KRZNDigitale Souveränität im Blick

Digitalministerin Ina Scharrenbach betonte bei ihrem Besuch des KRZN die Notwendigkeit digitaler Souveränität.
v.l.: Jonas Fischer, Cigdem Bern, Ina Scharrenbach, Ingo Brohl
(Bildquelle: Kaspar Müller-Bringmann)
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, hat das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) in Kamp-Lintfort besucht. Empfangen wurde die Ministerin von Landrat Ingo Brohl, der städtischen Beigeordneten und stellvertretenden Verbandsvorsteherin Cigdem Bern und KRZN-Geschäftsleiter Jonas Fischer. Bei dem Termin stellte der kommunale IT-Dienstleister seine Aufgaben sowie geplante Entwicklungsschritte vor. Im Zentrum des Austauschs stand die digitale Souveränität. Nach Angaben des KRZN werden Betriebssysteme und Datenbanken bereits weitgehend auf Open-Source-Basis eingesetzt. Dazu zählen unter anderem Logenio NRW, Moodle sowie verschiedene Fachverfahren, Geo-Informations- und Content-Management-Systeme.
Open Source als Grundlage
„Das KRZN ist ein sehr relevanter Partner für die Kommunen bei der Umsetzung der digitalen Transformation und für das Funktionieren von Kommunalverwaltungen. Wie das Land Nordrhein-Westfalen so setzt auch das KRZN bereits Open-Source-Lösungen im Arbeitsalltag der Behörden um. Digitale Souveränität heißt für uns in Nordrhein-Westfalen: handlungsfähig bleiben – heute und morgen“, sagte die Ministerin. Die Fähigkeit des Staates, zentrale digitale Prozesse eigenständig zu steuern, habe sich zu einem entscheidenden Faktor moderner Verwaltungspolitik entwickelt. Das Land setze auf offene Standards, interoperable Architekturen und ein diversifiziertes IT-Portfolio. Maßgeblich seien Funktionalität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.
Gemeinsame Strategie im Blick
Landrat Brohl verwies auf die gewachsene Bedeutung des Themas für alle staatlichen Ebenen. Der Kreis Wesel strebe gemeinsam mit dem KRZN einen engen Austausch und eine strategische Abstimmung mit dem Land an, so Brohl. Dabei gehe es unter anderem um Datenschutz, digitale Infrastruktur, Unabhängigkeit von ausländischen Technologien und IT-Sicherheit.
Cigdem Bern betonte den Bedarf an abgestimmten Lösungen: „Erforderlich sind die Entwicklung einer gemeinsamen kommunal-staatlichen Strategie für Digitale Souveränität in NRW und die koordinierte Umsetzung von abgeleiteten Maßnahmen durch alle Akteure der öffentlichen Hand.“ Ein möglicher erster Schritt könne die gemeinsame Pilotierung eines digital souveränen Arbeitsplatzes auf Open-Source-Basis sein.
NEGZ-Herbsttagung: Impulse für die Verwaltungsdigitalisierung
[10.09.2026] Bei der Herbsttagung des NEGZ haben Fachleute aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aktuelle Fragen der Verwaltungsdigitalisierung diskutiert. Im Mittelpunkt standen unter anderem EUDI-Wallet, Open Source, Künstliche Intelligenz und digitale Souveränität. mehr...
Open-Source-Wettbewerb: Kaiserslautern mit drei Projekten dabei
[20.08.2026] Bevölkerungsdaten auswerten, Ferienprogramme organisieren, Gäste einchecken: Mit drei eigenen Open-Source-Anwendungen tritt Kaiserslautern beim diesjährigen Wettbewerb für die öffentliche Verwaltung an. Über den Community-Award entscheidet auch das Publikum. mehr...
Baden-Württemberg: Gemeinsam schneller digitalisieren
[13.08.2026] Die Verwaltungsdigitalisierung in Baden-Württemberg soll an Tempo gewinnen. Dafür braucht es nach Ansicht von Roland Bernhard, Landrat des Landkreises Böblingen und Verwaltungsratsvorsitzender von Komm.ONE, und William Schmitt, Vorstandsvorsitzender von Komm.ONE, vor allem mehr Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen. Im Webinar „Kommune21 im Gespräch“ sprachen sie zudem über durchgängige digitale Prozesse, langfristige Finanzierung und digitale Souveränität. mehr...
