Dienstag, 7. Juli 2026

GüterslohSensoren unterstützen Winterdienst

[07.07.2026] 
In Gütersloh geht das Smart-City-Projekt „Smarter Winterdienst“ in den Testbetrieb – an 13 Standorten im Stadtgebiet werden künftig Sensoren den Zustand der Fahrbahnoberfläche erfassen.
Mehrere Personen halten Sensoren in die Kamera

In Gütersloh startet der Testbetrieb des smarten Winterdienstes.

v.l.: Thorsten Schmidthuis, Leiter Fachbereich Digitalisierung und Geoinformation; die Dezernenten Albrecht Pförtner und Carsten Schlepphorst; Johannes Weiß, Leiter Forschung und Entwicklung bei der Firma LB Elektro- und Verkehrsanlagenbau; Ulrich Zurlinden, Leiter Stadtreinigung.

Sommer, Sonne, Hitzewelle: Wer denkt da schon an Schneefall und glatte Straßen. Aber: Der nächste Winter kommt zweifellos und mit ihm kritische Verkehrsverhältnisse. Um diese dann präzise erfassen zu können, startet die Stadt Gütersloh in Kürze den Testbetrieb für den „Smarten Winterdienst“ – ein weiteres Smart-City-Projekt. Mithilfe sensorgestützter Technologie wird die Erkennung und Meldung von gefährlichen Wetterlagen verbessert. Ziel ist es nach Angaben der Stadtverwaltung, dass der städtische Winterdienst bei Glatteisbildung und Schneefall gezielter ausrücken kann.


An zunächst sechs bis sieben von insgesamt 13 geplanten Standorten lässt die Stadt Wetterstationen mit Sensor und Solarmodul anbringen – an einem Laternenpfahl oder an einem Extra-Masten. Weitere Standorte sollen in den nächsten Wochen folgen. Der Sensor ist nach unten auf die Fahrbahn gerichtet. Er erkennt den Straßenzustand – zum Beispiel nass oder überfroren – und übermittelt die physikalischen Messwerte per Funk zur Stadtverwaltung. Das Solarmodul liefert den Strom. Parallel misst und überträgt die Wetterstation rund um die Uhr Klimawerte.


Wie die Stadt Gütersloh weiter mitteilt, bieten die Sensordaten den Mitarbeitenden der Stadtreinigung bei Schnee oder Glätte eine präzise Entscheidungshilfe, ob und wann zum Streuen und Schneeräumen ausgerückt wird. „Wir erhoffen uns davon, dass überflüssige Fahrtwege und Streusalzeinsätze vermieden werden können, was die Umwelt schont und Kosten spart“, erläutert Albrecht Pförtner, Beigeordneter der Stadt Gütersloh für Bauen, Mobilität und Umwelt.

„Sensortechnologie unterstützt uns bei der Umsetzung unserer Aufgaben für die Stadtgesellschaft in immer mehr Bereichen“, macht Carsten Schlepphorst, Beigeordneter für Digitalisierung, IT, Personal, Organisation und Feuerwehr, deutlich. Smart-City-Projekte wie die sensorgestützte Wässerung städtischer Jungbäume und die Bewässerungsautomation im Botanischen Garten seien Erfolgsbeispiele. „Mit den neuen Straßenzustandssensoren verbessern wir die Erkennung kritischer Wetterlagen im Stadtgebiet. Davon profitieren alle Bürgerinnen und Bürger.“ Der „Smarte Winterdienst“ wird aus dem Bundesprogramm Modellprojekte Smart Cities gefördert und von den städtischen Fachbereichen Stadtreinigung sowie Digitalisierung und Geoinformation umgesetzt.






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