitaler Wegweiser“ soll Menschen mit Hilfebedarf die Orientierung erleichtern. Bürgerinnen und Bürger können sich an der Datenerhebung beteiligen. mehr...



















