Donnerstag, 13. August 2026

SaarlandKooperation bei Datennetz

[15.03.2012] Im Rahmen einer öffentlich-rechtlichen Kooperation stellt die Stadt Saarbrücken dem Land 40 Kilometer Datenleitungen mit Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde zur Nutzung durch die Landesverwaltung zur Verfügung.
Saarbrücken und Saarland schließen Kooperationsvertrag zur Nutzung von Glasfaserkabeln.

Saarbrücken und Saarland schließen Kooperationsvertrag zur Nutzung von Glasfaserkabeln.

(Bildquelle: Stadt Saarbrücken)

Einen Kooperationsvertrag zur Nutzung von Glasfaserkabeln im Saarbrücker Stadtgebiet haben Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und der saarländische Finanzminister Peter Jacoby unterzeichnet. Im Rahmen der öffentlich-rechtlichen Kooperation stellt die Stadt dem Land 40 Kilometer Datenleitungen mit Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde zur Nutzung durch die Landesverwaltung zur Verfügung. Damit können 31 Standorte von Polizei, Finanzamt, Justiz und weiteren Behörden des Landes schneller als mit den bislang 100 Mbit/s Daten mit dem zentralen Rechenzentrum des Landes austauschen. Wie die Landesregierung mitteilt, hat der Vertrag eine Laufzeit von zehn Jahren. Das Land erstattet der Stadt jährlich Kosten in Höhe von 240.000 Euro für Ausbauarbeiten, die für das Anbinden der Landeseinrichtungen notwendig sind, sowie für den Betrieb. Finanzminister Peter Jacoby: „Das Land setzt in seiner E-Government-Strategie auf die enge Zusammenarbeit mit den Kommunen. IT-Infrastrukturen sollen zukünftig gemeinsam mit Städten und Gemeinden betrieben werden, um Kosten zu senken und die technische Basis für bürgernahe Online-Dienste zu schaffen.“ OB Britz ergänzt: „Aus unserer Sicht ist diese Kooperation ein herausragendes Beispiel für verwaltungsübergreifende Zusammenarbeit, mit dem Ziel, spürbare Synergien im IT-Bereich zu schaffen.“ Jacoby erklärte, dass die Nutzung der stadteigenen Glasfasern für den hoheitlichen Bereich der Landesverwaltung eine strategische Grundlage für die zukünftige IT-Struktur des Landes bilde. Notwendig seien leistungsfähige Netze, um die Rechenkapazitäten in einem IT-Dienstleistungszentrum zu bündeln. Er wies auch darauf hin, dass das Saarland derzeit ein Datennetz ausschreibt, das die übrigen saarländischen Städte und Gemeinden umfasst. „Mit diesem gemeinsamen Landesdatennetz werden wir eine flächendeckende Infrastruktur für Land und Kommunen schaffen“, so Jacoby. Britz betonte, dass diese schnelle und sichere Netzinfrastruktur eine ideale Basis biete, in Zukunft überall dort, wo es rechtlich möglich ist, die IT-Strategien des Landes und der Stadt gemeinsam abzustimmen und gegebenenfalls zu integrieren. „In Zeiten knapper Haushaltsmittel ist dies ein Gebot der Stunde“, erklärte die Oberbürgermeisterin.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
Nahaufnahme der Flagge von Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern: Landes- und Kommunalverwaltung rücken zusammen

[29.07.2026] Mecklenburg-Vorpommern tritt dem kommunalen Zweckverband eGo-MV bei. Land und Kommunen wollen damit ihre Zusammenarbeit bei IT-Infrastrukturen, Standards und gemeinsamen Digitalisierungsprojekten verbindlicher organisieren. mehr...

Porträtaufnahme von Kristina Sinemus.

Hessen: Digitale Basis für finanzschwache Kommunen

[22.07.2026] Mit einem neuen Förderprogramm unterstützt Hessen insbesondere finanzschwächere Kommunen bei der Einführung grundlegender Technologien für die Verwaltungsdigitalisierung. Damit soll die digitale Transformation auch in Kommunen mit engen finanziellen Spielräumen vorankommen. mehr...

Zahnräder_Hände
bericht

Digitalisierung: Taskforce eingerichtet

[16.07.2026] Niedersachsen versteht die Digitalisierung als ebenenübergreifende Aufgabe. Mit Rahmenwerk, strategischer Steuerung und operativer Unterstützung, gebündelt mit Standardisierung und konsequenter Kooperation, sind Land und Kommunen auf einem guten Weg. mehr...

bericht

Baden-Württemberg: Komm.ONE fordert neue Dynamik

[06.07.2026] Die Verwaltungsdigitalisierung in Baden-Württemberg soll deutlich an Tempo gewinnen. Im Mittelpunkt stehen eine engere Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen, verlässliche Finanzierungsmodelle sowie eine stärkere Rolle des kommunalen IT-Dienstleisters bei der Umsetzung zentraler Digitalisierungsprojekte. Auch eine langfristige Annäherung an die Landes-IT BITBW schließen die Verantwortlichen nicht aus. mehr...

