Montag, 5. Januar 2026

StudieDigitale Medien tatsächlich förderlich?

[19.11.2014] Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung geht der Frage nach, wie wirksam digitale Medien im Unterricht sind. Ergebnis: Inwieweit mobile Geräte das Lernen fördern, hängt vom Kontext ab.

Der Einsatz digitaler Medien in der Schule führt nicht per se zu einem besseren Unterricht. Ob Tablets, Smartphone oder Laptops förderlich für das Lernen sind, hängt vielmehr vom konkreten Unterrichtskontext ab. Das zeigt Professor Bardo Herzig von der Universität Paderborn in einer neuen Studie der Bertelsmann Stiftung. Belegt werden die Potenziale guter Mediennutzung für Unterricht und Schulen. So kann der Einsatz digitaler Medien die Schüler nicht nur motivieren und ihre Medienkompetenz steigern, sondern auch zu stärkerer Kooperation untereinander, einer besseren Selbstorganisation des Lernens sowie zu einer tieferen Informationsverarbeitung führen. Laut der Studie ist es sinnvoll, den Fokus nicht auf einzelne Technologien oder technische Hilfsmittel zu legen, sondern typische Einsatzszenarien in der Schule in den Blick zu nehmen. Der Autor empfiehlt, verstärkt das genaue Zusammenspiel von digitalen Medien mit Unterrichtsprozessen, Pädagogen und Lernenden auf seine Wirkungen hin zu untersuchen. Gelingende Modelle sollten systematisch in der Lehreraus- und -weiterbildung verankert werden. Digitale Medien dürften nie zum Selbstzweck werden und sollten stets in eine individuell fördernde Lernkultur eingebettet sein. Zentrales Ziel müsse es sein, dass alle Schüler entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen erfolgreich lernen können.





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