Freitag, 10. April 2026

Baden-WürttembergDigitaler Arbeitsplatz für Lehrkräfte

[15.11.2022] In Baden-Württemberg stellt die Digitale Bildungsplattform wichtige Tools für den digitalen Unterricht bereit. Verschiedene Bausteine sind bereits im Einsatz. Nun soll die dPhoenixSuite von Dataport – eine webbasierte Alternative zu klassischen Office-Paketen – pilotiert werden.

Mit der Digitalen Bildungsplattform stellt das Land Baden-Württemberg seinen Lehrkräften Werkzeuge für den digital unterstützten Unterricht zentral zur Verfügung. Wichtige Bausteine wie die Lern-Management-Systeme Moodle und itslearning (wir berichteten) sowie der sichere Instant Messenger Threema (wir berichteten) sind bereits erfolgreich im Einsatz: Etwa 1.500 Schulen nutzen laut dem Kultusministerium des Landes Moodle, und rund 1.200 Schulen haben ihre Zugangsdaten für itslearning abgerufen. Der Messenger Threema sei bei mehr als 50.000 Lehrkräften im Einsatz. Eine schrittweise Bereitstellung des Identitätsmanagement-Systems (IdAM) ist für das Frühjahr 2023 vorgesehen. Nun soll in einem nächsten Schritt ein Pilotprojekt für den digitalen Arbeitsplatz der Lehrkräfte auf Basis der Open-Source-Lösung dPhoenixSuite starten, ein Produkt des IT-Dienstleisters Dataport.

Digitale Souveränität für Schulen

Das dPhoenixSuite-Paket, das in Baden-Württemberg zum Einsatz kommen soll, bietet laut der Pressemeldung des Kultusministeriums einen vollwertigen, webbasierten E-Mail-Dienst, Office-Werkzeuge, mit denen via Web Dateien erstellt und online bearbeitet werden können und einen Datenspeicher. Die dPhoenixSuite erlaube Echtzeit-Kollaboration mit mehreren Usern und die Einzelbearbeitung von Dokumenten. Außerdem würden Microsoft- und OpenDocument-Formate unterstützt.
Die dPhoenixSuite wird vollständig in Deutschland gehostet. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationssicherheit (LfDI) sei eng in den Pilotprozess eingebunden und begrüße dieses Vorgehen. Der Dataport-Vorsitzende Johann Bizer betonte, das Pilotprojekt in Baden-Württemberg sei ein wichtiger Schritt, um die Digitalisierung der Schulen unter dem Vorzeichen der digitalen Souveränität voranzutreiben.

Pilotprojekt in drei Phasen

Bis die dPhoenixSuite flächendeckend zum Einsatz kommen kann, muss zunächst der Pilot erfolgreich sein. Das nun startende Pilotprojekt soll voraussichtlich bis Ende Januar 2023 laufen. Es ist laut der Pressemeldung des Kultusministeriums in zwei Phasen gegliedert: Zunächst werden Lehrkräfte aus fünf bis zehn Schulen aller Schularten für den Pilotbetrieb freigeschaltet. In einer zweiten Phase wachse die Pilotgruppe um Lehrkräfte aus weiteren 20 bis 30 Schulen an.
Die Nutzenden an den bereits ausgewählten Pilotschulen sollen im Verlauf des Pilotprojekts mit verschiedenen Begleitmaßnahmen unterstützt werden. Anschließend folge die Evaluation. Mit der Auswertung werde entschieden, ob die erprobte Lösung auf Basis der dPhoenixSuite die Erwartungen und Bedarfe erfüllt und allen Lehrkräften an öffentlichen Schulen bereitgestellt wird. Durch die Mitgliedschaft des Landes Baden-Württemberg in der bundesweiten Genossenschaft govdigital (wir berichteten) bestehe die Möglichkeit, dass das Kultusministerium die dPhoenixSuite hierüber beziehe.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Schul-IT
auf einem stilisierten Laptop stehen Schultische und -bänke
bericht

Digitale Bildung: Zehn Jahre Smart Schools

[09.04.2026] Seit zehn Jahren würdigt der Smart-School-Wettbewerb Schulen, die digitale Bildung, Infrastruktur und Lehrkräftefortbildung zusammenbringen. Rahmenbedingungen und Schwerpunktthemen sind im Wandel – doch die Digitalisierung im Bildungsbereich geht weiter. mehr...

