VitakoKommunale KI in die Fläche bringen

Die Teilnehmenden der VITAKO KI-Fachkonferenz 2026 in Hannover.
v.l.: William Schmitt, Vorstandsvorsitzender Vitako; Boris van Benthem, CIO der Stadt Oberhausen; Kerstin Pliquett, Vorständin Vitako; Christian Davepon, AKDB; Yasmeen Babar, regio iT; Lars Hoppmann, geschäftsführender Vorstand Vitako; Maximilian Brünn, govdigital; Christian Völz, kdvz Rhein-Erft-Rur; Markus Lemgo, nextgov iT.
(Bildquelle: Sebastian Kiener für VITAKO e.V)
Die Teilnehmenden der VITAKO KI-Fachkonferenz 2026 in Hannover.
v.l.: William Schmitt, Vorstandsvorsitzender Vitako; Boris van Benthem, CIO der Stadt Oberhausen; Kerstin Pliquett, Vorständin Vitako; Christian Davepon, AKDB; Yasmeen Babar, regio iT; Lars Hoppmann, geschäftsführender Vorstand Vitako; Maximilian Brünn, govdigital; Christian Völz, kdvz Rhein-Erft-Rur; Markus Lemgo, nextgov iT.
(Bildquelle: Sebastian Kiener für VITAKO e.V)
Wie können aus einzelnen KI-Projekten Lösungen entstehen, die von vielen Kommunalverwaltungen genutzt und dauerhaft betrieben werden können? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Fachkonferenz „KI-Ökosystem Kommune: Entwicklungen, Lösungen, Perspektiven“ zu der die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister Vitako am 23. September 2026 nach Hannover eingeladen hatte. Vertreterinnen und Vertreter kommunaler IT-Dienstleister, aus Verwaltung und Bundespolitik diskutierten dort über konkrete Anwendungen, gemeinsame Plattformen und die Voraussetzungen für einen souveränen KI-Einsatz.
Nach Einschätzung von Vitako tritt die kommunale KI-Entwicklung damit in eine entscheidende Phase ein. Nach ersten Pilotprojekten gehe es nun darum, Künstliche Intelligenz sicher, wirtschaftlich und rechtssicher in den Verwaltungsalltag zu integrieren. Zugleich müssten erfolgreiche Lösungen so gestaltet werden, dass andere Kommunen sie möglichst einfach nachnutzen und in den dauerhaften Betrieb überführen können.
„Die einzuhaltenden Compliance-Anforderungen machen das besonders anspruchsvoll, weshalb es für die Nutzerinnen und Nutzer rechtssichere und einfachere Lösungen braucht“, erklärte Vitako-Vorständin und KDN-Geschäftsleiterin Kerstin Pliquett. Mit der in Nordrhein-Westfalen gestarteten Initiative KommI (wir berichteten) würden deshalb gemeinsam mit kommunalen Praktikerinnen und Praktikern Lösungen entwickelt, bei denen die einfache Nachnutzung im Mittelpunkt stehe.
KI ist in der kommunalen Verwaltung angekommen
Wie weit sich die kommunale KI-Landschaft seit der letzten Vitako-KI-Fachkonferenz 2024 entwickelt hat, zeigten verschiedene Praxisbeispiele. So thematisierte Dataport die Rolle öffentlicher IT-Dienstleister beim Übergang vom KI-Piloten zum Dauerbetrieb. govdigital stellte seine GenAI-Plattform und Möglichkeiten eines gemeinsamen KI-Betriebs vor. Die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) präsentierte ihren KI-Antragsmanager. Mit KommI und KoKI (wir berichteten) wurden zudem Ansätze für interkommunale Zusammenarbeit und den Einsatz von Open Source vorgestellt. Weitere Beiträge beschäftigten sich unter anderem mit KI im Bevölkerungsschutz, in der Softwareentwicklung und im kommunalen Arbeitsalltag.
Vorgestellt wurde außerdem der Marktplatz der KI-Möglichkeiten (MaKI, wir berichteten). Die Plattform soll transparent machen, welche KI-Lösungen in Bund, Ländern und Kommunen bereits eingesetzt werden, und deren Nachnutzung erleichtern.
IT-Dienstleister spielen eine Schlüsselrolle
Nach Einschätzung von Vitako kommt den kommunalen IT-Dienstleistern beim breiten Einsatz von KI eine Schlüsselrolle zu. Sie verfügten über die notwendigen Infrastrukturen sowie Erfahrungen mit Fachverfahren, Schnittstellen und den Anforderungen der Kommunalverwaltungen. „Entscheidend ist jetzt ihre breite Nachnutzung über souveräne Betriebsstrukturen, die Vertrauen schaffen und langfristige Handlungsfähigkeit sichern“, erklärte Vitako-Vorstand Lars Hoppmann.
Zum Abschluss der Fachkonferenz diskutierten die Teilnehmenden über technische Voraussetzungen, Datenschutz, Sicherheit und digitale Souveränität sowie KI-Marktplätze und Kooperationsmodelle. Die Ergebnisse sollen laut Vitako in die weitere Arbeit an kommunalen KI-Anwendungen, Plattformen und Standards einfließen.
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