Montag, 13. April 2026

Nationales WaffenregisterAusbau beschlossen

[01.03.2017] Im Rahmen des Ausbaus des Nationalen Waffenregisters ist das Unternehmen Seitenbau mit der Entwicklung der zentralen Komponente beauftragt worden. Künftig soll es möglich sein, den gesamten Lebenszyklus einer Waffe in dem Register nachzuvollziehen.

Die ständige Konferenz der Innenminister und -Senatoren der Länder (IMK) hat einen umfassenden Ausbau des Nationalen Waffenregisters (NWR, wir berichteten) unter Weiternutzung der bisherigen Komponenten beschlossen. Die organisatorische Umsetzung des Projekts übernimmt die Bund-Länder-Arbeitsgruppe NWR unter Vorsitz des Bundesinnenministeriums. Diese setzt beim weiteren Ausbau des Waffenregisters vollständig auf das bewährte Entwicklungsteam aus den Unternehmen Capgemini, Cassini, init, sogeti Deutschland und Seitenbau. Neu ins Boot geholt wurde zudem das Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern (DVZ M-V). Hauptziel des Ausbaus ist die Abbildung des gesamten Lebenszyklus einer Waffe, von der Herstellung bis zur Vernichtung. Dazu werden künftig eine Reihe von Informationen erfasst, die in der bisherigen Ausbaustufe noch nicht im Register abgebildet sind. Die Übermittlung der betreffenden Daten soll teilweise durch die Waffenhersteller und -händler selbst erfolgen. Da deren direkte Anbindung an das Register aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist, muss die Zentrale Komponente des NWR um eine so genannte Kopfstelle erweitert werden. Für die Entwicklung der Kopfstelle wird die DVZ M-V verantwortlich zeichnen, für deren Anbindung an die Zentrale Komponente ist das Unternehmen Seitenbau verantwortlich. Wie der Hersteller mitteilt, beinhaltet der Auftrag zudem die Erweiterung des bestehenden Datenmodells um weitere Objekte und Beziehungen, die Umsetzung der neuen Meldungen/Nachrichten, um die neuen Objekte zu pflegen sowie die Umsetzung der neu entstandenen komplexen Nachrichten, mit denen Überlassungen, Reparatur, Verlust und Vernichtung von Waffen und Waffenteilen nachvollziehbar registriert werden können. Diese komplexen Nachrichten erlauben nach Angaben von Seitenbau Anwendungsfälle über Behörden und Zuständigkeitsgrenzen hinweg. Mit der Realisierung des NWR II wurde laut Seitenbau bereits Anfang 2017 begonnen, der Launch der Anwendung werde im Jahr 2019 erfolgen.





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