Märkischer KreisKI-Assistentin geht ans Telefon

Märkischer Kreis führt die KI-Telefonassistentin Emka ein.
v.l.: Landrat Ralf Schwarzkopf; Andreas Lüsebrink, Fachdienstleiter Digitalisierung und IT beim Märkischen Kreis
(Bildquelle: Katharina Buschmann / Märkischer Kreis)
Der Märkische Kreis setzt die bislang nur auf der städtischen Homepage tätige virtuelle Chatbot-Assistentin Emka jetzt auch am Telefon ein. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, übernimmt der KI-basierte Sprachbot außerhalb der regulären Dienstzeiten die telefonische Auskunft. Damit sollen Bürgerinnen und Bürger auch abends, an Wochenenden und Feiertagen Informationen zu Dienstleistungen der Verwaltung erhalten können.
Die KI-Assistentin greift nach Angaben des Kreises auf die auf der Verwaltungswebsite hinterlegten Informationen zurück. Sie kann beispielsweise Auskunft darüber geben, welche Dokumente für die Zulassung eines Fahrzeugs benötigt werden oder wer für Fragen zum Elterngeld zuständig ist. Kann Emka eine Frage nicht beantworten oder wird ein persönlicher Kontakt gewünscht, nennt sie die entsprechenden Durchwahlnummern für die regulären Öffnungszeiten.
Als Sprachdialogsystem kann Emka gesprochene Sprache erkennen und darauf antworten. Laut Kreisverwaltung beherrscht die Assistentin mehr als 30 Sprachen, darunter Deutsch, Türkisch, Arabisch, Polnisch und Englisch. Sie antwortet jeweils in der Sprache, in der sie angesprochen wird. „Natürlich ersetzt der Sprachbot nicht den persönlichen Kontakt. Er ist aber ein zusätzliches Angebot, unseren Bürgerservice ein Stück weit einfacher und moderner zu machen“, sagt Landrat Ralf Schwarzkopf. Ziel sei es, Informationen jederzeit schneller und unkomplizierter zugänglich zu machen.
Der Sprachbot baut auf dem virtuellen Chatbot-Avatar auf, den der Märkische Kreis im Dezember 2025 mit technischer Unterstützung von Humanizing Technologies auf seiner Website eingeführt hat. Zunächst soll die Telefonfunktion erprobt werden. Weitere Einsatzmöglichkeiten, etwa die Annahme von Rückrufbitten, könnten später hinzukommen.
Von der Erprobungsphase verspricht sich die Kreisverwaltung zudem Erkenntnisse darüber, wie verständlich ihre Dienstleistungen und Verwaltungsabläufe dargestellt werden. „Wir erwarten uns, dass wir anhand konkreter Gesprächsabläufe nach und nach unsere Dienstleistungen und deren Verwaltungsabläufe für Bürgerinnen und Bürger immer verständlicher und zielführender darstellen, erklären und somit unseren Service verbessern können“, erklärt Andreas Lüsebrink, Fachdienstleiter Digitalisierung und IT beim Märkischen Kreis.
Künstliche Intelligenz: Die Grenzen der Assistenzen
[14.09.2026] In der Debatte über KI in der Verwaltung steht meist die Frage im Mittelpunkt, was Maschinen können. Die aus rechtsstaatlicher Sicht viel wichtigere Frage lautet jedoch, was sie nicht dürfen. Diese Frage hat das Verwaltungsverfahrensgesetz längst beantwortet. mehr...
NEGZ-Herbsttagung: Impulse für die Verwaltungsdigitalisierung
[10.09.2026] Bei der Herbsttagung des NEGZ haben Fachleute aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aktuelle Fragen der Verwaltungsdigitalisierung diskutiert. Im Mittelpunkt standen unter anderem EUDI-Wallet, Open Source, Künstliche Intelligenz und digitale Souveränität. mehr...
Advertorial: In 48 Stunden gestartet. In einem Quartal flächendeckend im Einsatz
[07.09.2026] Wie die Gemeinde Herzebrock-Clarholz ihre gesamte Verwaltung mit Ayunis Core KI-fit gemacht hat – und was andere Kommunen daraus lernen können. mehr...
Studie: Wie hoch ist der digitale Stress?