Advertorial: Digitale Souveränität und Resilienz für die kommunale Daseinsvorsorge
[23.07.2026] Wie können Kommunen und kommunale Unternehmen die Resilienz ihrer kritischen Infrastrukturen stärken, ohne an Innovationsfähigkeit einzubüßen? Diese Frage steht im Zentrum des bundesweiten Kongresses CIVI/CON, der im September in Wuppertal stattfindet. mehr...
BMDS/ZenDiS: openDesk live erleben
[19.06.2026] Beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung präsentieren BMDS und ZenDiS in Berlin den mobilen openDesk-Showroom. Besucherinnen und Besucher können die souveräne Office- und Kollaborationssuite ausprobieren und weitere Angebote des neuen Ministeriums erleben. mehr...
Open-Source-Wettbewerb: BMDS übernimmt Schirmherrschaft
[17.06.2026] Zum zweiten Mal findet – unter Schirmherrschaft des BMDS – der Open-Source-Wettbewerb für die öffentliche Verwaltung statt. Behörden und öffentliche Institutionen können noch bis zum 30. Juni ihre Projekte einreichen. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Smart Country Convention. mehr...
Delos Cloud: Sopra Steria wird Partner
[08.06.2026] Sopra Steria unterstützt Behörden und öffentliche IT-Dienstleister bei der Migration in eine souveräne Cloud-Umgebung. Dazu wurde nun eine strategische Partnerschaft mit Delos Cloud vereinbart. mehr...
Delos Cloud: Klar auf Kurs
[18.05.2026] Die Debatte um Cloud und digitale Souveränität hat deutlich an Fahrt aufgenommen. Nikolaus Hagl von Delos Cloud spricht im Interview über geopolitische Risiken, technologische Abhängigkeiten und den Bedarf an souveränen Plattformen. mehr...
Kreis Traunstein: Souverän dank Open Source
[31.03.2026] Der Kreis Traunstein möchte seine digitale Zukunft selbstbestimmt gestalten. Mit diesem Ziel richtet er seine IT neu aus: weg von proprietärer hin zu quelloffener Software. Eine politisch klar verankerte Open-Source-Strategie weist den Weg zur digitalen Souveränität. mehr...
München: Score für Digitale Souveränität
[09.02.2026] Ein eigens entwickelter Score für Digitale Souveränität zeigt künftig den Unabhängigkeitsgrad der IT-Systeme der Landeshauptstadt München an. Erarbeitet haben ihn das Münchner IT-Referat und die Technische Universität München (TUM). mehr...
Disy / mgm: Partner für souveräne Enterprise-Anwendungen
[09.02.2026] Die Integration der Software disy Cadenza in die Low-Code-Plattform A12 von Anbieter mgm technology partners ermöglicht Unternehmen und öffentlichen Organisationen künftig einen durchgängigen Workflow von der Fachanwendung über die Datenaufbereitung bis hin zur Analyse und Visualisierung. mehr...
Digitale Souveränität: Europas attraktive Alternativen
[22.01.2026] Dataport-Vorstandsvorsitzender Johann Bizer mahnt schon lange, dass digitale Souveränität für öffentliche Verwaltungen ein zentrales Thema ist. Im Gespräch mit Kommune21 erklärt er, warum geopolitische Entwicklungen die Debatte radikal verändert haben. mehr...
Next:Public: Studie belegt deutliche Souveränitätslücken
[17.12.2025] Die öffentliche Verwaltung aller Ebenen ist stark von außereuropäischen IT-Anbietern abhängig. Eine neue Studie unterfüttert diesen Befund erstmals mit konkreten Zahlen. Vor allem bei Standardsoftware zeigt sich ein struktureller Lock-in. Die Umstellung von On-Premise-Systemen auf Cloud-Dienste könnte ein möglicher Ausweg sein. mehr...
ÖFIT: Selbsttest zur digitalen Souveränität
[02.12.2025] Der Begriff der digitalen Souveränität ist in aller Munde – aber was bedeutet er konkret? Das ÖFIT bietet einen Selbsttest, mit dem vor allem mittlere bis große Organisationen ihre eigene digitale Souveränität in verschiedenen Bereichen prüfen und auf dieser Grundlage gezielt stärken können. mehr...
