Sachsen-Flagge im Wind

Sachsen: Mittel für kommunale Digitalisierung

[06.07.2026] Sachsen plant im Doppelhaushalt 2027/2028 weitere Mittel für die Verwaltungsdigitalisierung ein. Neben dem Sächsischen Verwaltungsnetz und zentralen Landesportalen sollen auch Kommunen bei digitalen Diensten und internen Verfahren unterstützt werden. mehr...

Gruppenfoto am Spreeufer, das Kanzleramt im Hintergrund

Vitako: Der moderne Staat fängt in den Kommunen an

[02.07.2026] Die Staatsmodernisierung entscheidet sich nicht im Konzept, sondern in der kommunalen Umsetzung. Beim Politischen Abend von Vitako diskutierten Bundestagsabgeordnete und Fachleute, wie kommunale IT-Dienstleister, gemeinsame Standards und klare Governance die Verwaltungsdigitalisierung voranbringen können. mehr...

Porträt Landrat Dr. Achim Brötel

Deutscher Landkreistag: Landkreise als Innovationsräume

[25.06.2026] Digitale Modernisierung muss in der kommunalen Praxis ankommen: Der Deutsche Landkreistag dringt im Austausch mit Bundesdigitalminister Karsten Wildberger darauf, Landkreise bei zentralen Vorhaben der Staatsmodernisierung frühzeitig einzubinden. mehr...

Dr. Annika Busse - Hamburg CIO
interview

Hamburg: Gemeinsam mehr erreichen

[24.06.2026] Seit Ende vergangenen Jahres ist Annika Busse neue Hamburg-CIO. Im Interview spricht sie über Mitarbeitermotivation, Ziele für Hamburgerinnen und Hamburger sowie die Verwaltung und darüber, woran sie am Ende ihrer Amtszeit gemessen werden möchte. mehr...

von rechts: Mehring, Sinemus, Wildberger, daneben noch weitere (unbekannte) Personen

BMDS/Bayern: Kooperation zur flächendeckenden Digitalisierung

[23.06.2026] Im Rahmen einer Pilotkooperation wollen das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und das Bayerische Staatsministerium für Digitales (StMD) bis Ende dieses Jahres in allen bayerischen Kommunen zentrale digitale Verwaltungsleistungen bereitstellen. Die Rolle des Generalunternehmers auf Ebene des Landes übernimmt die AKDB. mehr...

zwei Männer geben sich die Hand_Karsten Wildberger_mario Voigt

Thüringen: Wichtige Online-Dienste für alle Kommunen

[11.06.2026] Thüringen und der Bund wollen fünf Verwaltungsleistungen bis Ende März 2027 landesweit digital verfügbar machen. govdigital und KIV Thüringen sollen die Online-Dienste in den Thüringer Kommunen bis zur vollständigen Betriebsfähigkeit integrieren. mehr...

Niedersachsen: Im Maschinenraum der Verwaltungsdigitalisierung

[28.05.2026] Seit April unterstützt eine Taskforce niedersächsische Kommunen dabei, wichtige Verwaltungsleistungen online anzubinden. Die Beteiligten arbeiten eng zusammen, um technische, organisatorische und finanzielle Hürden für den Einsatz der Online-Dienste aus dem Weg zu räumen – mit Erfolg. mehr...

bericht

re:publica26: Vom Ankündigen zum Liefern

[21.05.2026] Auf der Digitalkonferenz re:publica26 zieht Bundesdigitalminister Karsten Wildberger eine Jahresbilanz und spricht sich resolut für mehr digitale Souveränität und Open Source aus. mehr...

Komm.ONE: Landesregierung strebt engere Zusammenarbeit an

[18.05.2026] Die neue Landesregierung in Baden-Württemberg will Landes-IT und kommunale IT künftig enger zusammenführen und ein gemeinsames Rechenzentrum aufbauen. Komm.ONE unterstützt die Pläne und sieht darin eine wichtige Grundlage für die weitere Digitalisierung der Verwaltung. mehr...

Offizielles Porträt von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger

Ein Jahr BMDS: Gute Ansätze – zu wenig Verbindlichkeit

[07.05.2026] Ein Jahr nach dem Start des Digitalministeriums ziehen weitere Branchenverbände Bilanz. Die Open Source Business Alliance fordert mehr Verbindlichkeit bei Open Source und digitaler Souveränität, der BREKO verlässliche Rahmenbedingungen für den Glasfaserausbau. mehr...

Mitglieder des Digitalausschusses des DStGB

DStGB: Umsteuern zur rein digitalen Verwaltung

[30.04.2026] Wie digitale Lösungen, Automatisierung und Künstliche Intelligenz zur Modernisierung des Staates beitragen und so für die dringend nötige Entlastung der Kommunen sorgen können, diskutierte der Ausschuss für Digitalisierung des Deutschen Städte- und Gemeindebunds auf seiner Frühjahrstagung.
 mehr...