Dienstag, 29. September 2026

BitkomSmart Country Startup Award 2026

[29.09.2026] Der vom Bitkom ausgelobte Smart Country Startup Award zeichnet als Innovationspreis der Smart Country Convention Start-ups in den Bereichen Smart City und GovTech aus. Nun stehen die fünf Finalisten fest, die im Rahmen der Smart Country Convention ihre Lösungen vorstellen werden.
Personengruppe auf einer rot ausgestalteten Bühne mit Aufschrift "Smart Country Startup Award"

Impression von der Verleihung des Smart Country Startup Awards im Jahr 2025.

(Bildquelle: Messe Berlin)

Von sicheren Behördennetzen und agentischer KI für die Verwaltung über beschleunigte Aufenthaltsverfahren und smarte Straßenbeleuchtung bis hin zu digitalen Zahlungsprozessen in Pflege und Betreuung reicht das Spektrum der Lösungen, mit denen sich fünf Start-ups um den Smart Country Startup Award 2026 bewerben. Get Started, die Start-up- und Scale-up-Initiative des Digitalverbands Bitkom, vergibt die Auszeichnung an das Unternehmen mit der überzeugendsten Lösung für einen modernen und digitalen Staat.
Unterstützt wird der Wettbewerb von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte sowie der vom Bundeswirtschaftsministerium initiierten de:hub Initiative, die Start-ups, etablierte Unternehmen und Wissenschaft miteinander vernetzt. „Der öffentliche Sektor muss und will moderner und digitaler werden, kommt aber oft noch nicht oder nur zu langsam voran“, sagte Daniel Breitinger, der beim Bitkom für Start-ups und Scale-ups zuständig ist. Junge Unternehmen könnten die Transformation mit neuen Technologien und anderen Perspektiven beschleunigen. Der Award solle ihnen Zugang zu den Entscheidern verschaffen, die ihre Lösungen in die Anwendung bringen könnten.

Fünf Lösungen für den digitalen Staat

Am 14. Oktober präsentieren die Finalisten ihre Angebote auf der Smart Country Convention (SCCON) in Berlin vor Jury und Publikum. Das Bremer Unternehmen ellamind will agentische KI in der Verwaltung einsetzen. Software-Agenten prüfen beispielsweise Websites automatisiert auf Anforderungen der Barrierefreiheit, darunter Kontraste, Alternativtexte und die Bedienbarkeit per Tastatur. Die Ergebnisse werden in einem nachvollziehbaren Prüfbericht zusammengefasst. Enviotech aus Frankfurt am Main will vorhandene Straßenleuchten mit Sensorik, Kommunikationstechnik und KI nachrüsten und so für Smart-City-Anwendungen nutzbar machen. Die bestehende Infrastruktur muss dafür nach Angaben des Unternehmens nicht vollständig ausgetauscht werden. Parto aus Hamburg digitalisiert Zahlungsprozesse in Pflege und Betreuung. Die Lösung umfasst digitale Konten, Karten und automatisierte Verwaltungsabläufe für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, der Eingliederungshilfe und der Altenhilfe. Das Berliner Cyber-Sicherheitsunternehmen PID1 will das Zero-Trust-Prinzip in Behördennetzen umsetzen. Seine Software ermöglicht identitätsgebundene Zugänge zu Anwendungen und Diensten und kann im eigenen Rechenzentrum einer Behörde betrieben werden. VisaFlow aus Köln wiederum digitalisiert Aufenthaltsverfahren in Ausländerbehörden. Die Lösung koordiniert Prüfpfade automatisiert, während Entscheidungen nach Angaben des Unternehmens nachvollziehbar und unter menschlicher Kontrolle bleiben.

Das Gewinner-Start-up erhält einen Bühnenauftritt auf der Smart Country Convention 2027 sowie eine einjährige Mitgliedschaft bei Get Started im Bitkom.





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