Montag, 15. Juni 2026

UlmBeim virtuellen Bauamt vorne dabei

[27.02.2025] Die Stadt Ulm ist eine von zwei Kommunen im Land, deren Baurechtsbehörde ihre Fachverfahren bereits vollständig an das Virtuelle Bauamt Baden-Württemberg (ViBa-BW) angebunden hat.
Blick auf das Ulmer Münster und Umgebung

Stadt Ulm erhält Lob für den vorbildlichen Einsatz des Virtuellen Bauamts.

(Bildquelle: saiko3p/123rf.com)

Seit dem 1. Januar 2025 können in ganz Baden-Württemberg Bauanträge nur noch digital eingereicht werden. Zigfache Planausfertigungen und Papierkram sind damit passé. Als eine der ersten Baurechtsbehörden im Land ist die Stadt Ulm bereits vollständig an das Virtuelle Bauamt Baden-Württemberg ViBa-BW (wir berichteten) angeschlossen. Das gab die Leiterin der Hauptabteilung Stadtplanung, Umwelt und Baurecht, Carola Christ, jetzt bekannt. 

Insgesamt sind von den 209 baden-württembergischen Baurechtsbehörden laut dem Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen inzwischen 200 an ViBa-BW angeschlossen, 154 von ihnen nutzen die Plattform – eine Nachnutzung des „Digitalen Bauantrags“ aus Mecklenburg-Vorpommern (wir berichteten) im Sinne des Prinzips Einer für Alle (EfA) – bereits in der Vollproduktion. Bei den meisten teilnehmenden Baurechtsbehörden gehe es aktuell aber noch darum, auch die jeweiligen Fachverfahren vor Ort mit ViBa-BW zu verknüpfen. Nur in zwei Baurechtsbehörden sei dies bereits gelungen: im Gemeindeverwaltungsverband Markdorf – und in Ulm. 

„Mit dem Virtuellen Bauamt können Antragsteller und Behörden das komplette Baugenehmigungsverfahren nahtlos digital durchlaufen – vom Antrag bis zur Genehmigung. Das spart Zeit, reduziert Verwaltungsaufwand und vereinfacht den gesamten Prozess. Ulm hat diese Umstellung von Anfang an mit großem Einsatz vorbildlich umgesetzt“, lobt Baden-Württembergs Bauministerin Nicole Razavi.

ViBa-BW bildet alle Schritte des Baugenehmigungsverfahrens digital ab, von der Antragstellung über die Beteiligung von Behörden und Bearbeitung des Vorgangs bis hin zur Bekanntgabe der Entscheidung. „Herzstück ist der digitale Vorgangsraum, in dem der Bauherr, das Bauamt und weitere betroffene Behörden direkt und simultan am Antrag arbeiten können. Das macht die Antragsbearbeitung nicht nur schneller, sondern auch komfortabler“, so Carola Christ, die das Projekt in Ulm geleitet hat.

Virtuelles Bauamt als Daueraufgabe

Die Bilanz der ersten sechs Wochen fällt aus ihrer Sicht überwiegend positiv aus. Intern seien die Mitarbeitenden begeistert von der neuen Arbeitsweise und von den Antragstellenden werde das Verfahren gut angenommen. Christ sieht in dem jetzt angestoßenen Prozess einen Anfang: „Das Virtuelle Bauamt (ViBa) ist eine wichtige Basis für die weitere Digitalisierung von Prozessen in der Bau- und Planungsverwaltung.“

Aktuell seien zehn Bauanträge in der Bearbeitung, die Kommunikation mit den Antragstellenden aus dem ViBa über die Schnittstelle funktioniere reibungslos. „Zu berücksichtigen ist, dass das Virtuelle Bauamt eine Daueraufgabe ist und fortlaufend weiterentwickelt wird – also nichts, das einmal installiert und damit fertig ist“, gibt Christ zu bedenken. Die Ulmer Hauptabteilung sei für diese Aufgabe aber gut gewappnet.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren

Unternehmensgründung: Loslegen statt Formulare ausfüllen

[08.06.2026] Aachen und Düsseldorf testen ab Juli den digitalen Kombiantrag im Bund-Länder-Projekt Schneller Gründen. Er soll Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung verbinden, doppelte Dateneingaben vermeiden und Bearbeitungszeiten verkürzen. mehr...

bericht

Personalabrechnung: Belastbare Strukturen

[29.05.2026] Steigende Komplexität und Fachkräftemangel setzen die Personalabrechnung in der öffentlichen Verwaltung zunehmend unter Druck. Die Auslagerung wird daher zu einem strategischen Instrument, um Risiken zu reduzieren und weiterhin handlungsfähig zu bleiben. mehr...

