Donnerstag, 22. Oktober 2026

Low CodeSchlanker und smarter

[14.08.2026] Mit der Low-Code-Plattform OutSystems kann Digitalisierung schneller, wirtschaftlicher und nachhaltiger umgesetzt werden. Diese Vorteile zeigen sich im Praxiseinsatz in zahlreichen Kommunen.
Hände auf Laptop, darüber einmontiert Icons für Puzzleteile, Zahnrad, Schraubenschlüssel, Dokument

Low Code ist ein wichtiger Baustein der Verwaltungsdigitalisierung.

(Bildquelle: tadamichi/stock.adobe.com)

Kommunen stehen unter erheblichem Handlungsdruck. Die entscheidende Frage lautet daher, wie Digitalisierung schneller, wirtschaftlicher und nachhaltiger umgesetzt werden kann. Eine Antwort darauf liefert die Low-Code-Plattform OutSystems.
In vielen Kommunen werden digitale Fachverfahren noch immer klassisch entwickelt. Von der Anforderung über Ausschreibung und Entwicklung bis zum produktiven Einsatz vergehen häufig Monate oder sogar Jahre. Gleichzeitig ändern sich Gesetze, Prozesse und Anforderungen kontinuierlich. OutSystems setzt genau hier an. Durch visuelle Entwicklung statt aufwendiger Programmierung können Anwendungen deutlich einfacher erstellt und angepasst werden. Neue Anforderungen lassen sich innerhalb von Tagen oder Wochen umsetzen.

Der Mangel an qualifizierten Entwicklern gehört zu den größten Herausforderungen kommunaler IT-Abteilungen. Low Code schafft hier neue Möglichkeiten. Wiederverwendbare Komponenten, automatisierte Entwicklungsprozesse und KI-gestützte Qualitätssicherung reduzieren den Aufwand erheblich. Dadurch können bestehende Teams mehr Projekte umsetzen, ohne proportional mehr Personal aufzubauen. Gleichzeitig behält die IT jederzeit die Kontrolle über Architektur, Sicherheit und Governance. Low Code bedeutet nicht weniger Professionalität, sondern mehr Produktivität. Fachbereiche und IT arbeiten enger zusammen und bringen Anforderungen schneller in die Umsetzung.

Gleiche Aufgaben gemeinsam lösen

Viele Kommunen stehen vor denselben Herausforderungen. Ähnliche Lösungen werden häufig mehrfach entwickelt und finanziert. Mit OutSystems können Anwendungen gemeinsam entwickelt und von mehreren Kommunen genutzt werden. Dabei bleibt der Kern erhalten, während lokale Anpassungen möglich sind.
Die Vorteile von Low Code zeigen sich längst im praktischen Einsatz. Kommunen wie Esslingen, Konstanz und Stuttgart nutzen OutSystems, um digitale Anwendungen schneller bereitzustellen und Verwaltungsprozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Plattform ermöglicht es, neue Anforderungen flexibel umzusetzen, bestehende Verfahren zu modernisieren und digitale Services für Beschäftigte sowie Bürgerinnen und Bürger effizient bereitzustellen. Ein besonders beachtetes Beispiel liefert die interkommunale Zusammenarbeit am Niederrhein. Die Städte Nettetal, Kleve, Emmerich am Rhein, Kempen und Willich sowie die Gemeinde Sonsbeck nutzen gemeinsam eine OutSystems-Plattform (wir berichteten). Alle Anwendungen werden modular entwickelt und können von den Partnerkommunen nachgenutzt werden. Regelmäßige Abstimmungen fördern den Wissenstransfer und die gemeinsame Weiterentwicklung.

