Freitag, 3. Juli 2026

ThüringenMehr Daten für die kommunale Klimaanpassung

[03.07.2026] Thüringen hat seinen Informationsportal zum Klimaschutz überarbeitet. Interaktive Karten und fachliche Hinweise sollen Kommunen helfen, Wärmebelastung, Starkregen und Trockenstress besser einzuschätzen und passende Anpassungsmaßnahmen zu planen.
Karte des Landes Thüringen, größtenteils in Blau- und Cyantönen

Beispielgrafik für einen Wärmebelastungsindex, mit jahreszeitlich untypisch niedrigen Werten.

(Bildquelle: Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten Thüringen)

Seit fünf Jahren informiert das Land Thüringen in seinem Klimaleitfaden online über Klimaveränderungen im Land und mögliche Anpassungsmaßnahmen vor Ort. Das Angebot richtet sich vor allem an Kommunen, steht aber auch Bürgerinnen und Bürgern offen. Nun haben das Thüringer Umweltministerium und das Landesumweltamt das umfassende Onlineangebot aktualisiert. Thüringens Umweltminister Kummer verwies auf die zunehmende Bedeutung kommunaler Vorsorge. „Extreme Hitzetage, auch in diesem Sommer, Starkregen und überflutete Straßen gehören zu den wahrscheinlicher werdenden Wetterextremen“, erklärte er. Mit den Verbesserungen des Informationsportals wolle das Land Kommunen dabei unterstützen, sich stärker auf Klimaveränderungen einzustellen und vorhandene Unterstützungsangebote zu nutzen.

Aktualisierte Karten und Datengrundlagen

Mit den jüngsten Updates wurden vor allem die interaktiven Karten und fachlichen Hinweise erweitert. Der Wärmebelastungsindex zeigt nun genauer, wo der Wärmeinseleffekt in Thüringer Gemeinden besonders stark ausgeprägt ist und wo günstige bioklimatische Bedingungen herrschen. Ergänzend verweist der Leitfaden auf die Kühle-Orte- und Erfrischungskarte des Landesumweltamtes. Auch beim Thema Starkregen wurden zusätzliche Informationen eingebunden: Neben der Hinweiskarte zu Starkregengefahren ist nun ein Leitfaden zur Erstellung kommunaler Starkregengefahren- und -risikokarten verlinkt. Für die Bewertung von Trockenstress bei städtischem Grün wird zudem die klimatische Wasserbilanz berücksichtigt, die das Landesumweltamt berechnet hat.





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