[03.09.2026] Eine bundesweite Studie zur digitalen Transformation in kommunalen Verwaltungen, welche die Stadt Osnabrück und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) durchführen, nimmt insbesondere die Perspektive der Beschäftigten in den Blick und untersucht den Status quo des digitalen Stresses. Für die anonyme Onlinebefragung werden noch Teilnehmer gesucht. mehr...
Hamm: Tom Hamme hilft weiter
[03.09.2026] Er ist rund um die Uhr erreichbar und spricht mehr als 100 Sprachen: Der KI-gestützte Chatbot Tom Hamme hilft ab sofort schnell und einfach mit Infos zu Leistungen und Angeboten der Stadt Hamm weiter. mehr...
Genesys: Neues Fördermitglied bei GovTech Deutschland
[01.09.2026] Das KI-Unternehmen Genesys ist dem Bündnis GovTech Deutschland beigetreten, das Verwaltungen auf allen Ebenen mit innovativen Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen vernetzt. Genesys will dazu beitragen, mit KI-gestützter Kommunikation und durchgängigen Service-Customer-Journeys öffentliche Institutionen zukunftsfähig zu machen. mehr...
Bayern: Hochwasserschutz mit KI
[27.08.2026] Bayern fördert den Ausbau eines KI-gestützten Frühwarnsystems von 28 Kommunen mit weiteren knapp 1,6 Millionen Euro. Mehr als 150 Messstationen und ein Digitaler Zwilling sollen Risiken durch Hochwasser, Starkregen und Trockenheit frühzeitig erkennen helfen. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Test des KI-Assistenten NRW.Genius
[26.08.2026] Drei Pilotkommunen in Nordrhein-Westfalen erproben die KI-Verwaltungsassistenz NRW.Genius. Die Anwendung soll Beschäftigte beispielsweise der Stadt Essen unter anderem beim Auswerten, Durchsuchen und Erstellen von Texten unterstützen. mehr...
Interview: Mit Agenten Zeit sparen
[24.08.2026] lector.ai bietet eine Plattform zur automatisierten Verarbeitung von Behördenpost. Über das Pilotprojekt im Neckar-Odenwald-Kreis und die Teilnahme am Agentic AI Hub des Bundesdigitalministeriums sprach Kommune21 mit Unternehmensgründer Benjamin von Ardenne. mehr...
Dinslaken: Digitales Serviceangebot erweitert
[21.08.2026] Die Stadt Dinslaken erweitert ihr digitales Serviceangebot um neue Online-Dienste im Bürgerbüro und in der Ausländerbehörde. Erstmals prüft dabei auch eine KI hochgeladene Unterlagen, während eine Dokumentenbox die Abholung von Aufenthaltstiteln vereinfacht. mehr...
TSA Public Service/brainocons: Verwaltungswissen für KI-Assistenten
[20.08.2026] Statt Informationen in mehreren Systemen zu suchen, sollen Verwaltungsmitarbeitende sie künftig direkt über KI-Assistenten abrufen können. TSA Public Service und brainocons wollen dafür interne Wissensquellen mit laufend aktualisierten Verwaltungsinformationen verbinden. mehr...
Kreis Peine: Kulturwandel eingeleitet
[19.08.2026] Im Landkreis Peine sollen alle künftig eingesetzten KI-Tools zentral gesteuert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich die Kreisverwaltung für die KI-Middleware brainomatics entschieden. Das System nutzt kommunale interne und externe Wissensquellen. mehr...
Oberhausen: Zusammen ist besser
[18.08.2026] In der Kooperationsgemeinschaft KommI entwickeln Kommunen und kommunale IT-Dienstleister KI-Lösungen. In der federführenden Stadt Oberhausen wird auch ein praxisnahes Verständnis etabliert, wie KI im Verwaltungsalltag eingeführt und genutzt werden kann. mehr...
Kreis Darmstadt-Dieburg: Belastbare Daten für die Wohnraumbedarfsanalyse
[18.08.2026] Der Kreis Darmstadt-Dieburg stellt seinen Kommunen künftig mit einer KI-basierten Wohnraumbedarfsanalyse eine belastbare Grundlage für die Wohnraumplanung zur Verfügung. Die Analyse soll kleinräumige Entwicklungen sichtbar machen und frühzeitig zeigen, wo bezahlbarer Wohnraum fehlt. mehr...


