Technik trifft Organisation

OutSystems ist weit mehr als ein Werkzeug zur Anwendungsentwicklung. Moderne Verwaltungsanwendungen müssen mit Fachverfahren, Dokumentenmanagementsystemen, Portalen oder ERP-Lösungen zusammenarbeiten. Die Plattform bietet hierfür umfangreiche Integrationsmöglichkeiten und kann bestehende IT-Landschaften einbinden, ohne diese vollständig ersetzen zu müssen. So lassen sich sowohl neue Fachverfahren entwickeln als auch bestehende Anwendungen modernisieren. Gleichzeitig können Webanwendungen, mobile Apps, Mitarbeiterportale und Bürgerdienste auf einer gemeinsamen technologischen Basis entstehen. Das reduziert Komplexität und vereinfacht den Betrieb.
Die Erfahrungen vieler Kommunen zeigen, dass der Erfolg von Low-Code-Projekten nicht allein von der gewählten Plattform abhängt. Ebenso entscheidend sind Methodik, Governance und die Fähigkeit, Fachbereiche und IT frühzeitig einzubinden. Gerade in der öffentlichen Verwaltung müssen neben technischen Anforderungen auch organisatorische Rahmenbedingungen, Vergaberecht, Datenschutz und bestehende Fachverfahrenslandschaften berücksichtigt werden. Kommunen profitieren daher von Partnern, die sowohl die Technologie als auch die Besonderheiten der öffentlichen Verwaltung kennen.

Zu den Unternehmen, die sich auf die Umsetzung von OutSystems-Projekten im Public Sector spezialisiert haben, gehört S&D Software nach Maß. Der Anbieter begleitet die öffentliche Hand seit vielen Jahren bei der Einführung und Weiterentwicklung digitaler Fachverfahren. Neben der technischen Umsetzung gehören auch Beratung, Qualifizierung und die Befähigung eigener Mitarbeitender zum Leistungsspektrum.
Die Praxis zeigt: Besonders erfolgreich sind Projekte dort, wo Technologie, Fachlichkeit und organisatorische Veränderung gemeinsam betrachtet werden. Low Code kann seine Stärken vor allem dann ausspielen, wenn Kommunen nicht nur einzelne Anwendungen entwickeln, sondern eine nachhaltige Plattformstrategie für ihre Digitalisierung verfolgen.

Lars Klein ist Geschäftsführer der S&D Software nach Maß GmbH.




Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren
BIM-LV-Container Export in CaliforniaX

G&W Software: BIM-basierte Kostenermittlung

[22.10.2026] Auf der BIM World Munich 2026 zeigt G&W Software, wie sich Mengen- und Kostenermittlungen aus digitalen Bauwerksmodellen weitgehend automatisieren lassen. Neue Funktionen der AVA-Software CaliforniaX sollen zudem den Datenaustausch zwischen Projektbeteiligten erleichtern. mehr...

bericht

Osnabrück: Basis für Finanzprozesse

[19.10.2026] Im Rahmen des Projekts RISE 4 OS stellt die Stadt Osnabrück ihre Finanzprozesse auf SAP S/4HANA Cloud Private Edition um. Neben dem Plattformwechsel stehen standardisierte Prozesse, Datenmigration und Changemanagement im Mittelpunkt. mehr...

Erbauer mit dem Kran, der mehrstöckiges Haus baut. Winter- oder Herbsthintergrund. Bauarbeiter Arbeiter mit Kran auf einem Mehrfamilienhaus. Unter blauem Himmel.

Bremen: Vorreiter bei der digitalen Baugenehmigung

[14.10.2026] Seit Juli 2026 können Bauanträge in der Stadtgemeinde Bremen ausschließlich digital eingereicht werden. Auch die Bearbeitung und Bescheidung erfolgen vollständig elektronisch. Damit setzt Bremen bereits um, was der Bund bis 2028 als verbindlichen Regelweg etablieren will. mehr...

Rendering Hallenbad Zuffenhausen

Stuttgart: BIM stadtweit auf Kurs bringen

[12.10.2026] Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart baut den Einsatz von Building Information Modeling (BIM) weiter aus. Neben neuen Projekten stehen dabei gemeinsame Standards, eine bessere Datenqualität und eine stadtweite IT-Architektur für digitale Bauwerksdaten im Fokus. mehr...

Gruppenbild: Männer in Sackos neben Komm.ONE Werbebanner

Lübeck: Finanzwesen aus einer Hand

[12.10.2026] Die Hansestadt Lübeck hat sich für ein Finanzsoftware-Paket von Komm.ONE entschieden. Der IT-Dienstleister aus Baden-Württemberg übernimmt auch Betrieb und Support. Das Einführungsprojekt für die SAP-basierten Anwendungen startete am 1. Oktober 2026. mehr...

