Mittwoch, 14. Januar 2026

Rheinland-PfalzDigital resilient während Corona

[01.07.2020] Im Zuge der Pandemiebewältigung hat Rheinland-Pfalz schnellstmöglich neue digitale Infrastrukturen und Anwendungen entwickelt. Dazu hat die Landesregierung nun einen Resilienzbericht veröffentlicht.

In Rheinland-Pfalz wurde jetzt der Resilienzbericht der Landesregierung zur Bewältigung der Corona-Pandemie vorgestellt. „Um die öffentliche Daseinsvorsorge auch in den außergewöhnlichen Herausforderungen der Corona-Krise sicherzustellen, wurde die öffentliche Verwaltung weiter digitalisiert“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
Laut einer Pressemeldung der Landesregierung gibt es bereits eine Vielzahl von digitalen Lösungen, beispielsweise in der Finanzverwaltung und Justiz. Die Zahl der Homeoffice-Arbeitsplätze sei insgesamt von 5.000 auf über 15.000 gesteigert worden. Es seien 105 Videokonferenzräume und 83 Audioräume eingerichtet worden. „Die öffentliche Daseinsvorsorge kann nun ihre Leistungen unabhängig von physischen Hemmnissen wie den aktuellen Maßnahmen zur Kontaktvermeidung anbieten. Sie ist moderner, agiler und ortsunabhängiger“, unterstrich Dreyer.

Umstellung auf Fernunterricht

Neben der Einrichtung eines Krisenstabs und eines Kommunikationsstabs der Landesregierung zur Beantwortung von Presse- und Bürgeranfragen wurden weitere Maßnahmen im Bereich der digitalen Infrastruktur und Bildung ergriffen, so die Ministerpräsidentin. Mit dem plötzlichen Wegfall des Präsenzunterrichts mussten die Schulen auf ein System des Fernunterrichts umstellen. Dazu gehörten laut Landesregierung die Errichtung der Lernplattform moodle@RLP und der Schulbox, einer zentralen Cloud zur sicheren Bereitstellung von Lernmaterialien für die Schulen des Landes. Hierbei seien Server-Kapazitäten und Bandbreiten erhöht worden. Im Rahmen des Programms Medienkompetenz macht Schule habe das Land seine Schulen mit fast 12.000 Notebooks und über 8.000 Tablets ausgestattet. Zusammen mit den von Schulträgern angeschafften Geräten gebe es laut der letzten Erhebung somit an den Schulen mindestens 25.000 Notebooks und über 12.000 Tablets. „Auch die Hochschulen können in der aktuellen Krise auf eine gut aufgestellte vernetzte Infrastruktur aufsetzen“, betonte die Ministerpräsidentin. Die Lehrenden würden bei der Konzeption und Erstellung digitaler Lehrveranstaltungen von den hochschuleigenen E-Learning- und Medienzentren sowie dem Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz unterstützt.

Stabile digitale Infrastruktur

Im Zuge der Pandemie ist es nach Angaben der Landesregierung temporär durch die vermehrte Nutzung von Telekommunikationsdienstleistungen im Homeoffice zu einer deutlich höheren Auslastung der Mobilfunknetze gekommen. „Die digitale Infrastruktur ist stabil und hat funktioniert. Im Zuge der Pandemiebewältigung sind neue Kommunikationswege, Meldesysteme, Ressourcenplattformen und Auswertungssysteme entstanden, die soweit wie möglich verbessert werden sollen“, sagte die Ministerpräsidentin. Basis vieler Anwendungen sei die Strategie für das digitale Leben in Rheinland-Pfalz (wir berichteten). „Wir sind mit vielen Projekten, die bereits in Planung oder angestoßen sind, auf dem richtigen, zukunftsfähigen Weg, um das Land noch krisenfester zu machen“, erklärte Dreyer.





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