Dom Luftaufnahme Fulda Domplatz Innenstadt

Fulda: Pilotstandort für schnelleres Gründen

[28.05.2026] Fulda übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Modernisierung von Gründungsverfahren. Als eine von neun Pilotkommunen wurde die Stadt mit ihrer Nachbargemeinde Petersberg vom Bund für das Projekt „Schneller Gründen“ ausgewählt. mehr...

eine Frau schiebt eine Restabfalltonne auf die Straße

Kreis Oldenburg: SAP zentralisiert Abfallwirtschaft

[08.05.2026] Pünktlich zum Jahresbeginn hat der Kreis Oldenburg gemeinsam mit dem IT-Dienstleister KDO ein technisches Großprojekt auf Basis seines bestehenden SAP-Systems erfolgreich zum Abschluss gebracht: Die Zentralisierung der Abfallwirtschaft. mehr...

Auf einem Smartphone ist eine digitale G´Hundemarke zu sehen, im Hintergrund ist verschwommen ein Hundesgesicht erkennbar
bericht

Essen: Hundesteuermarke auf dem Smartphone

[06.05.2026] Wer einen Hund hält, muss diesen anmelden und erhält dafür eine Hundesteuermarke. Für die rund 30.000 Hunde in Essen steht diese seit Beginn dieses Jahres nicht mehr als Metallmarke, sondern in digitaler Form zur Verfügung. mehr...

Räumfahrzeug auf einer verschneiten Straße in einer Stadt

Winterdienst: Digital auf den nächsten Schnee vorbereiten

[05.05.2026] Bei frühsommerlichen Temperaturen bereiten sich viele Kommunen bereits auf den nächsten Winterdienst vor. Angesichts zunehmend dynamischer Wetterlagen und hoher Anforderungen an Reaktionsgeschwindigkeit und Koordination gewinnen digitale Lösungen zur Alarmierung und Einsatzsteuerung an Bedeutung. mehr...

Kita
bericht

Kita-Lösungen: Ganztagsbetreuung verwalten

[29.04.2026] Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem kommenden Schuljahr stehen Kommunen vor der Aufgabe, mehr Angebote zu schaffen und deren Vergabe effizient zu organisieren. Digitale Lösungen können helfen, Nachfrage und Kapazitäten besser zu steuern. mehr...

Straßenfest mit Essensbuden

EDV Ermtraud: Gaststätte online anmelden

[15.04.2026] Das Land Baden-Württemberg hat den Anzeigeweg im Gaststättengewerbe vereinfacht. Das Unternehmen EDV Ermtraud hat jetzt einen Online-Dienst vorgestellt, über den Bürgerinnen und Bürger ihre Anzeige künftig digital einreichen können. mehr...

Mainz: Umstellung auf den digitalen Bauantrag

[14.04.2026] Die Stadt Mainz treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltungsleistungen voran: Künftig wird auch das zentrale Fachverfahren Bauantrag digital unterstützt. Die Umstellung auf das neue Verfahren erfolgt schrittweise. 
 mehr...

Hund Vicky

nextgov iT: Digitale Hundeverwaltung

[09.04.2026] Gemeinsam mit kommunalen Fachämtern hat der Anbieter nextgov iT einen Dienst für die digitale Hundeverwaltung entwickelt. Der medienbruchfreie Prozess soll den Bürgerservice erhöhen und die Kommunen entlasten. mehr...

Park im Frühling, Bäume, ein Weg und Bänke

RIWA: Lösungen für die digitale Baumpflege

[08.04.2026] Mit seinem Produktportfolio für ein modernes, digitales Baum- und Grünflächenmanagement gibt GIS-Anbieter RIWA Kommunen ein praxisnahes Werkzeug an die Hand, um ihr Baummanagement effizient zu gestalten. mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur.

Erkrath: KRZN migriert VOIS-Plattform

[02.04.2026] Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) hat erstmals eine bereits produktiv genutzte VOIS-Plattform in sein Betriebsumfeld migriert. Es handelt sich um die VOIS-Fachverfahren der Stadt Erkrath für das Einwohnerwesen, das Gewerbewesen sowie die Gebührenkasse. mehr...

Eine lächelnde Frau hält ein Tablet in der Hand, im Hintergrund ist ein Großraumbüro zu sehen.

AKDB: Digitale Einbürgerung wird flexibler

[31.03.2026] Die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern hat den Online-Dienst Digitale Einbürgerung um eine Zwischenspeicherungsfunkion erweitert. Laufende Anträge können nun für bis zu 30 Tage gesichert und zu einem späteren Zeitpunkt beispielsweise über ein anderes Endgerät weiterbearbeitet werden. mehr...

Frau mit laptop auf dem Sofa - Start Kita-Portal cloppenbrügge

Coppenbrügge: Kitaportal gestartet

[26.03.2026] Über ein digitales Kitaportal verfügt jetzt der Flecken Coppenbrügge. Die Kommune im Kreis Hameln-Pyrmont setzt dabei auf Software vom E-Government-Spezialisten NOLIS. mehr...

Mehrere Personen stehen um einen Tisch mit einem Startknopf versammelt.

Kreis Kassel: Medienbruchfrei zur Baugenehmigung

[17.03.2026] Seit März nimmt der Kreis Kassel Bauanträge nur noch online entgegen. Somit läuft das gesamte Baugenehmigungsverfahren vollständig digital ab, was die Abläufe für alle Beteiligten vereinfachen und beschleunigen soll. mehr...