Pressekonferenz in einer Schule zur Einführung von telli in Thüringen

Thüringen: KI verstehen mit telli

[09.04.2026] Der KI-Chatbot telli steht ab sofort allen Schulen in Thüringen zur Nutzung zur Verfügung. Der Freistaat profitiert dabei von den Erfahrungen anderer Bundesländer und setzt zugleich eigene Schwerpunkte bei der pädagogischen Begleitung. mehr...

Das Lern-Management-System itslearning soll bald für alle baden-württembergischen Schulen verfügbar sein.

Kommunale Spitzenverbände: Digitalpakt 2.0 mit verschobenem Start?

[01.04.2026] Die kommunalen Spitzenverbände kritisieren geplante Änderungen zum Digitalpakt 2.0: Der für 2025 vereinbarte Starttermin soll um ein Jahr verschoben werden. Viele Kommunen haben mit Blick auf die Vereinbarung schon 2025 teure digitale Ausstattung beschafft – und könnten dann ohne Finanzierung dastehen. mehr...

Collage eines jungen Schülers in Schwarz-Weiß, der einen Rucksack und eine Lupe hält, vor einem Notebook-Bildschirm, isoliert auf farbigem Hintergrund.
bericht

Digitales Lernen: Eintauchen in den Lernstoff

[31.03.2026] Der Digitalpakt 2.0 fördert unter anderem die Einführung KI-gestützter, adaptiver Lernsysteme und die Entwicklung digitaler Unterrichtskonzepte. Damit eröffnet sich eine Chance für Schulen, immersive Lernräume einzurichten – ein Konzept, mit dem andere Länder bereits gute Erfahrungen gemacht haben. mehr...

Mehrere Personen stehen vor einem digitalen Monitor versammelt, auf dem der Aachener Konzept-O-Mat präsentiert wird.

Aachen: Automat für Medienkonzepte

[27.03.2026] Die StädteRegion Aachen bietet ihren Schulen ein Online-Tool an, mit dem sie ihre Medienkonzepte schneller und gezielter überarbeiten können. Der sogenannte Konzept-O-Mat erfasst den Ist-Zustand der Schule, zeigt Lücken im jeweiligen Konzept auf und gibt Verbesserungshinweise. mehr...

Aufsicht auf einen Schultisch, man sieht einen Laptop und eine Computermaus, auf der eine Kinderhand ruht.

Hannover: Zwischenbilanz zum Einsatz von Microsoft 365 an Schulen

[18.03.2026] Hannover nutzt Microsoft 365 auch im Bildungsbereich. Die Stadt ist sich des Datenschutzrisikos bewusst, lehnt europäische Open-Source-Alternativen aber ab. Nun sollen bessere Rahmenbedingungen für den Microsoft-Einsatz geschaffen werden – mit Vorbildcharakter für weitere Schulen im Land. mehr...

Stadtrat Nürnberg

Nürnberg: Schul-IT als Daueraufgabe

[16.03.2026] Im Rahmen der IT-Strategie „Lernen und Lehren an städtischen und staatlichen Schulen in Nürnberg im Digitalen Zeitalter“ wurden in den vergangenen neun Jahren zahlreiche Erfolge erzielt. Diese hat das Referat für Schule und Sport jetzt in einem umfassenden Bericht zusammengefasst. mehr...

Mehrere Schülerinnen und Schüler arbeiten im Klassenzimmer mit Tablets.

Neuwied: 2,4 Millionen Euro für die Lerninfrastruktur

[13.03.2026] Mit einem Medienentwicklungsplan für die Jahre 2026 bis 2030 stellt Neuwied rund 2,4 Millionen Euro für die digitale Ausstattung und Betreuung städtischer Schulen bereit. Mit den Mitteln soll die Lerninfrastruktur weiter modernisiert und gesichert werden. Auch ein verlässlicher IT-Support ist vorgesehen. mehr...