Gruppenfoto von Lennart Schaer, Patricia Pichottki (beide GovConnect) und Martin Kuban (ekom21).

ekom21 / GovConnect: Kooperation bei Ordnungswidrigkeiten

[06.10.2026] Die kommunalen IT-Dienstleister ekom21 und GovConnect wollen bei der Digitalisierung von Ordnungswidrigkeitenverfahren enger zusammenarbeiten. Ziel ist ein gemeinsames, cloudfähiges und sicheres Produktportfolio. mehr...

Smart Country Convention: S-Public Services verbindet digitale Verwaltungsprozesse

[05.10.2026] S-Public Services zeigt auf der Smart Country Convention Lösungen, die digitale Anträge, interne Bearbeitung und Bezahlung miteinander verbinden. Im Mittelpunkt stehen die Anwendungen PublicForms und PublicFlow sowie verschiedene digitale Bezahlverfahren. mehr...

Gruppenfoto Team Bauordnung in Detmold

Detmold: Ohne Papier zur Baugenehmigung

[30.09.2026] Ab Anfang Oktober müssen Bauanträge bei der Stadt Detmold digital eingereicht werden. Das Bauportal.NRW und die Kommunikationsplattform ELAN Classic sollen von der Antragstellung über den Austausch bis zur Bearbeitung einen medienbruchfreien Ablauf ermöglichen. mehr...

bericht

Friedhofsverwaltung: Stimmiges Gesamtkonzept

[29.09.2026] Selbst Friedhöfe sind von der Digitalisierung betroffen. Moderne, webbasierte Software hilft Friedhofsverwaltungen, ihre Aufgaben besser zu organisieren. Zudem schafft sie für Angehörige mehr Verlässlichkeit in einem sensiblen Umfeld. mehr...

Wennigsen: Ferienbetreuung digital buchen

[21.09.2026] Die Gemeinde Wennigsen setzt für die Anmeldung zur Ganztagsbetreuung in den Herbstferien die Fachsoftware NOLIS | Schulkind ein. Nach Angaben des Anbieters lagen zwischen Bereitstellung und Produktivbetrieb lediglich zwei Wochen. mehr...

Märkischer Kreis: WiNOWiG im Echtbetrieb

[15.09.2026] Der Märkische Kreis hat die Umstellung auf die Software WiNOWiG abgeschlossen. Die Lösung für die Bearbeitung von Ordnungswidrigkeiten soll schrittweise das bislang eingesetzte Verfahren SC-OWi ablösen. Weitere Kreise und Kommunen sollen folgen. mehr...

Junge Frau im Auto sitzend präsentiert ihre Führerscheinkarte

Kreis Calw: Führerscheinwesen neu aufgestellt

[08.09.2026] Der Landkreis Calw hat sein Führerscheinwesen mithilfe des kommunalen IT-Dienstleisters Komm.ONE auf ein neues Fachverfahren umgestellt. Die Einführung von KM-Fahrerlaubnis ist ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung der Verwaltungsdienstleistungen im Bereich Verkehrswesen. mehr...

Ein Geschäftsmann in Startposition vor einer Startlinie

Gewerbewesen: Praxisbewährte Lösungen statt Schlagworte

[08.09.2026] Die Modernisierung und Vereinfachung von Gründungsverfahren ist aktuell ein großes Thema und wird im Rahmen des Bundesprojekts „Schneller Gründen“ derzeit in neun Pilotkommunen erprobt. Dabei sind die Voraussetzungen zur schnellen Unternehmensgründung längst vorhanden und die digitalen Prozesse werden bereits intensiv genutzt. Darauf weist jetzt das Unternehmen EDV Ermtraud hin. mehr...

Kreis Dachau: Bilanz nach Systemwechsel

[07.09.2026] Seit Anfang 2025 arbeitet das Sozialamt des Landkreises Dachau mit dem Fachverfahren LÄMMkom LISSA. Nach mehr als einem Jahr im Echtbetrieb zieht der Landkreis Bilanz und berichtet von Verbesserungen bei Struktur, Auszahlungen und Auswertungen. mehr...

Junge Grundschüler mit Lehrer bei Schreibübungen

Nolis: Ganztagsbetreuung digital organisieren

[02.09.2026] Neben dem Ausbau der Betreuungsangebote für Grundschulkinder rückt auch deren Organisation zunehmend in den Fokus. Eine Lösung für die digitale Anmeldung und Platzvergabe bietet das Unternehmen Nolis mit seiner Software NOLIS | Schulkind, die jetzt bei den ersten Kommunen im Einsatz ist. mehr...