UlmBeim virtuellen Bauamt vorne dabei

Stadt Ulm erhält Lob für den vorbildlichen Einsatz des Virtuellen Bauamts.
(Bildquelle: saiko3p/123rf.com)
Seit dem 1. Januar 2025 können in ganz Baden-Württemberg Bauanträge nur noch digital eingereicht werden. Zigfache Planausfertigungen und Papierkram sind damit passé. Als eine der ersten Baurechtsbehörden im Land ist die Stadt Ulm bereits vollständig an das Virtuelle Bauamt Baden-Württemberg ViBa-BW (wir berichteten) angeschlossen. Das gab die Leiterin der Hauptabteilung Stadtplanung, Umwelt und Baurecht, Carola Christ, jetzt bekannt.
Insgesamt sind von den 209 baden-württembergischen Baurechtsbehörden laut dem Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen inzwischen 200 an ViBa-BW angeschlossen, 154 von ihnen nutzen die Plattform – eine Nachnutzung des „Digitalen Bauantrags“ aus Mecklenburg-Vorpommern (wir berichteten) im Sinne des Prinzips Einer für Alle (EfA) – bereits in der Vollproduktion. Bei den meisten teilnehmenden Baurechtsbehörden gehe es aktuell aber noch darum, auch die jeweiligen Fachverfahren vor Ort mit ViBa-BW zu verknüpfen. Nur in zwei Baurechtsbehörden sei dies bereits gelungen: im Gemeindeverwaltungsverband Markdorf – und in Ulm.
„Mit dem Virtuellen Bauamt können Antragsteller und Behörden das komplette Baugenehmigungsverfahren nahtlos digital durchlaufen – vom Antrag bis zur Genehmigung. Das spart Zeit, reduziert Verwaltungsaufwand und vereinfacht den gesamten Prozess. Ulm hat diese Umstellung von Anfang an mit großem Einsatz vorbildlich umgesetzt“, lobt Baden-Württembergs Bauministerin Nicole Razavi.
ViBa-BW bildet alle Schritte des Baugenehmigungsverfahrens digital ab, von der Antragstellung über die Beteiligung von Behörden und Bearbeitung des Vorgangs bis hin zur Bekanntgabe der Entscheidung. „Herzstück ist der digitale Vorgangsraum, in dem der Bauherr, das Bauamt und weitere betroffene Behörden direkt und simultan am Antrag arbeiten können. Das macht die Antragsbearbeitung nicht nur schneller, sondern auch komfortabler“, so Carola Christ, die das Projekt in Ulm geleitet hat.
Virtuelles Bauamt als Daueraufgabe
Die Bilanz der ersten sechs Wochen fällt aus ihrer Sicht überwiegend positiv aus. Intern seien die Mitarbeitenden begeistert von der neuen Arbeitsweise und von den Antragstellenden werde das Verfahren gut angenommen. Christ sieht in dem jetzt angestoßenen Prozess einen Anfang: „Das Virtuelle Bauamt (ViBa) ist eine wichtige Basis für die weitere Digitalisierung von Prozessen in der Bau- und Planungsverwaltung.“
Aktuell seien zehn Bauanträge in der Bearbeitung, die Kommunikation mit den Antragstellenden aus dem ViBa über die Schnittstelle funktioniere reibungslos. „Zu berücksichtigen ist, dass das Virtuelle Bauamt eine Daueraufgabe ist und fortlaufend weiterentwickelt wird – also nichts, das einmal installiert und damit fertig ist“, gibt Christ zu bedenken. Die Ulmer Hauptabteilung sei für diese Aufgabe aber gut gewappnet.
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