Eine Person bedient den Touchscreen eines Tablets.

Niedersachsen: telli lehrt KI-Einsatz

[24.02.2026] Schule sollte junge Menschen dazu befähigen, KI kritisch, reflektiert und kompetent zu nutzen. Mit diesem Ziel nimmt jetzt Schul-Chatbot Telli in Niedersachsen seine Arbeit auf. Die datenschutzkonforme Open-Source-Lösung kann sowohl für die Unterrichtsvorbereitung als auch das fächerübergreifende, individuelle Lernen herangezogen werden.  mehr...

Mehrere Schüler sitzen in einem Klassenzimmer, eine Lehrerin unterrichtet sie mit Unterstützung eines Whiteboards.

Digitalpakt 2.0: KISA begleitet Schulen

[23.01.2026] Mit dem Digitalpakt 2.0 geht das Förderprogramm zur Digitalisierung an den Schulen in die Fortsetzung. Der Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen (KISA) unterstützt Schulen und Schulträger mit passgenauer Beratung, Betreuung und erprobter Hardware. mehr...

Screenshot des Titelblatts des Leitfadens.

Nordrhein-Westfalen: Leitfaden zum IT-Support an Schulen

[19.01.2026] In Nordrhein-Westfalen können Schulen, Schulträger und IT-Dienstleister einen Leitfaden zur „Effizienz in IT-Support und IT-Beschaffung“ an den Bildungseinrichtungen nutzen. Die praxisnahe Orientierungshilfe umfasst sowohl Empfehlungen als auch Best-Practice-Ansätze und berücksichtigt dabei landesweite Regelungen und Vereinbarungen. mehr...

Kinerhand, die auf einem Tablet herumwischt, im Hintergrund sieht man eine klassische grüne Schultafel.

Bayern: Eine Schul-IT-Förderung – statt zwölf

[06.01.2026] Bayern stellt die Finanzierung der digitalen Ausstattung seiner Schulen auf ein neues Fundament: An die Stelle zahlreicher komplexer, befristeter Förderprogramme tritt ab 2027 eine gesetzliche Leistung, die als Pro-Schüler-Pauschale direkt an die Schulaufwandsträger ausgezahlt wird. Gefördert werden Digitalinfrastruktur, Endgeräte, Bildungsmedien sowie IT-Wartung. mehr...

Ki hält in den Schulen von zwölf Bundesländern Einzug. Eine Umfrage des eco zeigt indes große Skepsis in der Bevölkerung.

Digitale Schule: Einigung auf Digitalpakt 2.0

[05.01.2026] Bund und Länder investieren bis 2030 fünf Milliarden Euro in die digitale Modernisierung der Schulen. Darauf verständigte sich die Bildungsministerkonferenz. Neu ist die Vereinfachung der administrativen Prozesse – der Verwaltungsaufwand für Länder und kommunale Schulträger soll deutlich sinken. mehr...

Porträtaufnahme von Frank Schöneberg
bericht

Finanzierungsmodelle: Geliehene Schul-IT

[10.12.2025] Aufgrund der Investitionsrückstände in den Kommunen bleibt auch die Digitalisierung der Schulen oft Stückwerk. Frank Schöneberg, Vice President Sales Public & Healthcare bei CHG-Meridian, erklärt, wie Schulen der Finanzierung nach Kassenlage entkommen. mehr...

Eine Schülerin hält ein Smartphone in der Hand, im Hintergrund ist verschwommen ein Schulflur mit weiteren Schülerinnen und Schülern zu sehen.

Saarland: Mit telli KI verstehen lernen

[02.12.2025] Im Saarland können jetzt alle Schulen den auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Chatbot telli nutzen. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler erhalten damit einen datenschutzkonformen Zugang zu KI-gestützten Lernmitteln Die Lehrkräfte können den Bot unabhängig vom Kollegium einsetzen, sobald sie einen Zertifikatskurs absolviert haben. mehr...